Rudolf Otto Caesar
Geheimer Oberbaurat, Eisenbahnbaufachmann und Mitglied der königlichen Eisenbahndirektion
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Rudolf Otto Caesar (* 20. November 1840 in Schleibnitz; † 24. November 1925 in Altona) war ein deutscher Eisenbahn-Bauingenieur und preußischer Baubeamter.

Leben
Rudolf Caesar war das fünfte von sieben Kindern des Schleibnitzer evangelischen Pfarrers Julius Gustav Caesar und dessen Ehefrau Berta Emilie Luise Caesar geb. Grotjan (aus Westeregeln). Nach dem Besuch des Domgymnasiums Magdeburg studierte er von 1862 bis 1865 an der Berliner Bauakademie; nach dem ersten Staatsexamen, dem anschließenden Vorbereitungsdienst als Regierungsbauführer (Referendar) – unterbrochen durch seine Teilnahme am Deutschen Krieg 1866 – und dem zweiten Staatsexamen wurde er 1870 zum Regierungsbaumeister (Assessor) ernannt. Nachdem er im Deutsch-Französischen Krieg 1870/1871 erneut als Offizier gedient hatte, arbeitete er bis 1882 im Rang eines Eisenbahn-Bau- und Betriebs-Inspektors bei der 1879 verstaatlichten Magdeburg-Halberstädter Eisenbahn-Gesellschaft (MHE).
Von 1882 bis 1886 war er Mitglied der preußischen Eisenbahn-Betriebsämter Halberstadt und Flensburg; anschließend erfolgte seine Versetzung zur Königlichen Eisenbahndirektion Altona. Hier leitete er den Neubau des Bahnhofs Altona, des Kieler Hauptbahnhofs, des Bahnhofs Neumünster und des Hamburger Hauptbahnhofs sowie ab 1890 den Bau der so genannten Kaiserbahn (Bahnstrecke Hagenow Land–Bad Oldesloe).
1899 wurde Caesar mit dem Charakter als (königlich preußischer) Geheimer Baurat ausgezeichnet, im Jahr 1901 folgte seine Ernennung zum Oberbaurat. 1908 wurde er in den Ruhestand versetzt, war aber wohl weiterhin an Entwürfen und Bauausführungen beteiligt, unter anderem bei der Alstertalbahn.
Auszeichnungen
Rudolf Caesar war Träger des preußischen Roten Adler-Ordens II. Klasse und des preußischen Kronenordens II. Klasse.
Zu seinem 75. Geburtstag wurde ihm 1915 die Ehrendoktorwürde der Technischen Hochschule (Berlin-)Charlottenburg (als Dr.-Ing. E. h.) für seine Verdienste um die Fachwissenschaft verliehen.
Familie
Rudolf Caesars Geschwister waren:
- Julius Gustav Caesar
- Franz Heinrich Arndt Caesar
- Erhard († als Kind)
- Marie Luise, verheiratet mit Albert Wilhelm Cramer von Clausbruch, Mutter von Rudolf Cramer von Clausbruch
- Gustav Adolf Caesar
- Bertha († als Kind)
Er heiratete am 8. Februar 1873 in Magdeburg die Arzttochter Hedwig Nethe, mit der er den Sohn Franz hatte, und die am 25. November 1876 nach der Geburt eines Zwillingspaars starb, das ebenfalls nicht überlebte.
Am 12. Juni 1879 heiratete er in zweiter Ehe in Halberstadt die Kaufmanns- und Stadtratstochter Adele Antonie Auguste Engelcke (13. November 1853 – 6. Dezember 1926), mit der er vier Kinder hatte:
- Margarethe, verheiratet mit Rudolf Caesars zeitweiligem Mitarbeiter, dem Eisenbahn-Bauingenieur und späteren Hochschullehrer Gustav Schimpff (1871–1919)
- Adele
- Elisabeth
- Rudolf
Literatur
- Herrmann A. L. Degener: Wer ist’s? 5. Ausgabe 1911, S. 211.
- o. V.: Dr.-Ing. e. h. Rudolf Caesar †. In: Zentralblatt der Bauverwaltung. Nr. 49, 1925, S. 602 (zlb.de – Vermischtes).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Caesar, Rudolf |
| ALTERNATIVNAMEN | Caesar, Rudolf Otto (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Eisenbahn-Bauingenieur und preußischer Baubeamter |
| GEBURTSDATUM | 20. November 1840 |
| GEBURTSORT | Schleibnitz |
| STERBEDATUM | 24. November 1925 |
| STERBEORT | Altona |