Ruprecht Skasa-Weiß
Journalist, Redakteur, Autor Geboren: 1936
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Ruprecht Skasa-Weiß (Pseudonym Guntram Pilger; * 12. Juli 1936 in Nürnberg; † 16. August 2026)[1] war ein deutscher Journalist und Autor.
Leben
Ruprecht Skasa-Weiß war der älteste Sohn des Schriftstellers und Journalisten Eugen Skasa-Weiß (1905–1977). Nachdem die elterliche Wohnung während eines Bombenangriffs 1943 zerstört worden war, zog die Familie in das großelterliche Haus nach Markt Grafing.[2] Wie zwei seiner Brüder (unter ihnen der Journalist Michael Skasa (* 1942)) kam er in das Internat in Neuburg an der Donau. Nach dem Abitur studierte er ab 1956 Germanistik, Philosophie und Psychologie an den Universitäten in Hamburg und Freiburg.
Nach Abschluss seines Studiums 1960 war Skasa-Weiß bis 1962 Mitarbeiter in der Zentralredaktion für Serien und Romane im Verlagshaus Axel Springer. 1963 war er kurzzeitig als Redakteur bei der Bavaria Atelier GmbH tätig. Von 1963 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2001 war er Feuilletonredakteur der Stuttgarter Zeitung und als solcher verantwortlich für die Wochenendbeilage, Essay, Film, Kabarett und Sprachliches. Auch nach 2001 war er fester freier Mitarbeiter der Zeitung, wo er auch seine Kolumne 5 Minuten Deutsch veröffentlichte.
1977 wurde Skasa-Weiß für eine Reportage über Wolf Biermann der Joseph-E.-Drexel-Preis verliehen. Er war Juror des Deutschen Kleinkunstpreises (1981 bis 1992), der Liederbestenliste (1984 bis 1991), des Deutschen Filmpreises (1999 bis 2001) und des Stuttgarter Besens (1993 bis 2011). Außerdem war er von 1992 bis 1998 Gutachter der Filmbewertungsstelle Wiesbaden. Darüber hinaus war er Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie und der Gesellschaft Deutscher Lichtbildner.
Ruprecht Skasa-Weiß war bis zu deren Tod im Jahr 2015 mit Elke Skasa-Weiß, geborene Schliep,[3] und von 2017 bis zu seinem Tod mit Julia Schröder verheiratet.[1] Er starb im August 2026 wenige Wochen nach seinem 90. Geburtstag.
Werke (Auswahl)
- gemeinsam mit Horst Rudel: Stuttgart live. Bildband. Rüber, Schwieberdingen 1980. ISBN 978-3-922622-01-7.
- gemeinsam mit Fritz Dressler: Lanzarote. Bildband. Ellert & Richter, Hamburg 1988. ISBN 978-3-89234-071-3.
- 5 Minuten Deutsch. Modischer Murks in der Sprache. Klett-Cotta, Stuttgart 2006. ISBN 978-3-608-94441-9.
- Weitere 5 Minuten Deutsch. Die vermurkste Gegenwartssprache. Klett-Cotta, Stuttgart 2007. ISBN 978-3-608-94512-6.
- 5 Minuten Mediendeutsch. Teil 1: Vom Doppelpunkt bis zum Denglisch. Shaker Media, Aachen 2014, ISBN 978-3-95631-211-3.
- 5 Minuten Mediendeutsch. Teil 2: Vom Abtritt bis zur Kulturalität. Shaker Media, Aachen 2014, ISBN 978-3-95631-212-0.
- 5 Minuten Mediendeutsch. Teil 3: Von den Gefährdern bis zum Urgestein. Shaker Media, Aachen 2014, ISBN 978-3-95631-213-7.
- 5 Minuten Mediendeutsch. Teil 4: Vom Intimfeind bis zur Lichtgestalt. Shaker Media, Aachen 2014, ISBN 978-3-95631-214-4.
- 5 Minuten Mediendeutsch. Teil 5: Vom Bespaßen bis zum Wahnsinn pur. Shaker Media, Aachen 2014, ISBN 978-3-95631-215-1.
Weblinks
- Ruprecht Skasa-Weiß auf der Website Autorinnen und Autoren in Baden-Württemberg
- Tim Schleider: Nachruf: Der Brückenbauer. In: stuttgarter-zeitung.de. 20. August 2026.