Rokhaya Diallo

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Rokhaya Diallo (* 10. April 1978 in Paris) ist eine französische Journalistin, Autorin und Dokumentarfilmerin.[1][2]

Rokhaya Diallo (2017)

Leben

Diallo wurde als Tochter senegalesischer und gambischer Eltern geboren und wuchs in Arbeiterquartieren im Norden von Paris und der Banlieue auf.[3][1] Sie orientierte sich schon als Kind an weiblichen Berufsfiguren aus Fernsehserien und nahm ihre soziale Herkunft zunächst nicht als Grenze wahr.[4] Ihr Weg in die Medien und den Journalismus entstand ursprünglich nicht als geplante Berufslaufbahn.[4]

Wirken

Im Jahr 2007 gehörte Diallo zum Gründungskreis der antirassistischen Vereinigung Les Indivisibles.[5] Die Vereinigung machte insbesondere mit den parodistischen Y’a bon Awards auf rassistische Äußerungen im öffentlichen Raum aufmerksam.[5] Ihr Dokumentarfilm Les Réseaux de la haine (2014) behandelt die Entgleisungen sozialer Netzwerke.[6] Unter ihren Arbeiten sind zudem der preisgekrönte Dokumentarfilm Steps to Liberty sowie Acting While Black: Blackness on French Screens zu nennen.[2] Sie war auch Regisseurin des Dokumentarfilms Où sont les Noirs ?[7] Seit 2024 veröffentlicht sie außerdem als Europe-Kolumnistin im Guardian.[8] 2025 erschien ihr Buch Dictionnaire amoureux du féminisme vor.[9] Diallo wurde wiederholt Ziel rassistischer und sexistischer Anfeindungen; so wurde im Jahr 2014 ein Mann verurteilt, der im Vorjahr im Netz zu ihrer Vergewaltigung aufgerufen hatte.[10]

Commons: Rokhaya Diallo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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