Rúben Amorim
portugiesischer Fußballspieler
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Rúben Filipe Marques Amorim (* 27. Januar 1985 in Lissabon) ist ein portugiesischer Fußballtrainer. Als Spieler war er überwiegend im Mittelfeld aktiv und stand unter anderem bei Benfica Lissabon unter Vertrag. Internationale Bekanntheit erlangte er später als Trainer, insbesondere durch seine erfolgreiche Arbeit bei Sporting Lissabon. Zuletzt trainierte er bis Januar 2026 Manchester United.
| Rúben Amorim | ||
Rúben Amorim (2024) | ||
| Personalia | ||
|---|---|---|
| Voller Name | Rúben Filipe Marques Amorim | |
| Geburtstag | 27. Januar 1985 | |
| Geburtsort | Lissabon, Portugal | |
| Größe | 178 cm[1] | |
| Position | Mittelfeld | |
| Junioren | ||
| Jahre | Station | |
| 1994–1998 | Benfica Lissabon | |
| 1998–2000 | CAC Pontinha | |
| 2000–2001 | GC Corroios | |
| 2001–2003 | Belenenses Lissabon | |
| Herren | ||
| Jahre | Station | Spiele (Tore)1 |
| 2003–2008 | Belenenses Lissabon | 96 (4) |
| 2008–2017 | Benfica Lissabon | 95 (5) |
| 2012–2013 | → Sporting Braga (Leihe) | 30 (4) |
| 2015–2016 | → al-Wakrah SC (Leihe) | 14 (2) |
| Nationalmannschaft | ||
| Jahre | Auswahl | Spiele (Tore) |
| 2003 | Portugal U18 | 3 (0) |
| 2003–2004 | Portugal U19 | 13 (0) |
| 2004–2006 | Portugal U20 | 13 (0) |
| 2005–2007 | Portugal U21 | 10 (0) |
| 2010–2014 | Portugal | 14 (0) |
| Stationen als Trainer | ||
| Jahre | Station | |
| 2018–2019 | Casa Pia AC | |
| 2019–2020 | Sporting Braga | |
| 2020–2024 | Sporting Lissabon | |
| 2024–2026 | Manchester United | |
| 1 Angegeben sind nur Ligaspiele. | ||
Spielerkarriere
Vereine
Rúben Amorim stammt aus Lissabon. Seine fußballerische Ausbildung erhielt er in den Jugendakademien der Klubs Benfica und Belenenses. Am 14. Dezember 2003 debütierte er im Alter von 18 Jahren für Belenenses in der portugiesischen Primeira Liga. Amorim war ein vielseitig einsetzbarer Mittelfeldspieler, der sowohl offensive als auch defensive Aufgaben übernehmen und zudem als rechter Außenverteidiger agieren konnte. Bis 2008 absolvierte er 96 Ligaspiele und erzielte dabei vier Tore, bevor er für eine Ablösesumme von einer Million Euro zum Rekordmeister Benfica Lissabon wechselte. Während seiner Zeit bei Benfica wurde Amorim jedoch immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen und sah sich einem intensiven Konkurrenzkampf um die Mittelfeldpositionen ausgesetzt. Nach einem Streit mit Trainer Jorge Jesus wurde er im Januar 2012 an den Ligakonkurrenten Sporting Braga verliehen, wo er 2013 den Ligapokal gewann.
Zur Saison 2013/14 kehrte Amorim zu Benfica zurück und feierte mit dem Klub den Gewinn des nationalen Triples aus Meisterschaft, Pokal und Ligapokal. Das Endspiel der Europa League am 14. Mai 2014 verlor Benfica jedoch im Elfmeterschießen gegen den FC Sevilla. Kurz darauf zog sich Amorim einen Kreuzbandriss zu und fiel für mehrere Monate aus. In der Saison 2015/16 spielte er auf Leihbasis für al-Wakrah SC in der Qatar Stars League. Nach einem erneuten Kreuzbandriss beendete Rúben Amorim am 4. April 2017 im Alter von 32 Jahren seine aktive Karriere.
Nationalmannschaft

Ab 2003 durchlief Amorim die Junioren-Nationalmannschaften Portugals. 2007 nahm er mit der U-21-Auswahl an der U-21-Europameisterschaft in den Niederlanden teil.
Im Vorfeld der WM 2010 gehörte Amorim zwar zum vorläufigen Kader Portugals, wurde jedoch von Nationaltrainer Carlos Queiroz zunächst nicht in den endgültigen 23-Mann-Kader berufen. Erst nach der Verletzung von Nani rückte er in das Aufgebot nach und absolvierte in der Vorrunde gegen die Elfenbeinküste (0:0 am 15. Juni 2010) sein Länderspieldebüt.[2][3] 2014 nahm er in Brasilien an seinem zweiten WM-Turnier teil und kam im Gruppenspiel gegen Ghana (2:1) zu seinem einzigen Einsatz. Dies war Amorims 14. und letztes A-Länderspiel (kein Tor).
Erfolge als Spieler
- Portugiesischer Meister (3): 2009/10, 2013/14, 2014/15
- Portugiesischer Pokalsieger (1): 2014
- Portugiesischer Ligapokalsieger (4): 2009, 2010, 2011, 2013
- Portugiesischer Supercupsieger (1): 2014
Trainerkarriere
Nach seiner Spielerkarriere begann Amorim als Trainer zu arbeiten. Zur Saison 2018/19 übernahm er den Drittligisten Casa Pia AC. Im Januar 2019 wurden dem Klub sechs Punkte abgezogen und Amorim für 12 Monate gesperrt, da er keine gültige Trainerlizenz vorzuweisen hatte. Obgleich die Sperre letztlich aufgehoben wurde, reichte er seinen Rücktritt ein.
Mitte September 2019 wurde Amorim als Trainer der in der dritten Liga spielenden Reservemannschaft von Sporting Braga verpflichtet. Im Dezember wurde er nach der Entlassung von Ricardo Sá Pinto zum Cheftrainer der Profimannschaft befördert. Er übernahm Braga am 15. Spieltag auf Platz sechs stehend. Ende Januar 2020 gewann er mit dem Verein den portugiesischen Ligapokal. In der UEFA Europa League schied er mit Braga Ende Februar im Sechzehntelfinale gegen die Glasgow Rangers aus. In der Liga blieb er bis Anfang März in neun Spielen ungeschlagen und erreichte acht Siege.
Am 4. März 2020 wurde Amorim für die Ablöse von zehn Millionen Euro von Sporting Lissabon verpflichtet. Er übernahm Lissabon auf Platz vier stehend und beendete die Saison 2019/20 auf dem gleichen Platz. Zu Beginn der Saison 2020/21 scheiterte Sporting in der Qualifikation zur UEFA Europa League am Linzer ASK. Danach führte er die Löwen jedoch zum Ligapokalsieg und am Saisonende auch zum ersten Meistertitel seit 2002.[4] In der Champions League gelang Sporting daraufhin erstmals seit der Saison 2008/09 wieder der Einzug ins Achtelfinale. In der Saison 2023/24 gewann er mit Sporting zum zweiten Mal die portugiesische Meisterschaft.
Am 11. November 2024 wechselte Amorim in die Premier League zu Manchester United. Er unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2027.[5] Sporting Lissabon stand zu diesem Zeitpunkt mit 11 Siegen in ebenso vielen Spielen unangefochten an der Tabellenspitze der Primeira Liga. Am 5. Januar 2026 wurde Amorim wieder entlassen.[6]
Erfolge als Trainer
- Portugiesischer Meister (2): 2021, 2024
- Portugiesischer Ligapokalsieger (3): 2020, 2021, 2022
- Portugiesischer Supercupsieger (1): 2021
Weblinks
- Rúben Amorim in der Datenbank von foradejogo.net (englisch)
- Rúben Amorim in der Datenbank von weltfussball.de
- Rúben Amorim in der Datenbank von transfermarkt.de
- Rúben Amorim in der Datenbank des portugiesischen Fußballverbandes (portugiesisch)