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Rudolf Brunngraber

österreichischer Schriftsteller, Journalist, Maler From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben

Brunngraber stammte aus proletarischem Milieu, er war der Sohn eines Maurers im Wiener Arbeiterbezirk Favoriten. Nach Absolvierung der Lehrerbildungsanstalt besuchte Brunngraber die Wiener Akademie für angewandte Kunst. Der seit seiner Jugend der Sozialdemokratie nahestehende Brunngraber arbeitete in der Folge als Gebrauchsgraphiker und in einer Reihe von anderen Berufen, befasste sich aber auch mit Sozialstatistik. 1932 erschien sein erster Roman „Karl und das zwanzigste Jahrhundert“, der sich stark auf die einschlägigen Forschungen von Otto Neurath stützte. Der Autor arbeitete selbst von 1928 bis 1934 an Neuraths Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum. Das Buch erschien zuerst im Zentralorgan der SDAP, der Arbeiter-Zeitung und wurde dann zum internationalen Bucherfolg. Brunngraber wurde 1932 mit dem Julius-Reich-Literaturpreis ausgezeichnet.

1933 wurde Brunngraber zum Vorsitzenden der neu gegründeten österreichischen Vereinigung sozialistischer Schriftsteller gewählt. In der Zeit des Austrofaschismus konnte Brunngraber in Österreich nicht publizieren. Er war aber in Deutschland weiter sehr erfolgreich und wurde zeitweilig von der NS-Kulturpolitik vereinnahmt. Sein 1941 erstmals erschienener sachbuchartiger Roman Zucker aus Cuba wurde zu einem der großen Bestseller des Dritten Reichs. Nach 1945 kehrte Brunngraber wieder ins sozialdemokratische Lager zurück. Seit 1950 war er Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Er ruht auf dem Wiener Zentralfriedhof (15E-16-28) in einem ehrenhalber gewidmeten Grab.

Werke

Notizen

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