Röbi Koller

Schweizer Radio- und Fernsehmoderator From Wikipedia, the free encyclopedia

Röbi Koller (* 28. November 1957 in Luzern) ist ein Schweizer Radio- und Fernsehmoderator, Autor und Journalist.

Röbi Koller

Leben

Nach dem Phil.-I-Studium an der Universität Zürich (Germanistik, Romanistik, Anglistik) begann er 1981 beim Piratensender Radio 24 zu moderieren. Seine Karriere führte ihn 1988 zu Radio DRS 3 und gleichzeitig zum Schweizer Fernsehen. Bekannt machten Koller das Vorabend-Magazin Karussell (1988), die Langzeitreportagen für die Sendung SF-Spezial (1993–2002) – etwa zum Eiger oder zur Zürcher Langstrasse – sowie von 1996 bis 2002 die Moderation der Sendung Quer auf SF 1. 2002 verliess er das Fernsehen, schrieb für den Schweizerischen Beobachter und führte bis 2009 in der Sendung Persönlich auf Radio DRS 1 Gespräche. Er ist freischaffend im Bereich Journalismus und Kommunikation tätig. Von Peter Zeindler übernahm er 2004 die Moderation des «Züri Littéraire», einer Diskussionsveranstaltung über Literatur, die er zusammen mit Mona Vetsch bis 2017 programmierte und leitete. Seit 2005 ist Koller Botschafter der Hilfsorganisation Comundo, die vor allem in Afrika und Südamerika Projekte der Entwicklungszusammenarbeit betreibt. In dieser ehrenamtlichen Funktion besucht er regelmässig deren Projekte und berichtet darüber in verschiedenen Medien.

2007 kehrte er zum Schweizer Fernsehen zurück und moderierte die Sendungen «Fortsetzung folgt» und «Club». In seiner Samstagabendshow «Happy Day», die er bis April 2025 moderierte, wurden Herzenswünsche erfüllt und Zuschauer überrascht. Zudem gehörte er von 2016 bis 2022 zum Moderatorenteam der legendären Radio-Talkshow «Musik für einen Gast» auf Radio SRF 2. Seit April 2025 ist Koller pensioniert.[1] Sein Nachfolger bei Happy Day wurde Nik Hartmann mit der bisherigen Co-Moderatorin Kiki Maeder.[2] Die gesammelten Koch-Begegnungen mit prominenten Zeitgenossen für den Beobachter wurden 2007 in Buchform verlegt. Im selben Jahr erschien auch sein Porträt des Berner Bergsteigers Stephan Siegrist «Balance zwischen Berg und Alltag». 2011 erschien sein Buch «Dr. Nils Jent – Ein Leben am Limit». 2017 veröffentlichte Koller seine autobiografischen Aufzeichnungen «Umwege – Von Höhenflügen, Abstechern und Sackgassen» sowie 2025 einen Rückblick auf seine Arbeit beim Fernsehen: «Backstage – Hinter den Kulissen von Happy Day». Seit 2014 ist Koller im Vorstand des Vereins «Zuger Übersetzer», der alle zwei Jahre das Zuger Übersetzer-Stipendium vergibt. Seit 2023 veranstaltet er regelmässig Dylan Talks, in denen er sich mit anderen Dylan-Fans über die Songs und das Leben von Bob Dylan austauscht.[3]

Röbi Koller lebt mit seiner Frau Esther Della Pietra (* 1963) in Zürich und Braunwald GL. Er hat zwei Töchter aus erster Ehe.

Bücher

Commons: Röbi Koller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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