Russischer Imperialismus
territoriale Ausbreitung Russlands und die Unterwerfung benachbarter Völker
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Russischer Imperialismus bezeichnet in der Geschichtswissenschaft und politischen Analyse das Streben Russlands und seiner Vorgängerstaaten, sein Territorium, sowie seinen politischen, militärischen und kulturellen Einfluss über seine ursprünglichen Grenzen hinaus auszudehnen. Er beinhaltet das russische Selbstverständnis als vorherrschende Nation in einem Vielvölkerstaat. Das russische Imperium war flächenmäßig das größte und zeitlich das beständigste Imperium im europäischen Vergleich.

Historische Entwicklung
Zarenreich
Das Moskauer Fürstentum war zunächst ein kleines Teilfürstentum des Fürstentums Wladimir-Susdal. Es nahm ab der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts zahlreiche Flüchtlinge der Mongolenangriffe auf, darunter auch viele Krieger. Um sie mit Land versorgen zu können, begann eine Zeit der Expansion. Im ersten Viertel des 14. Jahrhunderts vergrößerte Juri I. Daniilowitsch das Territorium deutlich. Die räumliche Ausdehnung führte zu teils kriegerischen Auseinandersetzungen mit seinen Nachbarn.
Mit Hilfe der Mongolen konnte sich Iwan I. schließlich gegen Twer und Rjasan durchsetzen. Im Jahr 1325 wurde Moskau unter Metropolit Peter zum Sitz der Russisch-Orthodoxen Kirche. Unter seinem Sohn Simeon ging auch die Großfürstenwürde von Twer auf Moskau über. Nach dem Sieg über Nischni Nowgorod in den 1360er-Jahren wandte sich Moskau schließlich gegen die Mongolenherrschaft. Wiederholt konnten Plünderungszüge der Mongolen abgewehrt werden. Im Jahr 1380 gelang einem vereinigten russischen Heer in der Schlacht auf dem Kulikowo Pole schließlich ein entscheidender Sieg. Der Moskauer Großfürst nannte sich nun Großfürst der ganzen Rus. Zwischen 1320 und 1460 erweiterte Moskau sein Territorium von 28.000 km² auf 430.000 km². Im Jahr 1472 heiratete Großfürst Iwan III. die Nichte des letzten Kaisers von Byzanz, Sofia Palaiologa. Damit demonstrierte er seinen Anspruch auf das christlich-orthodoxe Erbe (Drittes Rom).[2]
Nach dem Ende der Mongolenherrschaft über die Rus im 16. Jahrhundert entwickelte sich mit der Gründung des Russischen Zarenreiches unter Iwans Enkel Iwan IV. (dem Schrecklichen) zum ersten Mal ein russischer Zentralstaat. Bis hierhin war die russische Ausdehnung auch vom Pelzhandel angetrieben worden. Mit der Erschöpfung dieser Resource veränderte sich der Charakter der räumlichen Expansion, hin zu eher kolonialen Strukturen der Unterwerfung.[3] Als erster russischer Zar stabilisierte Iwan IV. Russlands Grenzen und erlangte Einfluss auf die umliegenden Khanate und Fürstentümer. Sein bedeutendster Feldherr jener Zeit war Andrei Kurbski. Die gezielte Aneignung alter Zentren der Rus (Nowgorod im Jahr 1478 und Kiew im Jahr 1654) verdeutlichte den Moskauer Machtanspruch.[4] Mit der Eroberung des Khanats Kasan (1552) und Astrachans (1556) unter Iwan IV. begann eine systematische Expansion in Richtung Sibirien und Zentralasien. Diese war durch religiöses Missionsstreben, wirtschaftliche Interessen und sicherheitspolitische Motive geleitet.[5] Auch die Entlohnung des Adels mit eroberten Ländereien spielte für das wirtschaftliche schwache Reich als Grund für die Ausdehnung eine wesentliche Rolle (siehe auch Russische Eroberung Sibiriens). In blutigen Feldzügen unterwarfen russische Armeen in Sibirien unter anderen die Völker der Chanten, Mansen, Jakuten, Ewenken und Tschuktschen. Bisweilen folgten die russischen Truppen dabei Befehlen, die Menschen vollständig zu vertreiben und die Kulturen der eroberten Völker auszulöschen, beispielsweise unter Kaiserin Elisabeth. Heute bilden diese Volksgruppen in ihren angestammten Siedlungsgebieten stets die Minderheit, während ethnische Russen in der Mehrheit sind.

Von 1721 bis 1917 war die offizielle Staatsbezeichnung des Russischen Kaiserreiches (All-)Russisches Imperium ((Все-)Росси́йская импе́рия). Peter der Große (1672–1725) nannte sich seit dem Sieg im Großen Nordischen Krieg Imperator, und Russland wurde zu einer europäischen Großmacht. Unter Katharina der Großen (1729–1796) eroberte das Zarenreich Neurussland, die Krim, Polen-Litauen und das Territorium der heutigen Baltischen Staaten. Im 19. Jahrhundert expandierte das Russische Kaiserreich nach Zentralasien, in den Kaukasus und nach Nord- und Osteuropa. Mit dem Russisch-Schwedischen Krieg und dem Frieden von Tilsit fiel 1807 Finnland an Russland.
Die Expansion führte im späten 18. Jahrhundert zum direkten Kontakt mit osmanischen, persischen und chinesischen Gebieten und schließlich zur direkten Konfrontation mit dem Britischen Weltreich sowie dem Japanischen Kaiserreich (siehe Russisch-Türkische Kriege, Russisch-Japanischer Krieg und Russische Ostasienpolitik). Es folgte die Errichtung von Schutzgebieten wie dem zentralasiatischen Emirat Buchara und den Khanaten Chiwa und Kokand.[2][6] Bis dahin war Russland vor allem eine koloniale Siedlergesellschaft (frontier society) gewesen. Einem eigenen Zivilisationsauftrag folgend, lag das Hauptaugenmerk auf der Eroberung, Befriedung, Kultivierung und der Konvertierung der Menschen zum orthodoxen Christentum.[7] Die stetigen Angriffe nomadischer Reiterarmeen machten die Herausbildung eines starken, verteidigungsfähigen Staates erforderlich.[8]
In der Forschung werden direkte Parallelen zu den westlichen Kolonialreichen gezogen.[9] Bei seinen Kriegszügen gingen russische Heere oft erbarmungslos gegen die eroberten Völker vor. So kam es unter anderem zum Völkermord an den Tscherkessen. Es gab zahlreiche lokale Aufständen, angefangen in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts im Khanat Kasan, die gewaltsam unterdrückt wurden. Die Integration zahlreicher Sprachen, Religionen und Gesellschaftsmodelle stellte Russland langfristig vor kaum lösbare Probleme. Das Scheitern des Zarenreichs sollte nach Daniel Brower (1936 – 2007) deshalb auch als Scheitern des russischen Kolonialsreichs verstanden werden.[10]
Wie andere europäische Mächte auch versuchte sich Russland an einer überseeischen Expansion. Es dehnte seinen Einfluss dabei kurzfristig über Alaska bis in das heutige Kalifornien (Fort Ross) aus. Mit dem Verkauf Alaskas an die Vereinigten Staaten von Amerika im Jahr 1867 zog es sich aber wieder vom nordamerikanischen Kontinent zurück. Ein Siedlungsversuch in Sagallo im heutigen Dschibuti im Jahr 1889 scheiterte umgehend am Widerstand der Franzosen vor Ort. Die imperiale Expansion Russlands setzte sich – mit Unterbrechungen – bis zur Oktoberrevolution 1917 fort.
Während sich Russland zunächst noch der Idee des Panslawismus verweigerte, versuchte es nach der Niederlage im Krimkrieg den Panslawismus zur Erweiterung seiner Einflusssphäre in Mitteleuropa zu nutzen. Ab 1881 kam es innenpolitisch zu einer staatlich geförderter Russifizierungs- und Unterdrückungspolitik. Sie leitete ihren Anspruch dabei aus der christlichen Orthodoxie ab und richtete sich vor allem gegen Polen und Juden, aber auch nicht-orthodoxe Russen und nichtrussische Orthodoxe. Gleichzeitig entwickelten sich Ethno-Nationalismus und Sezessionismus für das russische Imperium landesweit zu einem Problem und schließlich zum Brandbeschleuniger seines eigenen Zerfalls während der Revolutionen von 1917.[11]
Sowjetunion

Obwohl die frühe Sowjetführung den Zarismus als „Gefängnis der Völker“ kritisierte, weisen viele Historiker auf die Kontinuität imperialer Praktiken hin. Die Eingliederung neuer Republiken sowie die Kontrolle über Ostmitteleuropa nach 1945, aber auch der Hitler-Stalin-Pakt werden dabei oft als Ausdruck eines sowjetischen Imperialismus gewertet.
Zwar gab es innerhalb der Sowjetunion auch Tendenzen für einen Ethnoföderalismus, der den Kommunismus auf dem Weg zum Sowjetvolk stärken sollte. Gerade zu Beginn der Machtübernahme versuchten die Kommunisten sich so die Unterstützung in den Regionen zu sichern. Dies fand seinen Ausdruck in der Deklaration der Rechte der Völker Russlands im November 1917. Doch faktisch blieb die imperiale Logik bestimmend. Es folgte die massive Unterdrückung nationaler Selbstbestimmungsansprüche durch die Moskauer Zentralmacht. In Georgien übernahmen nach dem von Bolschewiken angezettelten georgisch-südossetischen Krieg (1918–1920) die Sowjets die Kontrolle und zwangen das Land zusammen mit Armenien und Aserbaidschan in die Transkaukasische Sowjetrepublik. Auch der östliche Teil der Ukraine wurde 1922 als Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik zwangsweise in die Sowjetunion integriert. Ukrainische Kleriker, Intellektuelle und Amtsträger waren danach tödlicher Verfolgung ausgesetzt (Erschossene Renaissance). Ob Stalin Anfang der 1930er-Jahre mit einer gezielt herbeigeführten Hungersnot (Holodomor) versuchte, auch den Widerstand der ukrainischen Bauern zu brechen, ist heute Gegenstand intensiver wissenschaftlicher Debatten.
Ab 1934 wurden der Sowjetpatriotismus und die „Liebe zum sowjetischen Vaterland“ immer stärker mit der großrussischen Nation verbunden. Dies zeigte sich auch in anderen Teilen der Sowjetunion in der Unterdrückung von Sprachen und Kulturen, der gezielten Russifizierung der Bevölkerung, sowie strategischen Deportationen von Minderheiten aus angestammten Siedlungsgebieten und die Ansiedlung von Russen dort (siehe Ethnische Deportationen in der UdSSR). Diese Politik kostete Millionen von Menschen das Leben und traf die kulturelle Identität Dutzender Volksgruppen schwer. Gleichzeitig entwickelte sich die Sowjetunion zu einem zentralistisch organisierten Bundesstaat, der vom Machtapparat der kommunistischen Partei zusammengehalten wurde. Stalin nutzte jede sich bietende Gelegenheit zur Eroberung neuer Gebiete.[11]
Anders als die Streitkräfte der anderen Alliierten wurde die Rote Armee nach 1945 nicht demobilisiert. Sie hielt zahlreiche Staaten Mittel-Ost-Europas besetzt und installierte mithilfe der Kominform kommunistische Regierungen. Es gelang zunächst nur Jugoslawien und Albanien ihre wirtschaftlichen und politischen Abhängigkeiten abzuschütteln, in die sie von der Sowjetunion gedrängt worden waren. In den Mitgliedsländern des Warschauer Pakts Ungarn (1956) und Tschechoslowakei (1968) gab es Aufstände und kurzzeitig von der Sowjetunion unabhängige Regierungen, die Moskau unter Verwendung des sowjetischen Militärs beseitigte. Der politische und gesellschaftliche Dominanzanspruch führte häufig zu einer bleibenden Abneigung gegenüber Russland und beeinflusst bis heute die Beziehungen mit vielen seiner Nachbarn. Zumindest teilweise erzeugte die gemeinsame Vergangenheit in den ehemals besetzten Gebieten jedoch auch eine gemeinsame Sowjetidentität, die im Begriff Homo sovieticus ihren Ausdruck findet.[12][13]
China wurde sowohl zum Opfer des russischen beziehungsweise sowjetischen Imperialismus (wie auch der imperialen Ambitionen der Japaner, der Briten etc.), suchte später aber auch eine enge Bindung zu Stalins Sowjetunion, um sich dann wieder von der befürchteten Hegemonsierung zu befreien.[14] Mao Zedong bezeichnete die imperialistische Politik der Sowjetunion als sozialimperialistisch und verwendete damit einen Begriff, der eigentlich den sozioökonomischen Aspekt des Imperialismus beschreibt. Die Sowjetunion präsentierte sich international als Gegenkraft zu imperialistischen und kolonialen Tendenzen des Westens. Mit dem Krieg in Afghanistan verlor dieses Narrativ jedoch an Glaubwürdigkeit. Der Wunsch nach Selbstbestimmung, der in vielen Staaten des Warschauer Paktes und in vielen Republiken der Sowjetunion durchbrach, trug maßgeblich zu ihrem Ende bei.[15]
Russische Föderation

Mit Wladimir Putins Machtübernahme ab 1999 folgte die Konsolidierung der politischen Verhältnisse innerhalb Russlands nach einer Phase der Instabilität und des Umbruchs. Mit dem blutig geführten zweiten Tschetschenienkrieg erzwang Putin den Fortbestand der Russischen Föderation. Sein politischer Ansatz zur Lösung innerer Konflikte folgte dabei der imperialen Tradition des Zarenreiches und der Sowjetunion.[16] Die Annexion der Krim (2014), die Invasion der Ukraine (2022) und die militärischen Operationen in Syrien werten viele Beobachter als Ausdruck eines neuen russischen Imperialismus.[17][18]
Seit den 2000er-Jahren wird daneben auch eine Reaktivierung imperialer Rhetorik und Politik beobachtet.[19] Putin nutzt die imperiale Vergangenheit heute zur Rechtfertigung seines politischen Handelns.[20] Er grenzt sich dabei insbesondere von der Europäischen Union ab, deren integrativer und ausgleichender Charakter dem imperialen Streben Putins entgegensteht.[17] Im Sinne des Konzeptes der Russki Mir spricht die Regierung Russlands insbesondere slawischen Ländern, aber auch anderen Staaten mit starkem russischen Einfluss die Eigenständigkeit ab. Putin stellt die russische Nation als in Regionen verschiedener Länder zersplittert dar und betrachtet ihre „Wiedervereinigung“ als unerlässlich. Er schwächte die Autonomie russischer Regionen wie Tatarstan und Sacha.[21][22][23][24] In einer vielzitierten Rede vor dem Föderationsrat im Jahr 2005 schlug Putin dezidiert imperialistische Töne an, als er den Untergang der Sowjetunion als „größte geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts“ bezeichnete. Im Jahr 2021 veröffentlichte er einen Essay Zur historischen Einheit von Russen und Ukrainern, indem er der Ukraine ihre Eigenständigkeit abspricht.
In seiner internationalen Kommunikation versucht Russland, den Krieg gegen die Ukraine mit der NATO-Osterweiterung nach dem Kalten Krieg zu rechtfertigen und ukrainische Rechtsextreme als Bedrohung für sich selbst darzustellen. Gegenüber der russischen Öffentlichkeit äußert sich Putin oft offener zu seinen imperialistischen Ambitionen. So verglich er sich in einer Rede anlässlich des 350. Geburtstags von Peter dem Großen im Jahr 2022 mit dem Zaren: Wie damals Peter im Krieg gegen die Schweden falle es heute ihm zu, das Land zu stärken und „zurückzuholen, was russisch ist“.[25]
Von Russland besetzte Gebiete gibt es heute in Moldawien (seit 1990), in Georgien (seit 2008) und in der Ukraine (seit 2014). Auch die Zugehörigkeit der südlichen Kurilen zu Russland ist international umstritten. Der Ressourcenbedarf des Ukrainekrieges führte allerdings zu einem spürbaren Verlust an Einfluss in manchen Staaten der ehemaligen Sowjetunion.[26] Diese Entwicklung ließ sich auch in Syrien beobachten, als im Jahr 2024 der von Russland gestützte Herrscher Baschar al-Assad vertrieben wurde. Mit dem US-amerikanischen Angriff auf Venezuela im Jahr 2026 verlor Putin mit Nicolás Maduro einen weiteren Verbündeten.
Nach Ludger Kühnhardt markierte der Überfall auf die Ukraine einen Epochenbruch, indem Russland den antiimperialen Weg Europas verließ und in imperiale Verhaltensmuster zurückgefallen ist. Die politische Abkehr von Europa und Ausrichtung auf Eurasien beinhaltet hiernach auch eine Abkehr von der europäischen politischen Philosophie seit der Aufklärung. Das Projekt der Eurasischen Union bildet ein „mystisch-überhöhtes Gegenmodell“ (Kühnhardt) zur Europäischen Union und repräsentiert den Versuch einer Neuordnung der geographischen wie der geistig-politischen Grenzlinien Europas und Asiens.[27]
Besonderheit des Russischen Imperialismus
Während die anderen europäischen Großmächte über die Ozeane expandierten, erweiterte Russland seine Grenzen über Land, was logistisch vergleichsweise schwerer war. Alexei Chomjakow beschrieb Sankt Petersburgs Elite als eine Kolonie gemischter Europäer, „hineingeworfen in ein Land voller Barbaren“. Beide Gruppen verband dabei eine koloniale Beziehung.[28] Nach Alexander Etkind ist Russland sowohl das Subjekt als auch das Objekt seiner Kolonisierung.[29]
Rolle der Geheimdienste
Russische Geheimdienste arbeiteten unmittelbar an der Vorbereitung und Stabilisierung der russischen Expansionspolitik mit. Bereits die zaristische Ochrana verfügte über (als Kaufleute und Forscher getarnte) Agenten und Kundschafter, die militärische Angriffe vorbereiteten. Später setzten die Sowjets mit der Tscheka und dem KGB diesen Ansatz unmittelbar fort. Mit Wladimir Putin steht heute ein Geheimdienstler an der Spitze des Staates, dessen Dienste FSB, SWR und GRU sowohl die Innen- als auch die Außenpolitik Russlands kontrollieren.[30]
Literatur
- Ronald Grigor Suny: The Revenge of the Past: Nationalism, Revolution, and the Collapse of the Soviet Union, Stanford University Press, 1993.
- Mark Bassin: Imperial Visions. Cambridge University Press, 1999.
- Geoffrey Hosking: Russia and the Russians: A History. Belknap Press, 2001.
- Michael Khodarkovsky: Russia’s Steppe Frontier. Indiana University Press, 2002.
- Dominic Lieven: Empire: The Russian Empire and Its Rivals. Yale University Press, 2002.
- Mark von Hagen: Empires, Borderlands, and Diasporas: Eurasia as Anti-Paradigm for the Post-Soviet Era, The American Historical Review, 2004.
- Alexander Etkind: Internal Colonization. Polity Press, 2011.
- Serhii Plokhy: Lost Kingdom. The Quest for Empire and the Making of the Russian Nation. Basic Books, New York 2017, ISBN 978-0-465-09849-1.
- Alfred Rieber: The Struggle for the Eurasian Borderlands. Cambridge University Press, 2014.
- Timothy Snyder: Der Weg in die Unfreiheit. Russland, Europa, Amerika. C. H. Beck, München 2018, ISBN 978-3-406-72501-2 (englisch: The Road to Unfreedom. Russia, Europe, America. New York 2018.).
- Marlene Laruelle: Russian Nationalism. Imaginaries, Doctrines, and Political Battlefields. Routledge, London 2019, ISBN 978-1-138-38652-5, doi:10.4324/9780429426773.
- Anne Applebaum: Twilight of Democracy. Doubleday, 2020.
- Dietrich Geyer: Das russische Imperium. Von den Romanows bis zum Ende der Sowjetunion. Hrsg.: Jörg Baberowski und Rainer Lindner. De Gruyter Oldenbourg, Berlin 2020, ISBN 978-3-11-066499-7, doi:10.1515/9783110668407.
- Martin Schulze Wessel: Der Fluch des Imperiums. Die Ukraine, Polen und der Irrweg in der russischen Geschichte. C. H. Beck, München 2023, ISBN 978-3-406-80049-8.
Weblinks
- Ursprünge, Merkmale und Ziele des russischen Neo-Imperialismus – bpb
- Ukraine-Analysen Nr. 290: Russischer Imperialismus?
- SWP: Geopolitik in Russland
- Ossip K. Flechtheim: Großrussischer Imperialismus und weltrevolutionärer Bolschewismus. Vortrag 30. Mai 1956.
- Cédric Wermuth: Gegen den russischen Imperialismus. Warum die Linke die Ukraine unterstützen muss. In: blaetter.de Ausgabe Mai 2023.