Rueil-Malmaison

französische Gemeinde From Wikipedia, the free encyclopedia

Rueil-Malmaison [ʁy.ɛj.mal.mɛ.zɔ̃]  ist eine französische Stadt mit 82.874 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) etwa 14 km westlich des Zentrums von Paris. Sie gehört zum Département Hauts-de-Seine in der Region Île-de-France und liegt an der Seine. Die Einwohner werden Rueillois genannt.

Schnelle Fakten
Rueil-Malmaison
Rueil-Malmaison (Frankreich)
Rueil-Malmaison (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Île-de-France
Département (Nr.) Hauts-de-Seine (92)
Arrondissement Nanterre
Kanton Rueil-Malmaison
Gemeindeverband Métropole du Grand Paris und
Paris Ouest La Défense
Koordinaten 48° 53′ N,  11′ O
Höhe 24–164 m
Fläche 14,70 km²
Einwohner 82.874 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 5.638 Einw./km²
Postleitzahl 92500
INSEE-Code
Website rueil-tourisme.com

Édouard Manet: Landhaus in Rueil 1882
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Stadtgliederung

Die Stadt besteht aus acht Stadtquartieren, die hier „villages“ („Dörfer“) heißen:

  • Rueil sur Seine
  • Plaine-Gare
  • Bords de Seine
  • Centre-Ville
  • Mont-Valérien
  • Mazurières
  • Buzenval
  • Jonchère Malmaison – Saint-Cucufa

Geschichte

Der Name der Stadt erscheint erstmals im 12. Jahrhundert als Roialum, woraus schließlich Rueil wird. Seit 1928 trägt die Stadt ihren heutigen Doppelnamen, um sie zu unterscheiden von Rueil-la-Gadelière im Département Eure-et-Loir. Karl der Kahle schenkte um 870 dieses Gebiet der Abtei Saint-Denis. Ende des 12. Jahrhunderts errichteten die Mönche hier eine Kapelle. 1635 verkauften sie das Gelände an Kardinal Richelieu, der hier ein Schloss erbauen ließ. Während der Fronde zog sich der Hof hierher zurück.

Im 19. Jahrhundert kamen impressionistische Maler wie Pierre-Auguste Renoir, Édouard Manet und Claude Monet nach Rueil-Malmaison, um die dortige Seine-Landschaft zu malen. Im Deutsch-Französischen Krieg lag Rueil während der Schlacht bei Buzenval am 19. Januar 1871 an der Frontlinie. 1958 wurde in Rueil der erste Supermarkt Frankreichs eröffnet.

Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Rueil-Malmaison

Städtepartnerschaften

Rueil-Malmaison hat 16 Partnerstädte:[1][2]

Weitere Informationen Stadt, Land ...
StadtLandseit
Ávila Spanien Spanien
Bad Soden am Taunus Deutschland Deutschland1979
BuxoroUsbekistan Usbekistan2009
Dubrovnik Kroatien Kroatien2011
Elmbridge Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich1974
Fribourg Schweiz Schweiz1992
Helsingør Danemark Dänemark
Jelgava Lettland Lettland2007
Kirjat Malʾachi Israel Israel1985
Kitzbühel Osterreich Österreich1979
Le BardoTunesien Tunesien1991
Lynchburg Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Oaxaca de Juárez Mexiko Mexiko
Sarajevo Bosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina
Sergijew Possad Russland Russland1989
Timișoara Rumänien Rumänien1993
Tōgane Japan Japan1990
Zouk MikaelLibanon Libanon1971
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Zudem ist die Stadt Mitglied des Bundes der europäischen Napoleonstädte.

Verkehr und Wirtschaft

Rueil-Malmaison liegt an der Linie RER A der Pariser Verkehrsbetriebe. Am Seine-Ufer besteht auch ein Anschluss an die A 86, die Périphérique de l’Île-de-France, ein äußerer Autobahnring um Paris.

In der Stadt befinden sich die Hauptsitze großer französischer Firmen wie des Automobilkonzerns PSA, des Baukonzerns Vinci, der Elektronikfirma Schneider Electric und des Ingenieurdienstleisters Ingérop; aber auch die französischen Hauptniederlassungen und/oder Produktionsstätten vieler internationaler Firmen sind hier ansässig, etwa von Unternehmen der petrochemischen und pharmazeutischen Industrie, der Automobil- und Nahrungsmittelindustrie. Zudem hat Toshiba TEC France Imaging Systems ihren Sitz in der Stadt.

Bildung

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter:

Personen mit Beziehung zur Stadt:

  • Anna Langfus, (1920–1966), polnisch-französische Schriftstellerin und Goncourt-Preisträgerin, arbeitete nach ihrer Übersiedlung nach Frankreich 1946 als Mathematik-Lehrerin in Rueil-Malmaison
  • Jean-Marie Le Pen (1928–2025), Gründer des Front National, wohnte zusammen mit seiner zweiten Frau Jany Paschos in Rueil-Malmaison

Literatur

  • Le Patrimoine des Communes des Hauts-de-Seine. Flohic Éditions, 2. Auflage, Charenton-le-Pont 1993, ISBN 2-908958-95-3, S. 324–347.

Einzelnachweise

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