Riki Rose
amerikanische jiddischsprachige Musikerin, Sängerin und Komikerin
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Riki Rose (jiddisch ריקי ראָיז, * 1993 in Williamsburg als Rivka Rosenberg) ist eine amerikanische jiddischsprachige Musikerin, Sängerin und Komikerin, die in einer satmarscher Gemeinde in New York aufgewachsen ist. Sie bezeichnet ihre eigene Musik als Soul.[1]
Leben
Riki Rose ist in einer ultraorthodoxen jiddischsprachigen Familie aufgewachsen und hat früh geheiratet. Ihr Interesse an Singen und Musik entwickelte sich bereits seit frühester Kindheit und sie pflegte, heimlich säkulare Lieder im Radio zu hören.[2] Als sie 17 Jahre alt war, nahm sie an einem Talentwettbewerb der Bais Yaakov High School in Borough Park teil. Rose gewann zwar damals keinen Preis, wurde aber ein Jahr später von der Komikerin Leah Forster, die damals den Wettbewerb jurierte, zum Konzert am Brooklyn College eingeladen. Als Rose die Karte erhielt, fragte sie Forster, ob sie auch ein Lied singen dürfte. Ihr Wunsch wurde erfüllt, und zum ersten Mal in ihrem Leben sang sie vor einem richtigen Publikum.[3]
In ihren Zwanzigern verlass sie ihren Mann und ihre religiöse Gemeinde und begann, eine Musikkarriere anzustreben. Lange Zeit schrieb sie auch Artikel für das jiddischsprachige Magazin „The Forward“.[1]
Musik
Zu den Kernthemen ihres musikalischen Schaffens zählen Identitätsprobleme, mentale Gesundheit und Frauenrechte. Ihr Lied „Utem Arein Utem Arois“ (jiddisch אָטעם אַרײַן, אָטעם אַרויס ‚Atem ein, atem aus‘) wurde von ihrem eigenen Kampf gegen Angststörung und Asthma inspiriert.[3][4] In ihrem anderen Lied „Galus Blues“ (jiddisch גלות-בלוז ‚Exil-Blues‘) thematisiert sie ihre komplexe Identität und Schwebung zwischen einer religiösen und einer säkularen Welt.[5] Im 2026 veröffentlichten Song Vus vilstu, muter, hobn? (jiddisch ?וואָס ווילסטו, מוטער, האָבן ‚Was willst du von mir, Mutter?‘) steht ihre Beziehung zu ihrer eigenen Mutter nach dem Austritt aus der Gemeinde im Mittelpunkt.[5]
In der jiddischsprachigen Community wird sie oft mit Motty Steinmetz verglichen.