Ruta (Marschflugkörper)
From Wikipedia, the free encyclopedia
Die Ruta (ukrainisch Рута) ist eine Familie ukrainischer Lenkflugkörper.[1][2][3][4]
| Ruta | |
|---|---|
|
| |
| Allgemeine Angaben | |
| Typ | Marschflugkörper |
| Herkunftsland | Schweiz, Niederlande, Ukraine |
| Hersteller | Destinus |
| Entwicklung | 2025 |
| Technische Daten | |
| Antrieb Erste Stufe Zweite Stufe |
Raketenbooster Turbojet-Triebwerk |
| Reichweite | bis zu 500 km |
| Ausstattung | |
| Lenkung | GNSS / Gelände-Kontur-Abgleich |
| Listen zum Thema | |
Entwicklung und Produktion
Das System wurde vom in den Niederlanden ansässigen Unternehmen Destinus des Exilrussen Michail Kokoritsch entwickelt.[2] Block 1 wird seit Anfang 2026 in den Niederlanden in Serie gefertigt, Block 2 soll im Laufe des Jahres 2026 folgen. Die Systeme sollen auch in Deutschland vom Joint Venture Rheinmetall Destinus Strike Systems in Unterlüß u. a. für die Bundeswehr gefertigt werden, Block 1 und 2 ab 2026, Block 3 soll folgen.[5]
Block 1
Block 2
Im Gegensatz zu Block 1 ist Block 2 ein deutliches Redesign, da der Flugkörper nun aus dem Behälter verschossen wird, in dem er auch gelagert und transportiert wird (was Vorteile bei Produktion, Logistik und Zuverlässigkeit bedeutet). Daher weist der Flugkörper nun eine eher quadratischen statt runden Querschnitt auf, die Flügel entfalten sich erst nach Abschuss. Die Reichweite beträgt bis zu 420 km, die maximale Masse des Sprengkopfes beträgt 250 kg.[9]
Block 3
Block 3 ist ein größerer Flugkörper mit einer Reichweite von bis zu 2000 km, dazu wurde die Aerodynamik verbessert und das stärkere T220-Triebwerk entwickelt. Ebenso wurde die Navigation verbessert, um auch in Bereichen mit gestörter Satellitennavigation operieren zu können, offensichtlich dank des Know-Hows der 2025 übernommenen Schweizer Daedalean AG.[10] Die Größe des Sprengkopfes soll bei 250 kg bleiben.[11][12]
Einsatz
Am 10. Dezember 2024 gab der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bekannt, dass die Ukraine die Waffe erfolgreich getestet habe.[13] Am 28. Oktober 2025 teilte er mit, im Russisch-Ukrainischen Krieg verstärkt Waffen der selbst hergestellten Typen Ruta und Flamingo gegen russische Ziele einzusetzen.[4]
