Riesebyharde

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Die Riesebyharde (dänisch Risby Herred) war eine Harde im mittelalterlichen Dänemark bzw. im Herzogtum Schleswig (Sønderjylland). Sie lag auf der zwischen Schlei und Eckernförder Bucht gelegenen Halbinsel Schwansen.

Administrative Gebiete im Süden Dänemarks um 1250.[1] Die Halbinsel Schwansen (Svansø) war später das Gebiet der Riesebyharde.
Die Harde (6i) im Jahr 1836. Zu dieser Zeit hieß sie Schwansens Güterdistrikt.

Die Harde wurde 1352 unter dem Namen Rysbyherret erstmals schriftlich erwähnt. Die Thingstätte befand sich bei Rieseby.[2] Nach der Etablierung großer Gutshöfe und dem Ende der freien Bauern in Schwansen wurde die Harde administrativ als Schwansens Güterdistrikt innerhalb des Amtes Gottorf gefasst. 1853 wurde das Gebiet Teil der Eckernförder Harde.

Die Südgrenze der Harde bzw. des nachfolgenden Güterdistrikts veränderte sich im Laufe der Jahrhunderte. Beispielsweise gehörte Borby zeitweise der Hüttener Harde an.

An den früheren Thingplatz erinnert heute ein mit den Worten Dingstock und Thingstätte beschrifteter Gedenkstein in Rieseby, ferner auch die dortigen Straßennamen Dingstock und Am Dingstock.

Literatur

  • Indinger, Norwin: Über das Hardewesen und die Riesebyharde. In: Riesebyer Jahrbuch, Bd. 27 (2002), S. 13–20.

Einzelnachweise

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