Richard von Hartwig

deutscher Schriftsteller in Berlin From Wikipedia, the free encyclopedia

Richard von Hartwig (* 17. November 1849 in Stargard, Provinz Pommern, Königreich Preußen; † 28. April 1917 in Berlin[1]) war ein deutscher Schriftsteller in Berlin.

Herkunft

Seine Eltern waren der königlich preußische Hauptmann und Herr auf Krüssow Albert Friedrich Wilhelm Aristides von Hartwig (* 16. Dezember 1816; † 25. August 1859) und dessen Ehefrau Johanne Karoline Elise von Pirch (* 30. September 1820; † 29. Juni 1906) aus dem Haus Dobberphul.

Leben

Der Vater war in Pommern stationiert und starb früh. Richard von Hartwig besuchte ein Kadettenkorps. 1868 wurde er zum Fähnrich im Infanterie-Regiment in Stettin befördert und im gleichen Jahr zum Offizier (Leutnant?). 1870 nahm er am Deutsch-Französischen Krieg teil und wurde verwundet.

1872 nahm Hartwig seinen Abschied aus der Armee. Seit 1878 wandte er sich dem Schreiben zu und zog nach Berlin. Dort veröffentlichte er einige Bücher. 1892 war er Vorstandsmitglied der Deutschen Schriftsteller-Genossenschaft. Nach 1898 sind keine literarischen Werke von ihm mehr bekannt.

Familie

Hartwig heiratete am 9. Juli 1892 in Gandersheim Adele Resy Klara Anna Emilie Ottmer (* 1. Oktober 1861; † 18. September 1934). Das Paar hatte eine Tochter

  • Elise Emilie Ilse (* 14. Mai 1893) ⚭ 1921 Gustav Bargmann († 6. Dezember 1933)

Publikationen

Richard von Hartwig verfasste Gedichte und Erzählungen, die oft in einem lyrisch-melancholischen Grundton gehalten sind.[2]

Bücher

  • Welt-Märchen, Berlin 1886
  • Dichtungen, Berlin 1888
  • Ein Idol. Sociales Drama in 5 Acten, Verlag der Deutschen Schriftsteller-Genossenschaft Berlin, 1892

Weitere Texte

  • Assarpai, Libretto nach Ernst von Wildenbruchs Erzählung Inka für die Oper von František Neumann, 1898 uraufgeführt
  • Das Gift des Irokesen. Erzählung aus Canada, in Willibald Martersteig, [ohne Jahr]

Literatur

  • Franz Brümmer: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten. Band 3. Leipzig 1913, S. 91f.
  • Gothaisches genealogisches Taschenbuch der adeligen Häuser, Teil 2, 1942, S. 210

Einzelnachweise

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