Rolf Roeder
deutscher Industrie-Designer und Hochschullehrer
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Rolf Roeder (* 23. August 1939 in Magdeburg) ist ein deutscher Industrie-Designer und war Hochschullehrer.
Leben und Werk

Roeder absolvierte ab 1953 eine Lehre als Bauschlosser. Danach arbeitete er in seinem Beruf und von 1958 bis 1960 als Werftarbeiter. Von 1960 bis 1963 studierte er an der Fachschule für angewandte Kunst Magdeburg. Danach arbeitete er als Gestalter in Betrieben der Metallindustrie, darunter 1963/1964 im VEB Leichtmetallwerk Rackwitz. 1968 war er Mitarbeiter des Bezirks-Wirtschaftsrats Dresden.
Von 1968 bis 1972 machte er ein Fernstudium zum Formgestalter an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle Burg Giebichenstein. Für das Diplom erarbeitete er eine Konzeption für das Design von Luftheizgeräten.[1]
Ab 1969 war Roeder Mitarbeiter des zum VEB Kombinat ILKA Luft- und Kältetechnik gehörenden Instituts für Luft- und Kältetechnik Dresden, ab 1979 als Leiter der Abteilung Formgestaltung. Er designte u. a. 1976/1977 für den VEB Feutron Greiz[2] die IV. Generation von Klimaprüfkammern zur Umweltsimulation.
Die unter seiner Leitung designte und vom VEB Maschinenfabrik Nema Netschkau produzierte Thermobarokammer wurde 1984 auf der Leipziger Frühjahrsmesse mit dem Zeichen Gutes Design ausgezeichnet.[3]
Im Zuge der Privatisierungen nach der deutschen Wiedervereinigung wurde Roeder 1990 entlassen. Er begann in Dresden freischaffend zu arbeiten und gehörte 1990 zu den Gründern der heute nicht mehr existierenden Ateliergemeinschaft „dresdner souterrain“. U. a. designte er für den öffentlichen Raum in Dresden einen Trinkbrunnen.[4]
1994 wurde Roeder zum Professor für Technisches Design an der heutigen Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle berufen. 2004 schied er aus dem aktiven Hochschuldienst aus.
Fachpublikationen Roeders in der DDR (Auswahl)
Teilnahme an zentralen und wichtigen regionalen Ausstellungen in der DDR
- 1974, 1979 und 1985: Dresden, Bezirkskunstausstellung
- 1977 bis 1988: VIII. bis X. Kunstausstellung der DDR
- 1983: Leipzig, Messehaus am Markt („Kunst und Sport“)
Literatur
- Heinz Hirdina: Gestalten für die Serie. Design in der DDR. 1949–1985. Verlag der Kunst, Dresden 1988, S. 226, 304, 386.
- Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Le-ben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 778/779.