Roswitha Grüttner
deutsche Malerin und Grafikerin
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Roswitha Grüttner (* 10. Oktober 1939 in Heydebreck) ist eine deutsche Malerin und Grafikerin.
Leben
Roswitha Grüttner machte 1958 in Halle das Abitur und arbeitete danach in einer Druckerei. Von 1959 bis 1964 studierte sie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, u. a. bei Egon Pruggmayer. Seitdem ist sie freischaffend als Malerin und Grafikerin tätig. In der DDR war sie als Buchillustratorin, vor allem für Kinderbücher, bekannt. Sie gestaltet aber auch Plakate für Kinderfilme. Erst als nach dem Untergang der DDR entsprechende Aufträge ausblieben, trat sie als Malerin stärker hervor.[1]
Roswitha Grüttner ist mit dem Grafikdesigner Erhard Grüttner verheiratet und lebt und arbeitet zusammen mit ihm in Blankenfelde-Mahlow. Sie ist die Schwester des Leipziger Malers und Grafikers Ulrich Hachulla.
Mitgliedschaften
- bis 1990: Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR
- Mitglied im Brandenburgischen Verband Bildender Künstlerinnen & Künstler e. V.[1]
Ehrungen
- 1989: Ehrende Anerkennung im Wettbewerb „Schönste Bücher der DDR“
- 2010: Brandenburgischer Kunstpreis der Märkischen Oderzeitung für Malerei (für die dreiteilige Gouache „Venedig“)
Fotografische Darstellung Roswitha Grüttners
- Klaus Morgenstern: Roswitha Grüttner[2]
Werkbeispiele
Gemälde und Druckgrafik
- Vorfrühling (1974, Öl, 50 × 75 cm)
- Ruppiner Land (1983/1984, Grafik-Serie; Potsdam-Museum, Potsdam)[3]
Buchillustrationen
- Ingeborg Feustel: Tina, Knulle und Tamtam. Altberliner Verlag Lucie Groszer, 1970.
- Das Häschen und die Rübe. Ein chinesisches Märchen. Der Kinderbuchverlag Berlin, 1970.
- Hiltrud Lind: Pitt und Paulchen. Der Kinderbuchverlag, Berlin 1971.
- Johanna Kraeger: Aus dem Eischalenhaus. Dr. Herbert Schulze Buch- und Kunstverlag Nachf., Leipzig 1973.
- Fix und Trix; Postreiter Verlag, Halle 1974.
- Reiner Putzger: Der Esel und das Himbeereis. Der Kinderbuchverlag, Berlin 1978.
- Heinz Kahlau: Fundsachen - Gedichte. Aufbau-Verlag, Berlin/Weimar 1984.
- Kirill Bulitschow: Der Gebirgspass. Phantastische Erzählung. Verlag Das Neue Berlin, 1986.
- Hildegard Jahn-Reinke: Lichtzeichen. Gedichte. Verlag der Nation, Berlin 1987.
- Theodor Storm: Renate. Verlag der Nation, Berlin 1988.
- Robia mit dem ellenlangen Haar. Liebesmärchen aus Tadshikistan. Verlag Volk und Welt, 1988 (Ehrende Anerkennung im Wettbewerb „Schönste Bücher der DDR“ 1989)
- Christa Baufeld: Liebeszauber und Gesundheitstränke. Verhaltenslehren und Rezepturen aus einer mittelalterlichen Handschrift. Rütten & Loening Verlag, Berlin 1989.
- Thomas Mann: Herr und Hund, Verlag der Nation, Berlin 1990.
- Rosemarie Fret: Kinderlähmung. Das kurze Leben mit meinem Vater. Kleindienst, Leipzig 1991. (auch als Vorzugsausgabe mit Original-Radierung)
Ausstellungen (unvollständig)
Personalausstellungen in der Zeit der DDR
- 1983: Dresden
- 1984: Potsdam, Kulturhaus Hans Marchwitza (mit Fanna Beilfuß-Kolarowa, Christa Panzner und Barbara Raetsch)
- 1986: Algier
- 1989 Berlin, Galerie Sophienstraße
Beteiligung an zentralen und wichtigen regionalen Ausstellungen in der Zeit der DDR
- 1967 bis 1988: Dresden, VI. bis X. Kunstausstellung der DDR
- 1974, 1984 und 1989: Potsdam, Bezirkskunstausstellungen
- 1974/1975: Frankfurt/Oder, Galerie Junge Kunst („Junge Künstler '74. 1. Jahresausstellung junger bildender Künstler der DDR“)
- 1979: Berlin, Ausstellungszentrum am Fernsehturm („Die Buchillustrationen in der DDR. 1949 – 1979“)
- 1983: Vancouver, Grafik der DDR
- 1985/1986: Stuttgart, Galerie unterm Turm, und Bremen, Galerie in der Böttcherstraße („DDR-Künstlerinnen. Malerei, Graphik, Plastik“)
- 1987: Leipzig, Klub & Galerie Nord („Potsdamer Grafik in Leipzig“)
- 1988: Prag („Potsdamer Kunst“)
- 1989: Berlin u. a. Städte: 100 ausgewählte Grafiken
Ausstellungen seit der deutschen Wiedervereinigung
- 1990: Schwedt, Galerie ART-Union (Farbholzschnitte)
- 1991: Heilbronn, Galerie Zajonts (Grafik)
- 1993: Potsdam, Galerie Samtleben
- 1995: Rheinsberg, Schloss Rheinsberg (Aquarelle und Farbgrafik)
- 1996: Berlin, Inselgalerie (Aquarelle und Farbgrafik)
- 1996: Coburg, Kunstverein Coburg
- 1999: Neuenhagen, Galerie am Wasserturm (Gouachen, mit Sylvia Hagen)
- 2001: Bonn, Künstlerforum („Bindungen“; mit Antje Scholz)
- 2002: Altlangsow, Schul- und Bethaus („Largo tangabile“, mit Christiane Wartenberg)
- 2002: Zehdenick, Klostergalerie (mit Jutta Schölzel)
- 2003: Berlin, Galerie Sophien-Edition
- 2003: Mainz, Kunstverein
- 2004: Lübbenau, Rathaus („Silhouetten“)
- 2005: Berlin, Manufakturgalerie (mit Christa Koslitz)
- 2006: Potsdam, Pavillon auf der Freundschaftsinsel („Tonstille“; mit Christiane Wartenberg)
- 2006: Berlin, Galerie Lux
- 2007: Glashütte, Museum Packschuppen (Aquarelle und Gouachen)
- 2008: Leipzig, Galerie Hoch + Partner (Farbgrafiken / Gouachen)
- 2009: Wünsdorf, Neue Galerie
- 2009: Potsdam, Potsdam-Museum („Freiheit der Idee“)
- 2010: Potsdam, Galerie Ruhnke („Neue Arbeiten“)
- 2011: Lübben, Vertikale Galerie („FUGATO. Aquarelle und Gouachen“)
- 2013: Berlin Galerie Remise
- 2013: Berlin, Inselgalerie (mit Sonja Eschefeld)
- 2014: Potsdam, Museumshaus „Am Güldenen Arm“ (Grafik, Malerei; mit Sonja Eschefeld)
- 2014: Straussberg, Galerie Burg Straußberg
- 2016: Rostock, Galerie Amberg 13
- 2019: Berlin, Berolina Galerie im Rathaus Mitte (Malerei-Grafik)
Literatur (Auswahl)
- Hellmut Rademacher (Einführender Text): Gebrauchsgrafik in der DDR. Hg. Verband Bildender Künstler der DDR. Verlag der Kunst, Dresden 1975, S. 332 et passim.
- Hellmuth Rademacher: Engagement und Qualität: zum künstlerischen Schaffen von Roswitha und Erhard Grüttner. In: Bildende Kunst. Berlin 1980, S. 656–659.
- Grüttner, Roswitha. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 286/287.