Roman Fress

deutscher Profiboxer kasachischer Herkunft im Cruisergewicht From Wikipedia, the free encyclopedia

Roman Fress (* 20. März 1994 in Woswyschenka, Kasachstan) ist ein deutscher Profiboxer kasachischer Herkunft im Cruisergewicht. Er wird vom Weltverband WBO auf Rang 1 der Herausforderer geführt.[1]

GeburtsnameRoman Fress
Geburtstag20. März 1994
GeburtsortWoswyschenka
NationalitätDeutschland Deutschland
Schnelle Fakten Daten, Geburtsname ...
Roman Fress
Daten
Geburtsname Roman Fress
Geburtstag 20. März 1994
Geburtsort Woswyschenka
Nationalität Deutschland Deutschland
Gewichtsklasse Cruisergewicht
Stil Linksausleger
Größe 1,91 m
Kampfstatistik als Profiboxer
Kämpfe 25
Siege 23
K.-o.-Siege 13
Niederlagen 1
Unentschieden 1
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Amateurkarriere

Fress trainierte beim Boxclub Troisdorf,[2] dem Kölner SC Colonia 06[3] und dem Velberter BC.[4] Er wurde 2008 Deutscher Meister der Kadetten (70 kg)[5] und gewann 2009 im Mittelgewicht eine Bronzemedaille bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Jerewan.[6] 2010 wurde er Deutscher Juniorenmeister (80 kg)[7] und nahm im selben Jahr an der Junioren-Europameisterschaft in Lwiw teil, wo er erneut eine Bronzemedaille (80 kg) gewann.[8]

2011 wurde er unter anderem mit einem Sieg gegen Tom Schwarz Deutscher Jugendmeister im Schwergewicht[9] und war Teilnehmer der Jugend-Europameisterschaft desselben Jahres in Dublin, wo er im Viertelfinale gegen Heworh Manukjan ausschied.[10] 2012 wurde er erneut Deutscher Jugendmeister, diesmal im Halbschwergewicht[11] und war auch Achtelfinalist der im gleichen Jahr ausgetragenen Jugend-Weltmeisterschaft in Jerewan.[12]

2013 gewann er im Schwergewicht die Deutsche Meisterschaft der U21[13] und erkämpfte beim selben Event 2014 die Silbermedaille im Schwergewicht, nachdem er im Finale gegen Albon Pervizaj unterlegen war.[14] Bei der Deutschen Meisterschaft der Erwachsenen 2014 erkämpfte er eine Bronzemedaille im Schwergewicht, nachdem er im Halbfinale gegen Artur Mann ausgeschieden war.[15]

2015 war er Teilnehmer der Europameisterschaft in Samokow, wo er im Schwergewicht erst im Viertelfinale gegen Igor Jakubowski verlor.[16] Bei der Weltmeisterschaft desselben Jahres in Doha besiegte er Jason Whateley, ehe er im Achtelfinale gegen Yamil Peralta ausschied.[17]

Fress boxte darüber hinaus in Länderkämpfen und bei internationalen Turnieren, sowie in der 1. Bundesliga.[18][19] 2016 bestritt er für das Team Puerto Rico Hurricanes einen Kampf in der internationalen Liga WSB, den er gegen Abdulqədir Abdullayev verlor.[20]

Profikarriere

Im Dezember 2017 wurde er vom Magdeburger Boxstall SES unter Vertrag genommen, sein Trainer wurde Robert Stieglitz.[21][22] Er gewann sein Debüt am 3. Februar 2018[23] und boxte in seinem fünften Kampf am 27. Oktober 2018 um die vakante Deutsche Meisterschaft des BDB im Cruisergewicht, wobei er einstimmig nach Punkten gegen Björn Blaschke gewann.[24] Nach vier weiteren Kämpfen gewann er auch den Titel des Internationalen Deutschen Meisters (BDB) im Cruisergewicht, nachdem ihm ein Sieg durch einstimmige Entscheidung gegen den Italiener Matteo Rondena gelungen war.[25] Nach einer folgenden Titelverteidigung per TKO gegen den Tschechen Daniel Vencl[26], gewann Fress am 12. Dezember 2020 mit einem K.o.-Sieg gegen Erdogan Kadrija erneut den Titel des Deutschen Meisters im Cruisergewicht.[27]

Am 5. Juni 2021 boxte er in Magdeburg um den Interkontinentalen Meistertitel der WBO und siegte durch K.o. in Runde 6 gegen den ebenfalls ungeschlagenen Belgier Kamel Kouaouch, wodurch er in die Rangliste der Top 15 des Verbandes aufstieg.[28] Nach einer Titelverteidigung durch einstimmige Entscheidung gegen den Italiener Luca D’Ortenzi[29], verlor er den zweiten Verteidigungskampf am 14. Mai 2022 durch Mehrheitsentscheidung der Punktrichter (Split Decision) gegen den Kosovaren Armend Xhoxhaj.[30]

Am 1. April 2023 wurde Fress mit einem K.o.-Sieg gegen Roman Gorst erneut Deutscher Meister (BDB) im Cruisergewicht[31] und gewann auch seinen folgenden Kampf am 15. Juli 2023 durch einen Erstrunden-K.o. gegen den ungeschlagenen Kolumbianer Edwin Mosquera.[32] Am 7. Oktober 2023 besiegte er den Serben Milosav Savić per TKO und erhielt dadurch den Interkontinentalen Meistertitel der IBO.[33]

Nach einem folgenden Sieg durch einstimmige Entscheidung gegen den ungeschlagenen Enes Yardımcı[34], boxte er am 24. August 2024 in Magdeburg um den vakanten Internationalen Meistertitel des WBC und gewann einstimmig gegen den ebenfalls unbesiegten Yasin Başar.[35] Den Titel verteidigte er am 2. November 2024 durch K.o. gegen den Österreicher Stefan Nikolić.[36]

Am 17. Mai 2025 konnte er in Magdeburg erneut um den Interkontinentalen Meistertitel der WBO im Cruisergewicht boxen und gewann dabei einstimmig gegen Michael Seitz.[37] Am 30. Mai 2026 sollte er in Magdeburg gegen den ungeschlagenen Tahir Kahrovic um die Interims-Weltmeisterschaft der WBO im Cruisergewicht antreten[38], wobei der Kampf aufgrund einer Verletzung bei Kahrovic abgesagt werden musste.[39] Fress boxte stattdessen gegen Armend Xhoxhaj, gegen den er 2022 seine bislang einzige Niederlage erlitten hatte. Der Kampf endete nach 12 Runden mit einem Unentschieden.[40]

Sonstiges

Roman Fress kam bereits im Alter von nur fünf Monaten mit seinen Eltern nach Deutschland. Nach einigen Jahren in Bremen zog die Familie nach Troisdorf bei Köln. Mit dem Boxsport begann der gelernte Lagerlogistiker im Alter von sieben Jahren und besuchte ein Sportinternat in Heidelberg. Seit 2018 lebt er mit seiner Ehefrau im niedersächsischen Garrel[41][42] und ist Vater von zwei Kindern.[43]

Einzelnachweise

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