Roßbündta

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Das Europaschutzgebiet Roßbündta ist ein Natura-2000-Gebiet nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie.[1][2]

Schnelle Fakten
Roßbündta

IUCN-Kategorie IV – Habitat/Species Management Area

Lage St. Gallenkirch, Bezirk Bludenz, Vorarlberg, Österreich
Fläche 13 ha
WDPA-ID 555789909
Natura-2000-ID AT3432000
FFH-Gebiet 13 ha
Geographische Lage 47° 2′ N,  57′ O
Roßbündta (Vorarlberg)
Roßbündta (Vorarlberg)
Meereshöhe von 800 m bis 1022 m
Einrichtungsdatum 2022
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Lage

Politisch liegt das Schutzgebiet in der Gemeinde St. Gallenkirch, im Bezirk Bludenz, im Bundesland Vorarlberg und in Österreich. Gebirgsgeographisch liegt es genau an der Nordostecke des Rätikons, in der Untergruppe Gweil-Sarotla-Kamm am Osthang der Gweilspitze. Regional gehört es zum Montafon, es liegt am Ende der Talverengung zwischen St. Gallenkirch und Tschagguns. Die Bäche Fialatobel, Ahorntobelbach, Schwarzatobelbach und Zagalbach queren das Schutzgebiet. Sie bilden markante Waldtobel in den Hang. Die nordöstliche Ecke des Schutzgebiets ist knapp 85 m von der Ill entfernt, dies ist die niedrigste Zone des Schutzgebiet auf rund 800 m Höhe.

Geschichte

Nach der letzten Eiszeit, der Würm-Kaltzeit, entwickelten sich langsam verschiedene Waldtypen. Zuerst entwickelten sich lockere Birken- und Kiefernwälder, zuletzt Buchen-Tannen-Fichten-Mischwälder. Das Schutzgebiet wurde gerodet und als extensive Bergweide genutzt. Das Gelände ist jedoch steil und verändert sich dynamisch, Geröll und Schotter überlagern die Hänge und auch Felsblöcke rollen talwärts. Die Weideflächen wurden aufgegeben und sind sukzessiv verwachsenen.

Beschreibung

Heute ist es ein seltener Edellaubmischwald mit Ahornbäumen, Linden, Ulmen, Grauerlen und Eschen. Er ist ein Lebensraum für zahlreiche gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Vorkommende Tierarten sind unter anderem zahlreiche Käfer, Spechte, Eulen und andere Vogelarten. Die vom Aussterben bedrohte Heuschreckenart Laubholz-Säbelschrecke wurde hier nachgewiesen.[1][3] Schutzgut ist der gesamte Lebensraum Schlucht- und Hangmischwälder (Tilio-Acerion) mit dem EU-Code 9180.[4]

Neophyten

Das Drüsige Springkraut ist hier ein Neophyt und droht die heimische Natur zu überwuchern. In den Jahren 2023 und 2024 haben Freiwillige des Alpenvereins und Naturschutzvereins den Wald von diesem befreit.[5][6]

Einzelnachweise

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