Rottmannsdorf

Ortsteil von Zwickau, Sachsen From Wikipedia, the free encyclopedia

Rottmannsdorf ist ein Stadtteil der Stadt Zwickau, die seit 2008 Kreisstadt des Landkreises Zwickau im Freistaat Sachsen ist. Der Ort liegt im Stadtbezirk Zwickau-Süd und trägt die amtliche Nummer 58. Der Ort wurde im 19. Jahrhundert als Wendischrottmannsdorf bezeichnet und im Jahr 1937 in Rottmannsdorf umbenannt. Seit dem 1. April 1996 ist Rottmannsdorf ein Stadtteil von Zwickau.

Schnelle Fakten Stadt Zwickau ...
Rottmannsdorf
Stadt Zwickau
Koordinaten: 50° 40′ N, 12° 28′ O
Höhe: 373 m
Fläche: 4,25 km²
Einwohner: 677 (30. Juni 2011)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 1. April 1996
Postleitzahl: 08064
Vorwahl: 0375
Karte
Stadtteile von Zwickau
Blick auf Rottmannsdorf mit der Wehrkirche
Blick auf Rottmannsdorf mit der Wehrkirche
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Geographie

Lage und Verkehr

Rottmannsdorf liegt im Süden des Zwickauer Stadtgebiets. Der Ort wird im Norden vom Plotzschbach tangiert, der über den Rödelbach in die Zwickauer Mulde entwässert. Durch die südliche Ortsflur verläuft die Bundesautobahn 72.

Nachbarorte

Oberplanitz Cainsdorf
Hüttelsgrün Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Culitzsch
Ebersbrunn Hirschfeld, Voigtsgrün Niedercrinitz

Geschichte

Das Waldhufendorf Rottmannsdorf wurde 1421 erstmals urkundlich als Ruczmerstorff erwähnt. Das wenige Kilometer westlich gelegene Altrottmannsdorf bei Schönfels wurde im Gegensatz dazu im Jahr 1441 erstmals urkundlich als „Roczmanstorff“ erwähnt. Ab dem 16. Jahrhundert ist für das heutige Rottmannsdorf die Bezeichnung Wendischrottmannsdorf oder Wendisch Rottmannsdorf belegt. Während des Dreißigjährigen Kriegs (1618 bis 1648) wurde der Ort fast völlig verwüstet. Die Grundherrschaft über Wendischrottmannsdorf lag bis ins 19. Jahrhundert beim Rittergut Planitz.[1][2] Die Wehrkirche des Orts stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist eine Schwesterkirche von Planitz.

Wendischrottmannsdorf gehörte bis 1856 zum kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Amt Zwickau im Erzgebirgischen Kreis.[3] 1856 wurde der Ort dem Gerichtsamt Zwickau und 1875 der Amtshauptmannschaft Zwickau angegliedert.[4] Am 1. Juni 1924 wurde die Freiwillige Feuerwehr (Wendisch-)Rottmannsdorf gegründet.[5] Im Rahmen der nationalsozialistischen Germanisierung sorbischstämmiger Ortsnamen wurde Wendischrottmannsdorf am 1. November 1937 in Rottmannsdorf umbenannt.[6]

Durch die zweite Kreisreform in der DDR kam die Gemeinde Rottmannsdorf im Jahr 1952 zum Kreis Zwickau-Land im Bezirk Chemnitz (1953 in Bezirk Karl-Marx-Stadt umbenannt), der ab 1990 als sächsischer Landkreis Zwickau fortgeführt wurde und 1994 im Landkreis Zwickauer Land aufging.

Am 1. April 1996 wurde Rottmannsdorf in die kreisfreie Stadt Zwickau eingemeindet.[7] Seit 2008 gehört Rottmannsdorf als Stadtteil von Zwickau zum Landkreis Zwickau. Außerdem ist Rottmannsdorf seit der Eingemeindung eine Ortschaft im Sinne der §§ 65 bis 69 der Sächsischen Gemeindeordnung und hat einen Ortschaftsrat. Ortsvorsteher von 2000[8] bis 2001[9] war Gerhard Kehle, seit 2001[10] ist es Eckard Hertel[11][12][13][14] (Bürger für Zwickau).

Sehenswürdigkeiten

In Rottmannsdorf befindet sich das „Echo“, ein Aussichtspunkt und Naturdenkmal.

Bevölkerungsentwicklung

Weitere Informationen Datum, Einwohnerzahl ...
Datum Einwohnerzahl
31. Dezember 1998675
31. Dezember 1999672
31. Dezember 2000705
31. Dezember 2001698
31. Dezember 2002708
31. Dezember 2003701
31. Dezember 2004708
31. Dezember 2005707
30. Juni 2006704
30. Juni 2011677[15]
Jahr Einwohnerzahl (Prognose)
2015680
2020680[16]
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Söhne und Töchter der Gemeinde

  • 1853, 28. August, Paul Meyer, † nach 1913 Rittergutsbesitzer und Politiker
  • 1943, 20. März, Gerd Möckel, Politiker (CDU)

Literatur

Einzelnachweise

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