Robert Weir Allan
britischer Maler
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Leben
Robert Weir Allan wurde 1852 in Glasgow als Sohn des Lithografen David Allan geboren. Er war zunächst Autodidakt und stellte bereits 1873 erste Ölgemälde in Glasgow aus, die wegen ihrer atmosphärischen Wirkung Beachtung fanden. Ende der 1870er Jahre hielt er sich zu Studienzwecken in Paris auf, wo er im Atelier von Tony Robert-Fleury (Académie Julian) sowie bei Alexandre Cabanel arbeitete. Ab 1881 lebte Robert Weir Allan in London. Er wurde 1880 Mitglied der Royal Scottish Society of Painters in Watercolour, deren Vizepräsident er von 1908 bis 1910 war und 1886 Mitglied des New English Art Club. Robert Allan unternahm zahlreiche Studienreisen, unter anderem nach Holland, Belgien und Frankreich, aber auch nach Indien (1891/1892) und Japan (1907). Besondere Aufmerksamkeit erregte sein Gemälde The Funeral of Carlyle, das zuerst in Glasgow und anschließend in der Royal Academy in London gezeigt wurde. Robert Weir Allan blieb bis ins hohe Alter künstlerisch aktiv und verstarb im Mai 1942 in London.[1]
Werk

Robert Allan machte sich ab etwa 1873 mit atmosphärischen, lebendig wirkenden Landschaften in Öl einen Namen. Nach seinem Aufenthalt in Paris wandte er sich zunehmend der Plein-Air-Malerei zu und verwendete vorwiegend Aquarellfarben, die in den folgenden Jahrzehnten sein Hauptmedium blieben. Er bevorzugte Motive wie Küstenlandschaften, Häfen, Fischerboote und Fischerdörfer, insbesondere aus dem Nordosten Schottlands. Sein Kolorit gilt als fein und gedämpft, oft silbrig nuanciert, und erinnert in der Stimmung an die Arbeiten von Colin Hunter. Auf seinen Reisen entstanden zahlreiche Aquarelle von Städten und Häfen. Die Arbeiten aus Indien und Japan zeigen im Vergleich zu seinen heimatlichen Landschaften eine sachlichere, weniger lyrische Grundhaltung. Allan schuf zudem Radierungen und Mezzotinto-Blätter.[1]
Seine Werke befinden sich unter anderem in den Sammlungen von Aberdeen, Birmingham, Edinburgh, Glasgow, Hull, Leeds, Liverpool (Walker Art Gallery), Manchester, Sheffield, Santiago de Chile, Sydney und Venedig. Allan stellte seit 1873 regelmäßig aus, unter anderem am Glasgow Institute of the Fine Arts, bei der Royal Academy in London, beim New English Art Club, beim Royal Institute of Oil Painters, bei der Fine Art Society, in der Grosvenor Gallery, bei der Royal Scottish Academy und in zahlreichen britischen Museen. Bei den Weltausstellungen in Paris 1889 und 1900 wurde er mit einer Silber- bzw. Bronzemedaille ausgezeichnet.[1]
Literatur
- Alexander Wilson: A dictionary of British marine painters, A & C Black Publishers Ltd, 1970.
- Martin Hardie: Water-colour painting in Britain, Batsford , 1966.
- Denys Brook-Hart: British 19th Century Marine Painting, ACC Art Books, 1976.
- Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 1: A – Bedeschini. Paris, 2006.
Weblinks
- Allgemeines Künstlerlexikon Online / Artists of the World Online, De Gruyter, 2009.
