Rudolf Guggisberg

∗︎ 15.6.1853 Mülchi, ✝︎ 13.3.1913 Bern, ref., von Belp. Sohn des Peter, Landjägers, und der Salome Elisabeth geb. Loosli. From Wikipedia, the free encyclopedia

Rudolf Guggisberg (* 15. Juni 1853 in Mülchi; heimatberechtigt in Belp; † 13. März 1913 in Bern) war ein Schweizer Turner und Berner Grossrat.

Leben und Wirken

Rudolf Guggisberg war Sohn des Landjägers Peter Guggisberg, und der Salome Elisabeth, geborene Loosli. Er heiratete Anna Maria Stauffer. Der Gynäkologe Hans Guggisberg und der Jurist und Regierungsrat Paul Guggisberg waren ihre Söhne. Guggisberg besuchte von 1869 bis 1872 das Lehrerseminars in Münchenbuchsee, wo er anschliessend als Lehrer tätig war. Er wechselte 1875 nach Bern. Von 1880 bis 1898 unterrichtete er als Turnlehrer an der Mädchensekundarschule, am städtischen Gymnasium sowie an der kantonalen Lehramtsschule.[1]

Guggisberg wurde 1892 freisinniger Stadtrat. Von 1898 bis 1913 gehörte er der Exekutive des Berner Gemeinderats an und war Polizeidirektor. Zudem sass er von 1902 bis 1910 im Berner Grossrat ein.[1]

Von 1900 bis 1913 war Guggisberg Mitglied der Eidgenössischen Turnkommission (ETK) und hatte von 1906 bis 1912 die Präsidentschaft inne. Er setzte sich für die Neuordnung des Turnkurswesens und einen obligatorischen Turnunterricht ein. Guggisberg war Vorstandsmitglied des Schweizerischen Turnlehrervereins, Präsident und Vorturner des Stadtturnvereins Bern, Mitglied des kantonalen Turnvereins, Kampfrichter sowie Oberexperte für die physischen Rekrutenprüfungen. Die Stadt Bern führte auf seine Initiative hin 1887 den militärischen Vorunterricht für 16- bis 19-Jährige ein.[1][2]

Literatur

  • Nachruf. In: Der Bund vom 14. März 1913.

Belege

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