Rolf Saalfrank

deutscher Chemiker und Hochschullehrer From Wikipedia, the free encyclopedia

Rolf W. Saalfrank (* 12. Januar 1940 in Fürth, Bayern) ist ein deutscher Professor für organische Chemie an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg.

Rolf W. Saalfrank studierte Chemie an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg und promovierte dort am 24. Juli 1970 über das Thema Synthese und Umsetzung von Keten-diäthylacetal-ylidentriphenylphosphoran zum Dr. rer. nat.[1] Nach einem Post-Doc-Aufenthalt bei Professor Donald G. Farnum (Michigan State University, East Lansing, Michigan, USA) arbeitete er am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg bei D. Schmähl. Im Jahre 1973 kehrte er an die Universität Erlangen-Nürnberg zurück und habilitierte sich 1976 über das Thema Push-Pull substituierte Allene.[2][3] 1980 wurde er zum Professor für organische Chemie ernannt. Im selben Jahr war er auch als Gastprofessor am Département de Physique Cristalline et Chimie Structurale, Universität Rennes I, Frankreich. Es folgte 1990 ein Forschungsaufenthalt bei Jean-Marie Lehn in Straßburg. Von 1993 bis 1996 hatte Saalfrank die Lehrstuhlvertretung für Gerhard Binsch an der LMU München inne. 1995 wurde er Overseas Visiting Scholar, Universität Cambridge, St. John’s College, Cambridge in England. Die Ernennung zum Extraordinarius erfolgte 1997.

Von Oktober 2007 bis September 2009 übernahm Saalfrank die Vertretung des Lehrstuhls für organische Chemie I an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg.

Forschungsschwerpunkt: Allene, metallo-supramolekulare Chemie.[4]

Der Wandel der supramolekularen Chemie hin zur supramolekularen Koordinationschemie wurde von Saalfrank und seinem Team mit eingeläutet und stark mit geprägt. Die erste Ein-Topf-Synthese eines M4L6-Käfigs wurde bereits 1988 veröffentlicht.[5] Zu dieser Zeit galt die spontane Bildung eines solchen Clusters als „Shotgun-Chemie“. Sehr schnell zeigte sich, dass diese Methode allgemein anwendbar ist. Wichtig ist, dass die supramolekulare Koordinationschemie bestimmten Regeln folgt; diese Leitlinien in der supramolekularen Koordinationschemie sind typischerweise die Koordinationsgeometrie und die Oxidationsstufen der Metalle sowie die Geometrie und die Denticität der Liganden. Dieses Konzept eröffnet ein enormes Potenzial für Improvisation und Kreativität.[6] Seit diesen grundlegenden Arbeiten von Saalfrank, Makoto Fujita, Kenneth N. Raymond, Peter J. Stang und anderen wurde eine enorme Vielfalt an Käfigverbindungen, einschließlich MOFs, synthetisiert.

Werke

Mehr als 160 wissenschaftliche Publikationen.

Einzelnachweise

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