Robert Hutt
deutscher Sänger
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Leben
Hutts Eltern waren der Schumacher David Hutt und seine Ehefrau Marie, geb. Siegel. Er war ursprünglich Ingenieur. Der Dirigent Felix Mottl entdeckte seine gesanglichen Fähigkeiten, worauf eine entsprechende Ausbildung bei Wilhelm Guggenbühler (Karlsruhe) und Julius Kniese (Bayreuth) erfolgte. Ab 1901 sang Hutt im Chor des Karlsruher Hoftheaters, dann bis 1904 als Solist. Von 1904 bis 1911 war er am Opernhaus Düsseldorf engagiert, 1911 bis 1917 an der Oper Frankfurt und 1917 bis 1928 an der Staatsoper Berlin. Er gastierte an vielen anderen Opernhäusern, darunter 1923 bis 1924 als Teilnehmer einer Gastspiel-Tournee der „Wagnerian Opera Festival Company“ unter Leitung von Leo Blech in den USA. Noch 1929 trat er am Berliner Metropol-Theater in der Oper Die schöne Helena auf.
Er wurde besonders als Interpret von Richard Wagner geschätzt, so sang er mehrfach den Walther von Stolzing in den Meistersingern. Sein Repertoire umfasste jedoch eine große Zahl von weiteren Rollen, zum Beispiel Manrico im Troubadour, den Herzog in Rigoletto, Hüon in Oberon, Raoul in den Hugenotten, Radames in Aida, die Titelrolle in Don Carlos, Alvaro in La forza del destino, Turiddu in Cavalleria rusticana, Lyonel in Martha und Don José in Carmen.
1907 heiratete er in München die Sopranistin Ernesta Delsarta, die dann auch unter dem Namen Anna Hutt auftrat.
Robert Hutt verstarb im Alter von 63 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls in einer Privatklinik in Berlin-Schöneberg.[2]
Literatur
- Karl-Josef Kutsch, Leo Riemens: Großes Sängerlexikon. Vierte erweiterte und aktualisierte Auflage, Band 3 Frane–Kaidanoff, K.G. Saur, München 2003, ISBN 3-598-11598-9, S. 2179