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Rückfälle

Fernsehfilm From Wikipedia, the free encyclopedia

Rückfälle ist ein deutsches Filmdrama über den verzweifelten Versuch eines Alkoholikers, nach einer Entziehungskur in sein altes Leben zurückzufinden. Am Ende scheitert er jedoch an sich selbst und den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen seiner Zeit.

TitelRückfälle
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1977
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Film
Titel Rückfälle
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1977
Länge 104 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen Westdeutscher Rundfunk (WDR Köln)
Stab
Regie Peter Beauvais
Drehbuch Daniel Christoff
Produktion Gunther Witte
Kamera Jörg-Michael Baldenius
Schnitt Marie-Anne Naumann
Besetzung
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Handlung

Nach einer erfolgreichen Entziehungskur will der wegen seiner Alkoholsucht entlassene Manfred Burger wieder ein normales Leben führen in der Hoffnung, alles hinter sich lassen zu können. Doch muss er schnell feststellen, dass ihm dies nicht so ohne weiteres gelingt. Seine Ehefrau hat das Vertrauen verloren, sein Schwiegervater hält ihn für einen Schwächling, sein ehemaliger Arbeitskollege zeigt keinerlei Verständnis und die Gewerkschaft verweigert ihm jede Hilfe beim Kampf um die Wiedereinstellung. Dagegen sucht seine klammernde Mutter die Schuld für sein Verhalten vorwiegend bei ihrer Schwiegertochter.

Nirgendwo findet Burger echten Halt, auch seine eigenen Versuche, in Selbsthilfegruppen und bei einer Psychologin seine Probleme bewältigen zu können scheitern, nicht zuletzt auch daran, dass Burger nicht bereit ist, die Schwere seiner Erkrankung anzuerkennen. Schon bald verfällt Burger in alte Muster, beginnt Alkohol erst in kleinen, dann immer größer werdenden Mengen zu konsumieren und verliert die Kontrolle. Abendlichen Streifzügen durch die Kneipen folgen Gewaltausbrüche. Die immer ausweglosere Situation endet zwangsläufig in einer Tragöde: Finanziell am Ende, verwüstet Burger auf der Suche nach Alkohol im Rausch seine Wohnung und schlägt brutal auf seine Frau ein, die von der herbeigerufenen Polizei in Sicherheit gebracht werden muss.

Burger, der sich nach mehreren durchzechten Tagen an nichts erinnern kann, versucht nun, seine Frau zu finden, die sich vor ihm versteckt hält. Als er per Post die Scheidungspapiere erhält, gibt Burger sich endgültig auf und zieht zu seiner Mutter. Ein letzter Versuch, dort auszunüchtern endet in einem schweren Delirium, in dessen Verlauf sich Burger vermutlich in Selbsttötungsabsicht aus dem Fenster des oberen Stockwerks rückwärts auf die Straße fallen lässt.

Titel

Der Titel beinhaltet eine doppelte Bedeutung, da sowohl der Rückfall des aus der Kur entlassenen „trockenen“ Alkoholikers gemeint ist als auch das Zurückfallen des Protagonisten aus dem offenen Fenster in der letzten Szene.

Drehort

Die Stadt, in der Burger lebt, wird im Film nicht genannt. Es handelt sich aber eindeutig um Köln, was in vielen Szenen zu sehen ist. In den Kneipen wird mit stark regionalem Akzent gesprochen.

Kritik

„Günter Lamprechts Interpretation des Manfred Burger sucht ihresgleichen. Selten war eine schauspielerische Leistung so realitätsnah und glaubwürdig wie hier!“

– Deutsches Filmhaus[1]

„Der Film Rückfälle schildert in schonungsloser Härte die rasche Entwicklung und das potentielle Ende einer schweren Suchterkrankung, die sowohl von der Gesellschaft als auch vom Betroffenen selbst nicht mit der notwendigen Ernsthaftigkeit und dem gebührenden Respekt behandelt oder beachtet wird.“

– Kinowerkstatt[2]

Auszeichnungen

DVD-Veröffentlichung

  • Rückfälle: Pidax Film- und Hörspielverlag (Alive AG) am 27. März 2015 im alten Fernsehformat 4:3 - 1.33:1 mit Dolby Digital 2.0 Mono.

Einzelnachweise

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