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Römisch-katholische Kirche in Benin

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Die Römisch-katholische Kirche in Benin ist Teil der weltweiten römisch-katholischen Kirche.

Geschichte

Das erste katholische Kirchengebäude im Gebiet des heutigen Benin wurde 1680 in der Hafenstadt Ouidah (damals Ajudá, Hauptstadt des Königreiches Sahé) errichtet, wo die Portugiesen eine Befestigungsanlage unterhielten, um ihre Interessen im Sklavenhandel zu schützen. Schon zuvor hatten portugiesische Kapuziner im Rahmen des Padroado erfolglos gewirkt.[1] In der folgenden Zeit wirkten vor allem portugiesische und französische Priester, Dominikaner und Jesuiten an der Küstenregion. Zeitlich parallel zu einer stärkeren französischen Präsenz, begannen 1861 Missionare der Lyoner Gesellschaft der Afrikamissionen ihre Tätigkeit. Die erste Apostolische Präfektur Dahomey mit Sitz in Ouidah wurde 1883 errichtet, die 1909 die heutige Basilique de l’Immaculée Conception als Kathedrale erhielt. 1914 wurde dort das erste Priesterseminar gegründet, 1928 der erste Einheimische zum Priester geweiht. 1955 wurde das Erzbistum Cotonou eingerichtet. Mit der Unabhängigkeit Dahomeys (später umbenannt in Benin) wurden weitere Bistümer eingerichtet. Bedeutendster Kirchenmann des 20. Jahrhunderts war Kardinal Bernardin Gantin, erster indigener Kardinal der katholischen Kirche, Erzbischof von Cotonou und später in der Kurie als Präfekt der Kongregation für die Bischöfe tätig. 1982 und 1993 besuchte Papst Johannes Paul II. das Land, 2011 Papst Benedikt XVI.

Gegenwart

Im Jahre 2003 lebten 1,646 Mio. Katholiken Benin in Benin.[2] Das entsprach damals einem Katholikenanteil von 23 %.

Verhältnis zum Staat

1972 nahmen die damalige Republik Dahomey (heute: Benin) und der Heilige Stuhl diplomatische Beziehungen auf. Die Vertretung des Heiligen Stuhls in Dahomey bzw. in Benin nahm anfangs ein Pro-Nuntius wahr. Seit 1993 wird der Heilige Stuhl durch einen Apostolischen Nuntius vertreten. Apostolischer Nuntius ist seit Oktober 2024 Erzbischof Rubén Darío Ruiz Mainardi.

Am 21. Oktober 2016 unterzeichneten der Außenminister Benins, Aurélien Agbénonci, und der Apostolische Nuntius in Benin, Erzbischof Brian Udaigwe, einen Rahmenvertrag, der in 19 Artikeln das Verhältnis zwischen Kirche und Staat regelt. Der Vertrag verpflichtet beide Seiten, für die Rechte der Person und das Gemeinwohl zu wirken. Der Staat erkennt die römisch-katholische Kirche und ihre Einrichtungen als juristische Personen an.[3] Der Vertrag trat mit seiner Ratifizierung in Kraft.

Siehe auch

Einzelnachweise

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