Rudolf Schmalnauer

deutscher Sänger From Wikipedia, the free encyclopedia

Rudolf Schmalnauer (* 23. Dezember 1883 in Linz; † 29. Juni 1939 in Dresden[1]) war ein sächsischer Konzertsänger (Bariton).

Grabstätte von Rudolf und Emmy Schmalnauer auf dem Urnenhain Tolkewitz

Leben und Wirken

Es war Sohn des österreichischen Landeskassendirektors Heinrich Schmalnauer (1837–1904) und dessen Frau Anna Hölzl (1843–1908).[2] Nach dem Besuch der Oberrealschule in Linz wollte er ursprünglich Professor für Mathematik und Physik werden und ging deshalb an die Technische Hochschule in Graz. Doch er entschied sich 1904 dazu, nach seinem einjährigen Wehrdienst Musik und Gesang in Wien zu studieren. Seine Gesangsausbildung erhielt er bei Franz Haböck in Wien (1905–1907) und bei Ludwig Schrauff in Dresden (1907/1908).[2]

1908 sang Schmalnauer an der Semperoper in Dresden vor, wurde engagiert und blieb bis zu seinem Tod ein Mitglied des Ensembles. Er übernahm dort zahlreiche kleine und Comprimario-Rollen. Unter anderem sang er zwei kleinere Partien bei der Uraufführung von Richard Strauss’ Oper Der Rosenkavalier (1911) und trat als „Morbio“ bei der Uraufführung von Die schweigsame Frau auf. Auch an den Uraufführungen von Ferruccio Busonis Doktor Faust (1925), Strauss’ Arabella (1933) und Robert Hegers Der verlorene Sohn (1936) wirkte er mit. Gastspiele führten ihn an an andere deutsche Bühnen wie die Berliner Staatsoper. Von ihm existieren Tonaufnahmen, so erschien 1937 bei HMV eine Aufnahme der Oper Die Meistersinger von Nürnberg unter Karl Böhm, bei der Schmalnauer im dritten Akt zu hören ist.[3]

Schmalnauer trug den Titel Kammersänger. Neben der Oper wirkte er auch erfolgreich als Konzert- und Liedersänger. Er war zudem als Lehrer am Dresdener Konservatorium tätig, wo Paul Schöffler zu seinen Schülern gehörte.[3]

Rudolf Schmalnauer heiratete 1911 Emmy Herbig und wurde 1913 Vater einer Tochter.[2] Er starb 1939 nach schwerer Erkrankung im Alter von 56 Jahren.

Hörspiele (Auswahl)

Einzelnachweise

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