Ringknorpel

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Der Ringknorpel (lateinisch Cartilago cricoidea, davon abgeleitet deutsch Krikoid) bildet zusammen mit dem darüberliegenden bzw. kaudal davon gelegenen Schildknorpel, den zwei Stellknorpeln und dem Kehldeckel (Epiglottis) das Kehlkopfskelett. Er besteht aus hyalinem Knorpel, ist wie ein Siegelring geformt und bildet den untersten, zur Luftröhre gelegenen Teil des Kehlkopfskeletts. Zwischen Ringknorpel und dem Schildknorpel befindet sich ein in der Medianlinie tastbares elastisches Band,[1] das Ligamentum cricoideum.

Kehlkopf mit Muskulatur

Der vorne gelegene Ringknorpelbogen (Arcus cartilaginis cricoideae) verdickt sich nach hinten bzw. dorsal zu einer Ringknorpelplatte (Lamina cartilaginis cricoideae). Die Ringknorpelplatte trägt eine mittige Leiste (Crista mediana) und beidseitig je eine Gelenkfläche (Facies articularis arytenoidea) zur Verbindung mit dem Stellknorpel. Am Platten-Ring-Übergang liegt beidseitig je eine Gelenkfläche (Facies articularis thyroidea) zur Verbindung mit dem Schildknorpel.

Der Ringknorpel ist sowohl durch die erwähnten Gelenke als auch über Bänder (Ligamentum cricothyroideum, Ligamentum cricoarytenoideum) mit den angrenzenden Knorpelteilen verbunden. Am Ringknorpel sind verschiedene Kehlkopfmuskeln befestigt:

Koniotomie

Bei der Koniotomie dient das Tasten des Ringknorpels als Orientierung für den Einstich bzw. Einschnitt durch das Ligamentum cricothyroideum.

Siehe auch

Literatur

  • Franz-Viktor Salomon: Atmungsapparat. In: Franz-Viktor Salomon, Hans Geyer, Uwe Gille (Hrsg.): Anatomie für die Tiermedizin. Enke, Stuttgart 2004, ISBN 3-8304-1007-7, S. 324–367.

Einzelnachweise

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