Robert Skuppin
deutscher Hörfunkjournalist
From Wikipedia, the free encyclopedia
Robert Dieter Heinrich Skuppin (* 1964 in Cham, Bayern) ist ein deutscher Journalist.[1] Seit 2025 ist er Programmdirektor des Rundfunks Berlin-Brandenburg.
Leben
Nach einem Studium der Publizistik, Politologie und Geschichte arbeitete Skuppin ab 1988 als Nachrichtenredakteur bei Radio 100. Später wechselte er zu Radio 4U des SFB. Danach moderierte er mit Volker Wieprecht bei Fritz und ab 1999 die Morgenshow bei Radioeins. Mit Wieprecht gründete er auch die Veranstaltungsagentur der apparat. Seine Anteile verkaufte er beim Wechsel auf den Chefposten bei Radioeins an die rbb media, eine Tochterfirma des rbb.[2][3] Er war von 2011 bis 2023 Programmchef beim Sender Radio Eins des RBB.[4][5] In seiner Amtszeit wurden der damaligen, ihm unterstehenden, Musikchefin des Senders, Anja Caspary, „Machtmissbrauch und unangemessenes Verhalten gegenüber Untergebenen und freien Mitarbeitern“ vorgeworfen. Caspary erhielt in der Folge neue Aufgaben im rbb.[6] 2023 übernahm Skuppin die Leitung der Contentbox Kultur des rbb.[7] Seine Nachfolgerin bei Radio Eins wurde Dorothee Hackenberg.
Am 26. September 2025 wurde bekannt, dass Intendantin Ulrike Demmer ihn dem Rundfunkrat des rbb als Programmdirektor vorschlagen will.[8] Als „Macher, der wenig Gespür für Compliance-Regelwerke hat und viel von Netzwerken versteht“, als ein „Mann, der viele Erfolge in der Vergangenheit hatte – aber nicht für eine moderne Zukunft“ stehe, wurde Skuppins Berufung vom Personalrat abgelehnt. „Er habe ‚immer wieder‘ dafür gesorgt, ‚dass Menschen weinend die Mitarbeitendenvertretungen“ angerufen hätten, „weil sie sich nicht nur persönlich, sondern auch ihre Arbeit in großer Bedrängnis“ gesehen hätten.[9] Gleichwohl wählte der Rundfunkrat Skuppin am 1. Oktober 2025 zum neuen rbb-Programmdirektor.[10] Diesen Posten trat er zum 16. Oktober 2025 an.
Weblinks
- Robert Skuppin auf der Website des Rundfunks Berlin-Brandenburg
- Nana Heymann: Volker Wieprecht und Robert Skuppin – Held gegen Hampelmann. In: tagesspiegel.de. 23. Januar 2012.