Romain Cayla
französischer bildender Künstler
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Romain Cayla (* 22. Juli 1982 in Paris), bekannt unter den Namen Romano oder Romanoartist, ist ein französischer bildender Künstler, der in der Figuration narrative arbeitet. Er ist sowohl für seine Arbeiten auf Leinwand als auch für seine künstlerischen Interventionen im öffentlichen Raum bekannt und ist Mitglied des unabhängigen Pariser Street-Art-Kollektivs LeMouvement.

Biografie
Romano wurde 1982 in Paris geboren. Er besuchte Abendkurse an der École nationale supérieure des Beaux-Arts de Paris, während er gleichzeitig als Art Director in einer Kommunikationsagentur tätig war.[1]
Künstlerische Laufbahn
2013 gründete Romano zusammen mit den Künstlern Riks und Tiez das Pariser Kollektiv Le Mouvement. Das Kollektiv verfolgt das Ziel, Bürger durch urbane Kunst und kollaborative Gestaltung miteinander zu verbinden. Eines ihrer bekanntesten Projekte, „Les parapluies“, besteht aus fotografischen Collagen von Pariser Paaren unter Regenschirmen, die in verschiedenen Vierteln angebracht wurden.[2]
2017 schuf Romano an der Fassade des Point Éphémère in Paris ein monumentales Wandbild mit dem Titel Gabin & Aïssa (3 × 5 m). Das Werk zeigt eine symbolische Begegnung zwischen dem Schauspieler Jean Gabin und einer zeitgenössischen Frau, Aïssa, vor einem farbigen Glasfenster, das auf die drei monotheistischen Religionen verweist.[1]
2018 nahm er an einem internationalen Street-Art-Projekt in Hongkong teil, bei dem die Straßenbahn der Stadt mit Werken internationaler Künstler versehen wurde und damit seine Präsenz in der globalen urbanen Szene unterstrichen wurde.[3]
Parallel zu seiner künstlerischen Tätigkeit profilierte sich Romain Cayla als Produzent im Bereich zeitgenössische Kunst, Streetart, Musik und Film. Über den von ihm geleiteten Verein Européens Sans Frontières produziert er Projekte, die künstlerische Gestaltung, bürgerschaftliches Engagement und kulturelle Innovation verbinden. Seine Arbeiten wurden unter anderem von ARTE, France Télévisions, Euronews und Canal+ verbreitet.[4][5]
Er arbeitete mit europäischen Künstlern für monumentale Wandbilder zusammen, häufig im Kontext kultureller Institutionen wie dem Centre Pompidou, Paris Habitat oder der Stadt Paris. Er entwickelte auch digitale Vermittlungsformate wie virtuelle Museen (z. B. das Projekt *Ode2Joy+*).[6]
Seine Werke verbinden französischen Klassizismus und die Hip-Hop-Kultur der 1990er Jahre, eine Dualität, die seine Reflexion über gesellschaftliche Vielfalt prägt.[1]
Techniken und Stil
Romano kombiniert traditionelle Maltechniken mit Street Art. Sein Stil verbindet französischen Klassizismus und die Ästhetik der Hip-Hop-Kultur der 1990er Jahre.[1]
Ausstellungen und öffentliche Interventionen
Galerieausstellungen
- 2017: Vivre, Artelie Gallery, Paris; Change, Modus Art Gallery, Paris
- 2018: Urban Art Fair Paris, Soloausstellung
- 2019: Annual Show, OD Gallery, Amsterdam; Dehors dedans, WallWorks Gallery, Paris
- 2020: Urban Art Fair New York; Urban Art Fair Paris
- 2022: Collages, präsentiert im Rahmen von Art Basel Hongkong
- 2023: Group Show, Elya Gallery, Paris
- 2024: Urban Art Fair Paris, internationale Messe
Auftragsarbeiten und Wettbewerbe

- 2019: Hockney revisited, Auftrag des Office de Tourisme de Paris und des Centre Pompidou
- 2021: Refugees Welcome Porte de la Chapelle, Auftrag von Emmaüs Solidarité
- 2022: Power and Love, Hongkong
- 2023: Aïssa et Gabin, Ourcq-Kanal-Festival
- 2024: L’Arche de Noé, 50-Meter-Wandbild in Auxerre
- 2025: Caricartoons, Auftrag von Reporters sans frontières[9]