Rosetta Reitz

amerikanische Buchhändlerin, Autorin und Musikproduzentin From Wikipedia, the free encyclopedia

Rosetta Reitz (* 28. September 1924 in Utica (New York) als Rosetta Goldman; † 1. November 2008 in Manhattan, New York City) war eine amerikanische Buchhändlerin, feministische Autorin und Musikproduzentin. Sie betrieb ab 1979 das Plattenlabel Rosetta Records.

Rosetta Reitz (1985)

Leben und Wirken

Reitz besuchte das College an der Utica Free Academy; dann studierte sie an der University of Buffalo, der Syracuse University und der University of Wisconsin. 1945 zog sie nach New York City, wo sie, abgesehen von einem kurzen Aufenthalt in New Jersey in den 1950er Jahren, den Rest ihres Lebens verbrachte. Mitte der 1940er Jahre heiratete sie Robert Reitz, mit dem sie drei Töchter hatte (Scheidung 1963).[1]

Reitz besaß mehrere Unternehmen, zunächst den Four Seasons Book Shop (1946–1954), später die Four Seasons Greeting Card Company (1954–1961). Weiterhin arbeitete sie als Repräsentantin und Börsenmaklerin für mehrere Finanzinstitute (1967–1970). Zudem schrieb sie als Kolumnistin der Zeitung Village Voice zu Themen wie Ernährung (1958–1963), Feminismus (1971) und Jazz (1973). Reitz hielt Vorträge an zahlreichen Universitäten zu Themen wie Lebensmittelgeschichte (1960–1961), Menopause und Frauengesundheit (1973–1977) sowie zur Geschichte weiblicher Blues- und Jazzmusikerinnen (1977–2000er Jahre).[1]

Reitz war außerdem Autorin von drei veröffentlichten Bücher, eines Restaurantführers, eines Pilzkochbuchs und eines Buchs über die Menopause. Ihr Werk über frühe Blues- und Jazzmusikerinnen konnte sie nicht mehr fertigstellen. 1979 gründete sie das Label Rosetta Records, das sich mit insgesamt 18 Kompilationsalben der Wiederveröffentlichung historischer Aufnahmen von Jazz- und Bluesmusikerinnen widmete und bis 2008 bestand.[2] 1980 (und 1981) organisierte sie im Rahmen des Newport Jazz Festivals eine Hommage an die Frauen im Jazz; das Programm mit dem Titel „The Blues is a Woman“ wurde von Carmen McRae moderiert und umfasste Musik von Adelaide Hall, Big Mama Thornton, Nell Carter und Koko Taylor.[3][2]

Rosetta Reitz (Mitte) mit den Musikerinnen des Blues Is a Woman Concert beim Newport Jazz Festival 1980

Reitz verstarb am 1. November 2008 an den Folgen einer Herz-Lungen-Erkrankung.[2] Ihr Nachlass liegt im Archiv der Duke University.[1]

Preise und Auszeichnungen

Zu den Auszeichnungen und Ehrungen von Reitz zählen ein Wonder Woman Award (1982), der Outstanding Service Award der International Association of Jazz Educators (1998) und der Eintrag in die Veteran Feminists of America Honor Roll (2002).[1]

Bücher

  • Where to Go in Greenwich Village (1961)
  • Mushroom Cookery (1965)
  • Menopause, A Positive Approach (1977)
Commons: Rosetta Reitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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