Rybaliwka
Ort im Rajon Tokmak, Ukraine
From Wikipedia, the free encyclopedia
Rybaliwka (ukrainisch Рибалівка; russisch Рыбаловка Rybalowka) ist ein ukrainisches Dorf im Rajon Polohy in der Oblast Saporischschja, es geht auf den russlandmennonitischen Ort Fischau als Teil der Kolonie Molotschna zurück.
| Rybaliwka | ||
|---|---|---|
| Рибалівка | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Oblast: | Oblast Saporischschja | |
| Rajon: | Rajon Polohy | |
| Höhe: | 21 m | |
| Fläche: | 0.769 km² | |
| Einwohner: | 189 (2001) | |
| Bevölkerungsdichte: | 246 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 71760 | |
| Vorwahl: | +380 6178 | |
| Geographische Lage: | 47° 8′ N, 35° 32′ O | |
| KATOTTH: | UA23100150180045308 | |
| KOATUU: | 2325280805 | |
| Verwaltungsgliederung: | 1 Dorf | |
| Verwaltung | ||
| Adresse: | вул. Центральна 85 71760 с. Долина | |
|
| ||
Am 12. Juni 2020 wurde das Dorf ein Teil der neugegründeten Stadtgemeinde Molotschansk,[1] bis dahin war es ein Teil der Landratsgemeinde Dolyna im Südwesten des Rajons Tokmak.
Am 17. Juli 2020 kam es im Zuge einer großen Rajonsreform zum Anschluss des Rajonsgebietes an den Rajon Polohy.[2]
Im März 2022 wurde der Ort durch russische Truppen im Rahmen des Russischen Überfalls auf die Ukraine eingenommen und befindet sich seither nicht mehr unter ukrainischer Kontrolle.
Fischau
Der Ort wurde 1802 am Nordufer des Flusses Molotschna von 22 Mennonitenfamilien aus Westpreußen gegründet. Anfangs wurde Siedlung Nr. 4, später nach einem Ort in Westpreußen benannt, dem heute polnischen Fiszewo. Die Verwaltung von Johann Cornies und der Landwirtschaftliche Verein planten 1832, den Ort an einen günstigeren Ort zu verlagert. Beiderseits der Dorfstraße bestanden Bauernhöfe, auch eine Dorfschule gab es. Im Jahr 1869 bestanden es hier 16 Vollwirtschaften, 12 Halbwirtschaften und 23 Kleinwirtschaften. 1908 hatte der Ort eine Windmühle, eine Färberei, eine Schmiede, ein Möbelgeschäft und einen Kleinwarenhandel. Die Gemeinde gehörte zum Kirchspiel Lichtenau.
Dorfschule
Die Dorfschule stand in der Mitte des Dorfes und war parallel zur Straße ausgerichtet. Die Fenster waren durch Ornamente bekrönt. An den Gebäudeecken befanden sich rustizierte Pilaster. Die Dorfschule von 1896 wurde 1998 abgerissen.
Literatur
- Rudy P. Friesen, Edith Elisabeth Friesen: Bauwerke der Vergangenheit: mennonitische Architektur, Landschaft und Siedlungen in Russland/Ukraine. Tweeback, Bonn 2016, S. 312–313.

