Rudolf Claren
Deutscher Architekt, tätig in Berlin und Düsseldorf
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Leben
Claren war ein Sohn von Balthasar Joseph Claren, Hotelier und Vorsteher des Postamts in Zülpich, und dessen Ehefrau Luise Gertrude geb. Hinderkotte.[2] Nach dem Abitur am Realgymnasium in Mülheim 1876[1] studierte er das Baufach und wurde 1882 zum Regierungsbauführer (Referendar in der öffentlichen Bauverwaltung) ernannt.[3] Nach dem bestandenen zweiten Staatsexamen wurde er 1887 zum Regierungsbaumeister (Assessor in der öffentlichen Bauverwaltung) ernannt.[4] 1898 wurde er nach Mogilno versetzt und zum Kreisbauinspektor ernannt.[5] Von 1902 bis 1908 war er bei der Kreisbauinspektion Harburg tätig[6], und 1904 wurde ihm dort der Charakter als Baurat verliehen.[7] 1908 wurde er nach Dortmund versetzt.[8] Dort wurde er 1913 zum Regierungs- und Baurat ernannt und ihm die Stelle als Wohnungsinspektor verliehen.[9] 1921 trat er in den Ruhestand.
Familie
Von 1892 bis 1897 ist ein Wohnsitz in Berlin nachweisbar.[10] Claren heiratete 1892 in Berlin Agnes Maria Magdalena Regina Taeschner.[2] 1893 wurde der Sohn Reinhold geboren,[11] der Ingenieur und Unternehmer wurde, und 1895 der Sohn Günther Ludwig Franz Josef.[12] Von 1898 bis 1920 war er außerhalb Berlins tätig, war aber Miteigentümer eines Hauses am Schiffbauerdamm.[13]
Bauten
- 1892: Wettbewerbsentwurf für eine Villa in Berlin-Grunewald (Monatskonkurrenz des Architektenvereins zu Berlin)[14]
- 1893–1894: St.-Pius-Kirche in Berlin (besondere Bauleitung zusammen mit Regierungsbaumeister de Bruyn, nach Entwurf von Max Hasak)[15]
- 1895–1897: Amtsgericht Charlottenburg[16] (Ausarbeitung der Pläne und Leitung der Bauausführung zusammen mit Otto Poetsch; unter Denkmalschutz)[17]
- 1907: Lehrerwohnhaus Lübbersweg 3 in Hamburg (unter Denkmalschutz[18])
- 1908–1910: Königliches Oberbergamt Dortmund (heute Sitz der Außenstelle Dortmund der Bezirksregierung Arnsberg) in Dortmund, Goebenstraße 25/27 (zusammen mit Regierungsbaumeister Fritz Behrendt und ab Januar 1910 mit Regierungsbaumeister Otto Krell, unter der Oberleitung von Oskar Delius)[19]
- 1912: Amtsgericht Lünen, Spormeckerplatz 3–5 (Ausführung)[20]
- 1913: St.-Franz-Joseph-Kirche in Hamburg-Wilstorf, Winsener Straße 27 (unter Denkmalschutz[21])
Schriften
- Claren war an der 1896 veröffentlichten Publikation Berlin und seine Bauten beteiligt.[22]
Ehrungen
- 1910: preußischer Roter Adlerorden IV. Klasse[23]
- 1915: österreichischer Orden der Eisernen Krone[24]
Weblinks
- Oberbergamt Dortmund im Bestand des Architekturmuseums der TU Berlin