Ritual in Transfigured Time

Film von Maya Deren From Wikipedia, the free encyclopedia

Ritual in Transfigured Time ist ein US-amerikanischer kurzer Experimentalfilm von Maya Deren aus dem Jahr 1946. Der schwarzweiße, stumme 16-mm-Film verbindet Alltagsgesten, gesellschaftliche Umgangsformen und modernen Tanz zu einer choreografisch montierten Bewegungsfolge.[1][2]

TitelRitual in Transfigured Time
ProduktionslandVereinigte Staaten
Erscheinungsjahr1946
Längeca. 15 Minuten
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Film
Titel Ritual in Transfigured Time
Produktionsland Vereinigte Staaten
Erscheinungsjahr 1946
Länge ca. 15 Minuten
Stab
Regie Maya Deren
Drehbuch Maya Deren
Produktion Maya Deren
Musik
Kamera Hella Heyman
Besetzung
  • Rita Christiani: junge Frau
  • Anaïs Nin: ältere Frau
  • Frank Westbrook: junger Mann
  • Maya Deren: Auftritt
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Plakat zu Ritual in Transfigured Time

Handlung

Der Film beginnt in einer häuslichen Situation, die als „Ritual“ der Gesten und Handlungen inszeniert ist, und führt anschließend in eine Gesellschaftsszene: Begegnungen, Begrüßungen und Blicke werden so montiert, dass der Eindruck einer durchgehenden Choreografie entsteht.[2] Im weiteren Verlauf geht die Bewegung aus dem Innenraum in eine Tanzsequenz im Freien über.[1]

Hintergrund

Ritual in Transfigured Time ist als stummer 16-mm-Schwarzweißfilm realisiert. Die Kameraarbeit wird in einem Pressedossier zu Deren als von Hella Heyman (Hella Hammid) fotografiert angegeben; zudem wird eine choreografische Zusammenarbeit mit Frank Westbrook erwähnt.[3]

Stil und Themen

In einer Programmankündigung des MoMA wird hervorgehoben, dass Deren die Dialoge der Party-Szene ausspart und durch Montage und Bewegung eine „gesellschaftliche“ Choreografie erzeugt. In einem Programmtext des Berliner Arsenal wird Deren mit der Beschreibung zitiert, Ritual habe mit „nature and process of change“ zu tun.[4] (Interpretierende) Einordnungen betonen die Verbindung von Alltagsgeste und sozialem „Ritual“ sowie die Steigerung von Begrüßungsformen zur performativen Bewegung.[5]

Rezeption und Bedeutung

Der Film wird in Programmen und Kanonisierungen des Avantgarde-Kinos regelmäßig geführt; so ist er Bestandteil der „Essential Cinema“-Liste von Anthology Film Archives.[6] In kuratierten Präsentationen wird er zudem als ein zentraler Beitrag zu Derens Tanzfilmen beschrieben, der Choreografie und zeiterzeugende filmische Effekte verbindet.[7]

Literatur

  • Bill Nichols (Hrsg.): Maya Deren and the American Avant-Garde. University of California Press, Berkeley 2001, ISBN 978-0-520-22732-3.
  • Maya Deren: Essential Deren: Collected Writings on Film. Documentext, Kingston (NY) 2005, ISBN 978-0-929701-65-3.
  • P. Adams Sitney: Visionary Film: The American Avant-Garde, 1943–2000. 3. Auflage. Oxford University Press, Oxford/New York 2002, ISBN 978-0-19-514886-2
Commons: Ritual in Transfigured Time – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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