Ruth Buffalo

US-amerikanische Politikerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Ruth Anna Buffalo ist eine US-amerikanische Politikerin und Angehörige der Mandan, Hidatsa und Arikara Nation. Sie war von 1. Dezember 2018 bis 1. Dezember 2022 Mitglied des Repräsentantenhauses von North Dakota (District 27) und war die erste demokratische Frau indianischer Abstammung, die in die Legislative von North Dakota gewählt wurde.[1][2]

Hintergrund, frühes Leben und Ausbildung

Buffalo wurde in Watford City im McKenzie County geboren und wuchs im benachbarten Mandaree auf. Sie ist registriertes Mitglied der Mandan, Hidatsa und Arikara Nation. Der Stammesverbund wird auch Three Affiliated Tribes genannt. Sie wurden zwangsweise in der Fort Berthold Reservation angesiedelt. Mehrere historische kollektive Traumen belasten die Gemeinschaft bis heute.

Buffalo erwarb einen Bachelor of Science in Strafrecht (Criminal Justice) an der Si Tanka University sowie drei Masterabschlüsse an der North Dakota State University — in Management, Betriebswirtschaft (MBA) und Public Health.[1][2]

Politische Laufbahn

Frühe politische Aktivitäten

2016 kandidierte Buffalo für das Amt des Versicherungskommissars von North Dakota, unterlag jedoch Jon Godfread. 2017 wurde sie zur Parteivorsitzenden der North Dakota Democratic–Nonpartisan League gewählt, und im Juli 2017 berief man sie in die Fargo Native American Commission.[1][2]

Mitglied des Repräsentantenhauses von North Dakota

Bei der Wahl 2018 gewann sie den Sitz im Repräsentantenhaus (District 27) gegen den bisherigen republikanischen Abgeordneten Randy Boehning. Boehning war Sponsor eines umstrittenen Wähler-Identitätsgesetzes, das Kritiker zufolge indigene Wähler benachteiligen könnte.[3]

In ihrer Amtszeit setzte sie sich insbesondere für folgende Themen ein:

  • Ausbau des Zugangs zur Gesundheitsversorgung
  • Prävention von Menschenhandel
  • Erfassung von vermissten und getöteten indigenen Personen (Missing and Murdered Indigenous People, MMIP)
  • Schaffung einer landesweiten Vermissten-Datenbank[1]
  • Schaffung eines Gesetzes, das vorschreibt, dass die Geschichte der amerikanischen Ureinwohner in allen Schulen der Klassenstufen K-12 unterrichtet werden muss.[4]

Symbolik und kulturelle Bedeutung

Bei ihrer Vereidigung am 1. Dezember 2018 trug Buffalo traditionelle indigene Kleidung und hielt einen Fächer aus Adlerfedern, den sie von einem Verwandten erhalten hatte. Sie erklärte, dass dies Teil ihrer Identität sei und sie mit diesem Auftritt ihre Vorfahren und die nachfolgende Generation ehren wolle.

Engagement und weitere Tätigkeiten

Buffalo engagiert sich stark im Bereich Public Health, Gemeinwesenorganisation und indigene Rechte. Zu ihren Aktivitäten gehören:

  • Vorsitz der North Dakota Human Rights Coalition
  • Vorstandsmitglied der National Native Boarding School Healing Coalition
  • Mitglied in beratenden Gremien zu Frauengesundheit, lokaler Ernährungssouveränität und indigenem Führungspersonal
  • Rednerin bei Veranstaltungen wie den Facing Race Awards[1]

Sie ist CEO des Minnesota Indian Women's Resource Center. Dieses arbeitet für die Stärkung indigener Frauen und Familien durch Ressourcen wie Interessenvertretung, Selbsthilfegruppen, Heilungsräume, Familienangebote, Wohnraum und vieles mehr. Sie ist zudem Vorstandsvorsitzende der National Native Boarding School Healing Coalition.[4][5][2] Sie arbeitet eng mit Deb Haaland zusammen bezüglich der Traumatisierung durch die Native Bording Schools, in denen ähnlich wie in den Residential Schools in Kanada indigene Kinder zwangsweise in internatartige Schulen untergebracht wurden. Dort kam es zu zahlreichen psychischen und physischen Übergriffen, zu schweren Misshandlungen, zu sexuellem Missbrauch und sogar zu Todesfällen.

Auszeichnungen

  • „Woman of the Year“ vom North Dakota Women’s Network (2019)
  • 40 under 40 Leadership Award“ vom National Center for American Indian Enterprise Development
  • Fellowship im Women’s Peacemaker-Programm[1][2][6]

Privatleben

Ruth Buffalo ist mit ihren Ehemann Brian verheiratet und hat vier Kinder. Sie lebt in South Fargo, North Dakota.[1]

Einzelnachweise

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