Rückhaltebecken Stöhna
Naturschutzgebiet in Sachsen
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Das Hochwasserrückhaltebecken Stöhna liegt südlich von Leipzig in Sachsen und gehört zum Speichersystem Untere Pleiße. Es wurde 1972 bis 1977 aus einem Tagebaurestloch gebaut und ist normalerweise nur zu einem geringen Teil gefüllt. Bei Hochwasser wird das Wasser aus der Pleiße in das Becken übergeleitet und somit zurückgehalten. Der Staudamm ist ein Erddamm mit beckenseitiger Lehmdichtung.
| Rückhaltebecken Stöhna | |||
|---|---|---|---|
| Lage | Landkreis Leipzig | ||
| Zuflüsse | Pleiße | ||
| Abfluss | Pleiße | ||
| Größere Orte in der Nähe | Böhlen | ||
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| Koordinaten | 51° 13′ 42″ N, 12° 23′ 56″ O | ||
| Daten zum Bauwerk | |||
| Bauzeit | 1972–1977 | ||
| Höhe über Talsohle | 8,5 m | ||
| Höhe über Gründungssohle | 14,85 m | ||
| Höhe der Bauwerkskrone | 126,6 m | ||
| Kronenlänge | 170 m | ||
| Kronenbreite | 11,2 m | ||
| Daten zum Stausee | |||
| Wasseroberfläche | 2,33 km² | ||
| Speicherraum | 11,35 hm³ | ||
Namensgeber für das Rückhaltebecken war das Dorf Stöhna, das sich einst, unweit der Pleiße, hier befand. Es musste wegen des Voranschreitens des Tagebaues Espenhain 1956 abgerissen werden.
Naturschutzgebiet
Das Naturschutzgebiet Rückhaltebecken Stöhna mit einer Fläche von 291 Hektar wurde 1999 durch die Verordnung des Regierungspräsidiums Leipzig zur Festsetzung des Naturschutzgebietes „Rückhaltebecken Stöhna“ ausgewiesen.[1]
Besonderer Schutzzweck ist:
- die Erhaltung von Lebensgemeinschaften und Biotopen wildlebender Tierarten, insbesondere der vorkommenden seltenen Arten der Avifauna,
- die Sicherung der Funktion des Flachwassergebietes als Brut-, Nahrungs-, Rast- und Überwinterungsgebiet für zahlreiche Sumpf- und Wasservögel,
- die Erhaltung und weitere Entwicklung der Grünlandflächen zu artenreichen Wiesen,
- die Entwicklung der Aufforstungen zu standortgerechten, naturnahen Wäldern.
Das Becken darf nicht betreten werden.
- Hochwasserablauf
- Nordansicht
- Auslaufbauwerk zur Pleiße



