Ruedi Wäger

Schweizer Kirchenmusiker, Komponist, Chorleiter und Maler From Wikipedia, the free encyclopedia

Biografie

Der in Adliswil ZH geborene und in Arbon am Bodensee aufgewachsene Ruedi Wäger erhielt seine erste künstlerische Förderung durch den Musikdirektor Heinrich Steinbeck und Hans Rüedi in Arbon.

Ruedi Wäger bereitete sich zur Aufnahmeprüfung in der Stiftsschule Einsiedeln bei Pater Oswald Jäggi vor. Anschliessend erfolgte das Berufsstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien für Orgel, Direktion und Komposition sowie Sacrale Komposition (Bildende Kunst) bei Carry Hauser.

Hauptberuflich war er als Organist und Chorleiter in Münsterlingen, Rheinau ZH, Winterthur[3] und Arbon[4] tätig. Bekannt war er für Konzeption und Expertisen von Orgeln in der Schweiz. Konzerte gab er in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Auch war er zusammen mit seiner Ehefrau Gerda Wäger Kursleiter für Laien-Organisten[5] im Bistum Chur.

In den siebziger und achtziger Jahren pflegten Gerda und Ruedi Wäger ein «offenes Haus» als Gastgeber. Sie organisierten Hauskonzerte[6], begleitet von Kunstausstellungen. Sie boten jungen, wie auch etablierten Künstlern eine Plattform, um sich zu präsentieren. Antonio Tusa, Helene Wittenauer, Ernst Graf, Willi Hartung, Karl Amman, um nur wenige zu nennen, waren gern gesehene Gäste. Ihr Haus gehörte in dieser Zeit zum fixen gesellschaftlichen Kalender von Kreuzlingen und der Bodenseeregion.

Kompositionen (Auswahl)

  • Sonnengesang (Franz von Assisi), 1961, Gemischter Chor a.c., Orgelinterludien ad. lib.
  • Matthäuspassion, 1966, Gemischter Chor a.c., Sprecher und Solostimmen. (1966 Prix de Composition Musicale Prince Pierre de Monaco)
  • Regina Pacis, 1975, Text von Gertrud von Le Fort
  • Lieder aus einer Schenke, 1977, Text von Franz Fassbind
  • Es ist uns eine Zeit gekommen, 1978, Weihnachtslieder für Tasteninstrumente
  • Johannespassion, 1993, Gemischter Chor a.c., Sprechchor, Sprecher und Solostimmen
  • Fröhliche Messe, 1995, Kantor, Gemeinde, Sprecher, Chor, Orgel und drei Tänzerinnen
  • Geissberger Tanzbüchlein Band I, 1995, Klavier oder Cembalo nach einer Handschrift aus dem Kloster Kreuzlingen
  • Geissberger Tanzbüchlein Band II, 1995, Klavier oder Cembalo nach einer Handschrift aus dem Kloster Kreuzlingen

Aufführungen (Auswahl)

  • Matthäuspassion, 1977, St. Ulrich in Kreuzlingen[7]
  • Musik aus dem Kloster St. Katharinenthal[8], 1986, St. Katharinenthal und St. Ulrich in Kreuzlingen[9]
  • Matthäuspassion, 1994, Pfarrkirche St. Peter und Paul (Winterthur-Neuwiesen)
  • Fröhliche Messe, 1995, Liveübertragung der Uraufführung in der Pfarrkirche St. Peter und Paul (Winterthur-Neuwiesen) im SF DRS[10]
  • Matthäuspassion, 2003, Pfarrkirche St. Peter und Paul (Winterthur-Neuwiesen)[11]

Werke als Maler (Auswahl)

  • Pieta, 1975, Linolschnitt koloriert (Handabzug)
  • Lilien, 1979, Mehrfarbenlinolschnitt auf Japanpapier
  • Mitternachtsmesse (Meditationen zu den drei Weihnachtsevangelien), 1989, Aquarell
  • In der Morgenfrühe (Meditationen zu den drei Weihnachtsevangelien), 1990, Aquarell
  • Geheime Offenbarung (aus dem Zyklus Apokalypse), 1991, Öl auf Leinwand

Ausstellungen (Auswahl)

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI