Rio Negrinho
Gemeinde im Bundesstaat Santa Catarina, Brasilien
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Rio Negrinho ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Santa Catarina in der Südregion des Landes. Sie liegt im nördlichen Hochland Santa Catarinas und gehört zur Região Geográfica Imediata de São Bento do Sul-Rio Negrinho. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf 40.132 geschätzt.[2]
| Município de Rio Negrinho Rio Negrinho | |||
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| Koordinaten | 26° 15′ S, 49° 31′ W | ||
| Symbole | |||
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| Gründung | 30. Dezember 1953 (Munizip)[1] | ||
| Basisdaten | |||
| Staat | Brasilien | ||
| Bundesstaat | Santa Catarina | ||
| ISO 3166-2 | BR-SC | ||
| Região intermediária | Joinville (seit 2017) | ||
| Região imediata | São Bento do Sul-Rio Negrinho (seit 2017) | ||
| Höhe | 790 m | ||
| Klima | subtropisches Höhenklima | ||
| Fläche | 907,4 km² | ||
| Einwohner | 40.132 (2025[2]) | ||
| Dichte | 44,2 Ew./km² | ||
| Zeitzone | UTC−3 | ||
| Website | www.rionegrinho.sc.gov.br (brasilianisches Portugiesisch) | ||
| Wirtschaft | |||
| BIP | 1.731.868 Tsd. R$ 44.112 R$ pro Kopf (2023) | ||
| HDI | 0,738 (2010) | ||
Geografie und Klima
Rio Negrinho liegt im Norden des Bundesstaates Santa Catarina auf einer Höhe von etwa 790 Metern über dem Meeresspiegel. Das Gemeindegebiet umfasst 907,420 Quadratkilometer.[2] Neben dem Hauptort umfasst das Município den Distrikt Vila de Volta Grande.[1] Rio Negrinho liegt an regional wichtigen Verbindungen zwischen Joinville, São Bento do Sul, Mafra und dem nördlichen Hochland. Das Klima ist feucht-subtropisch und aufgrund der Höhenlage kühler als in den Küstenregionen Santa Catarinas.
Geschichte
Das Gebiet des heutigen Rio Negrinho wurde bereits früher von Durchreisenden berührt; als dauerhaft besiedelter Ort entwickelte es sich jedoch erst im späten 19. Jahrhundert. Um 1875 ließ sich die erste aus Paraná kommende Familie in der Region nieder. Weitere Familien folgten kurz darauf.[1]
Einen entscheidenden Impuls erhielt die Besiedlung durch die Estrada Dona Francisca. Diese Straße verband die Kolonisationsgebiete im Norden Santa Catarinas mit dem Inneren und wurde um 1880 durch das Gebiet des späteren Rio Negrinho geführt. Beim Bau entstanden Lager, Handelsstellen und Dienstleistungsplätze für Arbeiter, Tropeiros und Fuhrleute. Die Straße wurde 1892 fertiggestellt und förderte die Ausbildung eines kleinen Ortes an der Kreuzung wichtiger regionaler Wege.[1]
Zwischen 1911 und 1913 wurde die Eisenbahnstrecke São Francisco do Sul–Porto União gebaut, an der die Station Rio Negrinho entstand. Die Bahnverbindung verstärkte die wirtschaftliche Entwicklung erheblich. Eine besondere Bedeutung hatte die Holz- und Möbelindustrie. 1913/14 gründeten die Deutschstämmigen Willy Jung und Jorge Zipperer in der Gegend eine Sägerei, aus der später die bekannte Móveis Cimo hervorging. Das Unternehmen entwickelte sich zu einem wichtigen Möbelhersteller Brasiliens und prägte über Jahrzehnte die wirtschaftliche und soziale Entwicklung von Rio Negrinho.[1]
Administrativ wurde der Distrikt Rio Negrinho 1924 geschaffen und dem damaligen Município São Bento unterstellt, dem späteren São Bento do Sul. In den territorialen Gliederungen der folgenden Jahrzehnte blieb Rio Negrinho zunächst ein Distrikt von São Bento do Sul. Am 30. Dezember 1953 wurde Rio Negrinho aus São Bento do Sul ausgegliedert und als eigenständiges Município geschaffen.[1]
Demografie
Wirtschaft
Die Wirtschaft von Rio Negrinho war historisch durch Holzgewinnung, Forstwirtschaft, Erva-Mate, Eisenbahnverkehr und Möbelherstellung geprägt. Die Eisenbahn ermöglichte ab dem frühen 20. Jahrhundert den Abtransport von Holzprodukten und trug zur Ansiedlung von Sägewerken und holzverarbeitenden Betrieben bei.[1] Der Ort verfügt über einen Bahnhof und einen Kleinflughafen.
Religion
Rio Negrinho gehört zum römisch-katholischen Bistum Joinville.

