Rozzol Melara

Stadtteil von Triest, vier Kilometer östlich des Stadtzentrums From Wikipedia, the free encyclopedia

Rozzol Melara ist ein Stadtteil von Triest. Er liegt auf einer Karst-Anhöhe vier Kilometer östlich des Stadtzentrums.

ATER
Der Stadtteil Rozzol Melara mit dem Sozialbaukomplex Ater, dahinter rechts Triest am Meer

ATER

Der Stadtteil (1902 gegründet als Icam[1]) ist bekannt durch den offensichtlich an Le Corbusier orientierten Wohnkomplex Il Quadrilatero der Wohnungsbaugesellschaft Azienda Territoriale per l’Edilizia Residenziale ATER,[2] der auch „ATER“ oder „Alcatraz“ genannt wird. Dieses Beispiel sozialen Wohnungsbaus wurde von einer Gruppe Triester Ingenieure unter Leitung des Architekturbüros von Carlo Celli entworfen; erbaut wurde es zwischen 1969 und 1983.[2] Der unvollständig gebaute Komplex[2] besteht aus zwei L-förmigen, gemeinsam ein Quadrat bildenden Baukörpern mit einem Volumen von 267.000 Kubikmetern mit einer Fläche von 89.000 Quadratmetern. Er umfasst 648 Wohnungen für etwa 2.500 Bewohner. Der Innenhof wird von zwei aufgeständerten Passagen-Trakten gequert, in deren Schnittpunkt das Kreuzungsgebäude liegt, wo sich öffentliche Einrichtungen befinden sollten. Die Planer bezeichneten diesen Bereich als corte-piazza[3], als zentralen Platz. Die ersten Wohnungen wurden zwischen 1979 und 1981 vornehmlich von jungen Paaren bezogen. Ziel des Projektes war es, nach dem Modell der Unité d’Habitation Le Corbusiers eine unabhängige Siedlung zu schaffen, die alle Grundeinrichtungen wie Ladengeschäfte und Schulen bieten sollte. Der Komplex war zwischenzeitlich jedoch heruntergekommen und oft Schauplatz von Vandalismus und anderer Kriminalität; 2002 wurde ein Wettbewerb zur Sanierung ausgeschrieben, die Arbeiten dauern an, eine neugestaltete Bibliothek im Kreuzungspunkt ist dazugekommen.[4]

Ähnliche Wohnungsbau-Projekte

Literatur

  • C. Celli, “Pubblico e privato nell’insediamento di Rozzol Melara”, Casabella, Nr. 437, 1978
  • P. Taccheo, “I costi di Rozzol Melara”, Casabella, Nr. 437, 1978, S. 42–43.
  • F. Castro, Edilizia popolare a Trieste, Edizioni Lint, Triest 1992, S. 76–79.

Einzelnachweise

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