Rosa Villavicencio

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Rosa Yolanda Villavicencio Mapy (* 13. September 1962 in Bogotá)[1] ist eine kolumbianische Politikerin. Seit Juli 2025 ist sie im Kabinett von Präsident Gustavo Petro Außenministerin ihres Landes.

Rosa Villavicencio (2025)

Leben

Rosa Villavicencio wurde in Bogotá geboren. Ihre Mutter war Kolumbianerin indigener Abstammung, ihr Vater Ecuadorianer.[1] Sie studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universidad Cooperativa de Colombia.[1] Nachdem sie 1987 von dem Unternehmen, bei dem sie tätig war, wegen ihrer Gewerkschaftsaktivitäten und ihrer Mitgliedschaft in der Sozialistischen Arbeiterpartei entlassen wurde, zog sie nach Madrid.[1] Sie erwarb an der Universität Complutense Madrid einen Abschluss in internationaler Entwicklungszusammenarbeit und hat einen Masterabschluss in Migration und internationale Beziehungen.[2]

1999 trat sie in die spanische Sozialistische Arbeiterpartei (PSOE) ein und wurde 2007 für eine Legislaturperiode bis 2011 als erste Lateinamerikanerin in die Asamblea de Madrid gewählt.[1] Von 2015 bis 2016 war sie im Bezirkssekretariat der von Gustavo Petro gegründeten politischen Bewegung Botogá Humana tätig.[3] Von 2016 bis 2022 war sie Generalsekretärin der Nichtregierungsorganisation América, España, Solidaridad y Cooperación (AESCO).[3] Sie unterstütze Gustavo Petro bei seiner Präsidentschaftskandidatur 2018, war politische Koordinatorin in dessen landesweiter politischer Bewegung Colombia Humana und trat 2022 dem Pacto Histórico por Colombia bei.[4] Sie führte den Wahlkampf Petros vor den Präsidentschaftswahl 2022, die er gewinnen konnte.[4]

Seit 2022 arbeitete sie im kolumbianischen Außenministerin als Beraterin für Migrationsfragen und Leiterin der Arbeitsgruppe Columbia Nos Une, die sich mit einer Stärkung der Beziehungen zu Kolumbianern im Ausland beschäftigt.[3] Im Juni 2025 übernahm sie nach dem Rücktritt von Daniel Ávila die Aufgabe der stellvertretenden Außenministerin.[5] Am 6. Juni 2025 wurde sie offiziell ernannt.[2] Nach dem Rücktritt von Laura Sarabia übernahm sie am 9. Juli 2025 die Geschäftsführung des Außenministeriums.[2][6] Am 26. August wurde sie zur Außenministerin ernannt.[3]

In Kolumbien wurde sie nach ihrer Ernennung zur stellvertretenden Außenministerin wegen ihrer früheren Unterstützung der Bolivarischen Revolution von Hugo Chávez und ihrer Anerkennung von Nicolás Maduro als Sieger der Wahl im Juli 2024 kritisiert.[6] Ihre Eignung für das Amt wurde auch mit Blick auf ihre Fremdsprachenkenntnisse und ihre fehlende diplomatische Erfahrung in Frage gestellt.[7][8]

Rosa Villavicencio ist verheiratet und hat eine Tochter.[1] Sie erhielt 1994 die spanische Staatsbürgerschaft,[1] musste diese aber mit der Ernennung zur Außenministerin ablegen.[4]

Werke

Commons: Rosa Villavicencio – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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