Roland Krischke

deutscher Literaturwissenschaftler From Wikipedia, the free encyclopedia

Roland Krischke (* 1967 in Heidelberg) ist ein deutscher Literaturwissenschaftler und seit 2016 Direktor des Lindenau-Museums Altenburg.[1]

Leben

Roland Krischke studierte in Heidelberg, Münster und Wien Romanistik, Slawistik und Philosophie. Später absolvierte er ein Promotionsstudium in Germanistik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. Thema seiner 2006 abgeschlossenen Dissertation war das Werk des aus Bruchsal stammenden Schriftstellers und Journalisten Emil Belzner.[2]

Von 1995 bis 1998 arbeitete Krischke im Heidelberger Museum Haus Cajeth. Von 2002 bis 2007 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Landesmuseum Mainz sowie in der Max-Slevogt-Galerie auf Schloss Villa Ludwigshöhe in Edenkoben und arbeitete dort an der Neukonzeption des Landesmuseums sowie an Ausstellungen in Mainz und Edenkoben mit.[3] Von 2007 bis 2013 baute er bei der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha als Direktor Kommunikation und Bildung[4] das entsprechende Referat auf.[5]

Im Jahre 2014 gründete er gemeinsam mit Roman Pliske in Heidelberg den Morio Verlag als Imprint des Mitteldeutschen Verlages.[6] Im Morio Verlag erscheint u. a. die von Krischke herausgegebene Reihe der „Stationen“, für die er mit Schopenhauer in Gotha[7] und Turgenjew in Heidelberg[8] (noch für den Mitteldeutschen Verlag) zwei Bände selbst verfasste.

2016 übernahm Krischke die Position als Direktor des Lindenau-Museums Altenburg.[9] Ein Jahr später legte er mit „Der Leuchtturm an der Blauen Flut – Das Lindenau-Museum und die Altenburger Trümpfe“ einen Masterplan für die Zukunft des Museums vor, dessen Umsetzung die Bundesrepublik Deutschland und der Freistaat Thüringen seit 2018 mit erheblichen Mitteln ermöglichen.[10] Seit 2017 ist Krischke Vorstandsvorsitzender der dem Lindenau-Museum nahestehenden Stiftung Gerhard Altenbourg, die den Nachlass des Künstlers Gerhard Altenbourg betreut.[11] 2019 wurde Krischke in den Vorstand des Museumsverbandes Thüringen gewählt. Im September 2023 wurde er zum Präsidenten des Museumsverbandes Thüringen gewählt, nachdem er das Amt zuvor bereits seit September 2022 kommissarisch innehatte.[12][13] Seit 2020 ist Krischke zudem Mitglied des Kuratoriums der Kulturstiftung Thüringen.[14]

Mitgliedschaften (Auswahl)

Auszeichnungen

Publikationen (Auswahl)

Herausgeberschaften

  • Dieter Blume: Ein Engel im Atelier – Zu Gast bei Gerhard Altenbourg. Herausgegeben für die Stiftung Gerhard Altenbourg. Mit einem Nachwort von Roland Krischke. Wallstein, Göttingen 2021, ISBN 978-3-8353-3914-9.
  • Grünes im Quadrat – Historische Gärten im Altenburger Land (Katalog zu den Ausstellungen im Naturkundemuseum Mauritianum, Residenzschloss Altenburg, Lindenau-Museum und Museum Burg Posterstein 2021). Sandstein Verlag, Dresden 2021, ISBN 978-3-95498-608-8.
  • Buben, Damen, Könige – Rolf Szymanski und Gerhard-Altenbourg. Katalog zur Ausstellung im Lindenau-Museum Altenburg vom 18. März bis 24. Juni 2018. Herausgegeben für das Lindenau-Museum. Lindenau-Museum, Altenburg 2018, ISBN 978-3-86104-142-9.
  • Bella Italia – Das Museum Haus Cajeth Heidelberg zu Gast im Lindenau-Museum. Begleitband zur Ausstellung im Lindenau-Museum Altenburg, 23. Juli bis 15. Oktober 2017. Herausgegeben für das Lindenau-Museum. Lindenau-Museum, Altenburg 2017, ISBN 978-3-86104-137-5.
  • Palmyra – Zerstörte Erinnerung. Begleitband zur Ausstellung im Lindenau-Museum Altenburg, 2. April bis 2. Juli 2017. Herausgegeben für das Lindenau-Museum. Lindenau-Museum, Altenburg 2017, ISBN 978-3-86104-133-7.
  • Egon Hassbecker: Haspelgasse 12 in Heidelberg – Erinnerungen eines Bildersammlers. Herausgegeben mit Barbara Schulz. Wallstein, Heidelberg 2016, ISBN 978-3-945424-24-7.
  • Fritz Wildhagen: Afrika kam durch die Luft. Erinnerungen, Novellen, Capricci. Hrsg. und mit einem Nachwort versehen. Elfenbein, Heidelberg 1998, ISBN 978-3-932245-10-7.
  • Friedrich Burschell: Erinnerungen 1889–1919 (= Veröffentlichungen des Stadtarchivs Ludwigshafen am Rhein, Band 23). Ludwigshafen 1997, ISBN 978-3-924667-27-6.
  • Kurt Wildhagen – Der Weise von Heidelberg. Ein Buch zur Ausstellung in der Stadtgeschichtlichen Abteilung des Kurpfälzischen Museums der Stadt Heidelberg; 5. Nov. 1997 bis 18. Jan. 1998. Hrsg. für das Kurpfälzische Museum mit Frieder Hepp. Mit einem Vorwort von Frieder Hepp und Beiträgen von Michael Buselmeier, Susanne Himmelheber, Roland Krischke und Michael Philipp. Heidelberger Verlagsanstalt, Heidelberg 1997, ISBN 978-3-8253-7110-4.

Einzelnachweise

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