Riefenbach

Zufluss der Radau im Harz und in der Stadt Bad Harzburg im Landkreis Goslar From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Riefenbach ist ein ca. 5 km[2] langer, orografisch linker Zufluss der Radau im Harz und in der Stadt Bad Harzburg im Landkreis Goslar.

Schnelle Fakten
Riefenbach
Riefenbach um 1900

Riefenbach um 1900

Daten
Gewässerkennzahl DE: 482184
Lage Landkreis Goslar, Niedersachsen, Deutschland
Flusssystem Weser
Abfluss über Radau Oker Aller Weser Nordsee
Quelle Riefenbruch im Nationalpark Harz
51° 51′ 4″ N, 10° 30′ 34″ O
Quellhöhe 615 m ü. NHN[1]
Mündung in Bad Harzburg westlich des Großen Burgbergs
51° 52′ 19″ N, 10° 33′ 37″ O

Länge ca. 5 km[2]
Einzugsgebiet 4,3 km²[3]
Linke Nebenflüsse Hinterer Schniggenbach, Vorderer Schniggenbach
Mittelstädte Bad Harzburg
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Der Riefenbach heute (2025)

Etymologie

Der Name leitet sich von einer mittelniederdeutschen Grundform *Rīfen-beke ab. „Rīfe“ bedeutet so viel wie Einschnitt, sodass sich eine Bedeutung „die Einschneidende, einschneidender Bach“ ergibt. Historische Namen für den Riefenbach sind Reiffenbeck 1548, Riffenbeck/Riffenbach 1578, Reiffen Beeck 1666, (im) Rieffenbeeke 1689 und 1784 Riefen Bach.[4]

Verlauf

Die Quelle liegt am Huneberg im Nationalpark Harz am Rand eines Tagebaugebiets. Zunächst fließt der Riefenbach bei starkem Gefälle nach Nordosten, die ersten Seitenbäche werden bereits nach etwa 500 Metern Distanz aufgenommen. Etwa 750 Meter nordöstlich der Quelle leitet ein Graben ein Teil des Wassers zur Großen Hune ab, ein Zufluss zur Oker. Nach zwei Kilometern tritt der Riefenbach in das nach ihm benannte Riefenbachtal ein, das etwa 300 Meter westlich der Radau parallel zu deren Tal verläuft. Einen halben Kilometer vor der Mündung erreicht der Riefenbach das Stadtgebiet Bad Harzburgs, durchfließt als größtenteils kanalisierter Bach den Kurpark und mündet 40 Meter westlich der Bundesstraße 4 in die Radau.

Nebenflüsse

Strukturgüte

Der Riefenbach ist ein schnell fließender Bergbach, dessen Sohle mit Geröll und Kies bedeckt ist. Da das Gewässer fast vollständig im unbesiedelten Hochharz fließt und keine weiteren nennenswerten Belastungen wie Altlasten von Schwermetallen durch die Harzer Bergbaugeschichte vorliegen, wird dem Bach im Gewässergütebericht des NLWKN von 2002[3] die biologische Qualitätsnote I zuerkannt.

Insgesamt konnten fünf Arten nachgewiesen werden, die auf der niedersächsischen Roten Liste gefährdeter Arten stehen; es handelt sich dabei allesamt um Köcherfliegen.

Commons: Riefenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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