Rudolf Haensch

deutscher Althistoriker From Wikipedia, the free encyclopedia

Rudolf Haensch (* 21. Januar 1959 in Mönchengladbach) ist ein deutscher Althistoriker und Epigraphiker.

Leben

Nach dem Abitur in Mönchengladbach studierte Rudolf Haensch seit 1978 an den Universitäten Köln und Bonn die Fächer Geschichte und Deutsch. 1985 schloss er das Studium mit dem Ersten Staatsexamen ab und arbeitete anschließend als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Altertumskunde der Universität zu Köln. Dort wurde er 1991 mit einer Arbeit über die Statthaltersitze und Provinzialverwaltung in der römischen Kaiserzeit im Fach Alte Geschichte promoviert; in den folgenden sechs Jahren bis 1997 war Haensch als Assistent von Werner Eck tätig, anschließend erhielt er Forschungsstipendien. 2001 folgte die Habilitation für Alte Geschichte mit einer unpubliziert gebliebenen Untersuchung über den spätantiken Kirchenbau in Jerusalem und Antiochia. Nach Aufenthalten am Institute for Advanced Study in Princeton und Paris sowie Lehrstuhlvertretungen in Köln und Hamburg wurde Haensch 2004 Zweiter Direktor der Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik des Deutschen Archäologischen Instituts in München. 2008 wurde er außerplanmäßiger Professor an der Universität München. Seit seiner Pensionierung im April 2025 leitet Haensch das an der Professur für Geschichte und Kultur der Spätantike[1] der Universität Bamberg angesiedelte, von DFG, FWF und NCN geförderte Forschungsprojekt „Kommunikation zwischen Herrschern und Untertanen per Edikt und Epistel in der Hohen Kaiserzeit“.

Haensch ist Spezialist auf dem Gebiet der römischen Epigraphik und daneben auch als Papyrologe und Numismatiker ausgewiesen.

Schriften (Auswahl)

  • Capita provinciarum. Statthaltersitze und Provinzialverwaltung in der römischen Kaiserzeit (= Kölner Forschungen. 7). von Zabern, Mainz 1997, ISBN 3-8053-1803-0.
  • als Herausgeber mit Johannes Heinrichs: Herrschen und Verwalten. Der Alltag der römischen Administration in der Hohen Kaiserzeit (= Kölner historische Abhandlungen. 46). Böhlau, Köln u. a. 2007, ISBN 978-3-412-23806-3.
  • mit Ulrike Ehmig: Die lateinischen Inschriften aus Albanien (LIA). Habelt, Bonn 2012, ISBN 978-3-7749-3819-9.

Einzelnachweise

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