Wappen der Familie Rinck bei Anton Fahne (nachkoloriert)Hausmarke der Familie Rinck
Geschichte
Der Name „Rinck“ deutet darauf hin, dass frühe Angehörige des Geschlechts Goldschmiede waren. Rinck steht also für „Ring“, wie das Wappen auch verrät.
Die Stammliste der aus Korbach stammenden Rinck lautet:
Conrad Rinck, Bürgermeister von Korbach
Conrad Rinck, Kölner Bürger
Hermann Rinck (urkundlich 1480, † 12. März 1496), 1480 bis 1481 Bürgermeister von Köln, Stifter des Rinckenkonvents auf der Stadtmauer, das später Kloster zum Lämmchen genannt wurde. ⚭ Druitgen von Dalen, Tochter des Adolf und der Elisabeth von Boichem
Johann Rinck (* 25. Januar 1458, † 27. Mai 1516), von 1512 bis 1514 Bürgermeister von Köln, wohnhaft im Haus Königstein; ⚭ I. Gertrud von Bacherach; ⚭ II. Aleid von Buschelman von Königsdorf
Johann Rinck, Doktor beider Rechte, wohnhaft im Rinkenhof. Seine Nachfahren waren Calvinisten und bemüht, das Schaffen ihrer Vorfahren zu zerstören. ⚭ Anna Baes gt. Ohligschleger
Aleid Rinck ⚭ Vincenz von Barl, aus Duisburg stammend
Catharina Rinck ⚭ I. N. N. von Isselmund, aus Friesland stammend; ⚭ II. N. N. von Quadt
Margaretha Rinck († 1628, ▭ Geusenfriedhof), wohnhaft im Rinkenhof. Mit ihr erlosch die Familie vollständig. Aufgrund von ihrer Grabstätte lässt sich schließen, dass die Familie Rinck protestantisch war.
Sibilla Rinck
Margaretha Rinck ⚭ Conrad Redinghouen, Bürgermeister von Duisburg
Margaretha Rinck Margaretha Rinck (* 3. September 1517, † 28. Juli 1570) ⚭ Johann von Aich (* 2. Januar 1510, † 12. September 1549), Ratsherr, Sohn des gleichnamigen Bürgermeisters von Köln
Ursula Rinck († 1563) ⚭ Johann Ochs, Doktor beider Rechte
Catharina Rinck ⚭ Godart Kannengießer, Bürgermeister von Köln
Adolf Rinck (* 1472, † 1541), zwischen 1514 und 1539 neunfacher Bürgermeister von Köln, erwarb vom Kölner Kreuzherrn Hermann Kneyart die Häuser zum großen und kleinen Kneyart und errichtete dort ab 1513 das Haus zum goldenen Ring. ⚭ Margaretha Hardenrath
Margaretha Rinck ⚭ Heinrich Baes gt. Ohligschleger, klevischer Kanzler
Anna Rinck ⚭ Johann Hupp
N. N. Rinck
N. N. Rinck
N. N. Rinck
Johann RinckJohann Rinck (urkundlich 1423, † 1464 in Köln, ▭ 1466 in der Marienkapelle), Ratsherr als Vertreter der Gaffel Windeck, ab 1432 Kölner Bürger und Kaufmann. Durch sein kaufmännisches Geschick brachte er der Familie Reichtum und sicherte politische Positionen für seine Familie in Köln. Während seines Lebens stiftete er unter anderem die Marienkapelle in St. Kolumba. Von seinem Hof am Rinckenpfuhl verwaltete er sein Handelsimperium. Neben diesem Hof besaß er auch das Haus Nideggen und zur neuen goldenen Waage auf der Hohe Straße sowie viele andere Immobilien und Renten; ⚭ I. (1426) Gertrud von Blitterswich († 1439); ⚭ II. (1447) Beelgin von Suchtelen, Witwe des Tilmann Questenberg
aus I.: Johann Rinck († 1516), 1516 Bürgermeister von Köln, Mitverfasser der Schrift De verginis Mariae psalterio triplex hecatostichon und Bauherr des Rinkenhofes sowie des benachbarten Hauses Königstein. Nach dem Tod seines Bruders Peter erhielt er den gesamten Rinkenhof. Am 2. März 1512 wurde er in den Adelsstand erhoben. Fahne behauptet, er sei in England gestorben.
Peter Rinck aus I.: Peter Rinck († 8. Februar 1501 in Köln), Doktor beider Rechte, Rektor der Universität zu Köln und Mitglied sowie Wohltäter der Kölner Kartause
Gertrud Rinck ⚭ Johann Dass
Styngin Rinck, Nonne
Wappen
Blasonierung: In Gold ein schreitender, flugbereiter schwarzer Vogel mit einem schwarzen Ring im Schnabel. Auf dem (gekrönten) Helm ein schwarzer Vogelrumpf (zwischen einem schwarzen offenen Flug) mit einem schwarzen Ring im Schnabel. Die Helmdecken sind schwarz-golden.
Literatur
Anton Fahne: Geschichte der kölnischen, jülichschen und bergischen Geschlechter in Stammtafeln, Wappen, Siegeln und Urkunden, Band 1, Heberle, Köln und Bonn 1848, S. 361 f. (hhu.de).
Herbert M. Schleicher (Bearb.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitäts-Bibliothek zu Köln, Band 13 (Mappe 995–1070; Reven–Scheidt gt Weschpfennig) (= Veröffentlichungen der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde e. V., Nr. 88), Köln 1997, S. 110–113.
Cybele Crossetti de Almeida: Führende Kölner Familien im Spätmittelalter. Eine prosopographische Untersuchung. Göttingen 2015, ISBN 978-3-95404-966-0 (PDF; 3,3MB auf cuvillier.de).