Rita Grosse-Ruyken

deutsche Künstlerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Rita Maria Walburga Grosse-Ruyken (* 29. November 1948 in Donauwörth) ist eine deutsche Goldschmiedekünstlerin und Bildhauerin. Sie gestaltete u. a. Innenrauminstallationen mit Licht und Klang.

Werdegang

Grosse-Ruyken wuchs auf einem Einsiedelhof bei Donauwörth auf. Nach dem Abitur lebte sie in Südwestfrankreich und studierte zwischen 1970 und 1972 Neuphilologie an der LMU in München.

Von 1971 bis 1977 studierte sie an der Akademie der Bildenden Künste München Goldschmiedekunst bei Franz Rickert und Hermann Jünger, außerdem Philosophie der Ästhetik und der symbolischen Formen bei Aloys Goergen und der Malerei bei Günter Fruhtrunk. Im Rahmen des DAAD studierte sie 1977/1978 in Paris an der École nationale supérieure des beaux-arts de Paris. Sie schloss ihre Studien mit dem Staatsexamen für Kunsterziehung und dem akademischen Hochschuldiplom in Goldschmiedekunst ab.[1]

Zurück in Deutschland arbeitet sie seit Herbst 1978 selbstständig als freischaffende Künstlerin und beschäftigte sich ab dem Jahr 1983 mit Transparenz, Farbe, Licht und Bewegung in Skulpturen. Objekte von Rita Grosse-Ruyken gehören seit Mitte der 1980er Jahre zu den Beständen des internationalen Designmuseums Die Neue Sammlung der Pinakothek der Moderne in München[2][3], des Kunstgewerbemuseums Berlin[4] sowie des MAK, Museum Angewandte Kunst (Frankfurt am Main).

Seit 2008 produziert sie Kunst-Filme.[5] Sie ist Mitglied des Deutschen Künstlerbundes e. V. Berlin[6], des Bundesverbands Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK), der GEMA und der VG Bild-Kunst.

Ausstellungen

Einzelausstellungen (Auswahl)

  • 1981: Der Auftakt zum hohen Reigen – der Körper als Gefäss, mit Krönung, Galerie Kröner, Schloss Oberrimsingen[7]
  • 1985–2005: Installation SONNENDUNST – Zyklus I, Landakademie Rattenbach[8]
  • 1993: L'ESPRIT DE DIEU PLANAIT À LA SURFACE DES EAUX, Deutscher Beitrag zur Kulturstadt Europas, Antwerpen[9]
  • 1994: L`ESPRIT DE DIEU PLANAIT SUR LES EAUX, Licht-Form-Raum-Installation. Die Neue Sammlung, International Design Museum, München[10][11][12]
  • 2003: IM GERICHTSSTAND. Licht-Klang-Form-Raum-Installationen. MAK, Museum Angewandte Kunst (Frankfurt am Main)[13]
  • 2004: DURCHFLUTUNG/RAYS OF LIGHT, Museum of Arts and Design (MAD), New York City & Goethe Institut, New York City[14]
  • 2009: RAYS OF LIGHT – Rita Grosse-Ruyken, MAK, Museum Angewandte Kunst (Frankfurt am Main)[15][16][17][18][19][20][21]
  • 2015: DURCHFLUTUNG AND THE WHITE STONE, ArtCOP21 Agenda culturel Paris Climat 2015[22]
  • 2019: The Power of The Heights Command: DURCHFLUTUNG und DER WEISSE STEIN. Blu-ray-Projektion, Haselbacher Mühle, Triftern[23][24][25]

Gruppenausstellungen (Auswahl)

Literatur

  • Sabine Runde (Hrsg.): Transformationen – RAYS OF LIGHT (Mit Beiträgen u. a. von André Fischer/F-Hindisheim, Aloys Goergen/München, Toni Greenbaum/New York, Richard Hay/Hongkong, Sabine Runde/Frankfurt, Ulrich Schneider/Frankfurt, Hans Wichmann/Starnberg, Friedrich Piel/Falkenberg. Texte in Deutsch und Englisch), Museum für Angewandte Kunst, Frankfurt 2009, ISBN 978-3-88270-110-4[12][58]
  • Rita Grosse-Ruyken (Hrsg.): Der Stein der Weisen / quinta essentia. Landakademie für Kunst und Naturphilosophie, Triftern 2012. (Mit Beiträgen von Aloys Goergen, Harald Szeemann und Hans Wichmann)[59]
  • Rita Grosse-Ruyken: Rita Grosse-Ruyken. In: Caroline Sternberg, Kathrina Rudolph (Hrsg.): Künstler*Innen an der ADBK München. Akademie der Bildenden Künste München, 2023. S. 23–27[60]

Auszeichnungen

  • 1974: Herbert Hofmann-Preis
  • 1976: Benvenuto Cellini-Preis[61]
  • 1990: Staatlicher Förderpreis für junge Künstler und Schriftsteller für den Bereich „Schmuck von Gold- und Silberschmieden“[62]

Kunstfilme

  • 2013: Performance THE DRAWING FROM THE GOLDEN CHALICE in Abu Dhabi[63]
  • 2014: Die Geburt von DURCHFLUTUNG II während der Jahre 1987–1990[64]
  • 2014: LE SOUFFLE DE DIEU PLANAIT À LA SURFACE DES EAUX über die 1993er Performance in Antwerpen[65]
  • 2015: RAYS OF LIGHT, über die gleichnamige Ausstellung 2009[23][66][25]
  • 2006–2019: DURCHFLUTUNG und DER WEISSE STEIN: Ein Film in 12 Kapiteln (Länge: 17,5 Stunden)[23][24][25]
  • 2018: DER EWIGE QUELL, über das zu errichtende „Museum Visionäre Kunst“ in Triftern[67]
  • 2021: Performance DURCHFLUTUNG - DER ERDE in der Pinakothek der Moderne, München[68]

Einzelnachweise

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