Rollplatz 9

Bauwerk in Weimar From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Haus Rollplatz 9 ist ein denkmalgeschütztes Wohnhaus aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Es befindet sich an der Westseite des Rollplatzes in der Jakobsvorstadt von Weimar.

Rollplatz 9

Geschichte

Bis zur Umgestaltung des Rollplatzes in der Mitte des 19. Jahrhunderts gehörte das Gebäude zur Rollgasse. Ihre ursprüngliche Parzelle, die 1905 geteilt wurde, reichte weiter südwärts. Äußerlich ist der Bau schlicht gestaltet, beherrscht durch seine Größe jedoch die Westseite des Rollplatzes. Dass er der Barockzeit angehört ist eigentlich nur dem korbbogigen Werksteinportal in der Mittelachse zu ersehen. Der Bau ist symmetrisch. Der dreigeschossige, neunachsige Bau wird durch einen knapp vorgesetzten Mittelrisaliten mit Dreiecksgiebel um ein dreiachsiges Stockwerk erhöht. Die Fenstergewände sind profiliert. In den verputzten Obergeschossen als Holzfachwerk sind die axial gebundenen Fenster mit schlichten Putzrahmen versehen. Der Grundriss der Obergeschosse wurde bei der Sanierung 1999/2000 teilweise aufgegeben. Die baugebundene Ausstattung besteht aus einer klassizistischen Holztreppe mit Stab- und Stabbalustergeländer, Dielenfußböden und Stuckdecken. Aus der Barockzeit sind die Dachkonstruktion mit Kehlbalkendach mit liegenden Stuhl und das aus Bruchstein gemauerte Tonnengewölbe des Kellers erhalten.[1] In diesem Hause wohnte Julius Grosse.[2] Es befand sich hier eine Gedenktafel.[3] Das Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte jedenfalls erwähnte es noch.[4] In der Gedenktafelliste ist diese aufgeführt, jedoch ohne Abbildung und sonstigen Vermerk.[5]

Einzelnachweise

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