Rodolphe Fornerod

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Rodolphe Louis Émile Fornerod (* 22. Juni 1877 in Lausanne; † 19. September 1953 in Épiais-Rhus, Département Seine-et-Oise) war ein Schweizer Maler, Zeichner und Illustrator, der in Frankreich tätig war.

Leben

Der Zopf (ca. 1950); Öl auf Karton

Rodolphe Fornerod wurde am 22. Juni 1877 als Sohn von Charles Auguste Fornerod und dessen Ehefrau Marie Jeanne Françoise Fornerod geb. Delisle in Lausanne geboren.[1] Er studierte in den Jahren 1898 bis 1904 an der École des Beaux-Arts und der Académie Julian in Paris, wo er auch später noch seinen Wohnsitz hatte. Seine Lehrer waren Jules Lefebvre und Tony Robert-Fleury. Mehrere Studienreisen führten ihn nach Spanien; stark beeinflusst wurde er durch Velázquez, Goya und El Greco.[2]

Am 28. Juli 1903 heiratete er die in Paris geborene Antoinette Gargallo (1883–1972),[1] die jüngere Schwester des Malermodells Germaine Pichot,[3][4] die wohl spanischer Abstammung war. Germaine und ihre Freundin Louise Lenoir („Odette“) waren mit Pablo Picasso liiert gewesen.[5]

Ab 1905 stellte Fornerod bei den Artistes indépendants und im Salon d’Automne aus, später auch bei der Société Nationale in Paris, im Salon de La Libre Esthétique in Brüssel,[6] in Genf und 1909 und 1913 im Kunsthaus Zürich.[2]

Rodolphe Fornerod starb am 19. September 1953 im Alter von 76 Jahren in dem Dorf Épiais-Rhus etwa 35 km nordwestlich von Paris, wo er zeitweise gelebt und sein Atelier gehabt hatte.[6]

Das Musée cantonal des beaux-arts de Lausanne besitzt ein Gemälde Fornerods mit dem Titel Der Zopf;[7] das Pariser Musée National d’Art Moderne im Centre Pompidou besitzt ein 1946 vom französischen Staat gekauftes Ölgemälde Printemps à Epiais („Frühling in Epiais“).[8]

Literatur

  • Emile Butticaz: Schweizerisches Künstler-Lexikon – Dictionnaire des Artistes Suisses. Hrsg.: Carl Brun. Band 4: Supplement A–Z. Von Huber & Co, Frauenfeld 1917, S. 160 (Textarchiv – Internet Archive).

Einzelnachweise

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