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Rüßdorf

Ortsteil von Mohlsdorf-Teichwolframsdorf From Wikipedia, the free encyclopedia

Rüßdorf ist ein Weiler im Ortsteil Waltersdorf in der Landgemeinde Mohlsdorf-Teichwolframsdorf im Landkreis Greiz in Thüringen.

Schnelle Fakten Landgemeinde Mohlsdorf-Teichwolframsdorf ...
Rüßdorf
Koordinaten: 50° 43′ N, 12° 10′ O
Höhe: 250–275 m ü. NN
Postleitzahl: 07987
Vorwahl: 03661
Karte
Lage von Rüßdorf in der Landgemeinde Mohlsdorf-Teichwolframsdorf
Elstertal bei Rüßdorf
Elstertal bei Rüßdorf
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Geographische Lage und Verkehr

Rüßdorf liegt in einem Bogen der Weißen Elster zwischen Waltersdorf und Wildetaube östlich der Eulamühle. In diesem Elsterbogen befinden sich die „Rüßdorfer Alpen“, ein beliebtes Wanderziel.[1] Per Fahrzeug ist Rüßdorf von Waltersdorf aus über den Mühlberg, eine schmale asphaltierte Straße, zu erreichen. Vor dem Ortseingang quert der Weg die Weiße Elster über eine neu gebaute Brücke. Der vorherige Bau wurde 2013 infolge des schweren Hochwassers zerstört. Südwestlich des Orts verläuft die Bahnstrecke Gera Süd–Weischlitz durch den Rüßdorfer Tunnel.

Geschichte

Hügel der „Rüßburg“ im größten Mäander der Weißen Elster.

Am 4. Oktober 1209 wurde Rüßdorf erstmals urkundlich erwähnt.[2] Bei Rüßdorf befand sich die Rüßburg. Die alte Burgstelle einer Fliehburg ist noch an ihrer Oberflächengestalt zu erkennen. Sie lag auf dem westlichen Hochufer der Elster und wurde schon von den Slawen angelegt. Im späten Mittelalter wurde der vorgelagerte Burgplatz befestigt. Dort entstand dann Rüßdorf.[3]

Die eigentümliche Befestigungsanlage wird „altes Schloß“, „Rüßburg“ oder „Perfert“ genannt. Hier gefundene Scherben zeigen (ebenso wie beim Burgstall Staitz) zahlreich Kragenränder mit meist hohen und breiten Kragen, aber auch Dornprofile, selten nur Lippenprofile. Es waren ziegelfarbene Scherben. Stürzendeckel, Schälchen, geschlitzte und kannelierte gerippte Bandhenkel und Kacheln wurden gefunden. Auf drei blaugrauen Bodenstücken erscheinen zwei Radkreuze und ein Ring als sogenannter Bodenstempel (im Bestand des Museums Greiz). Der „Ringgraben“ umschließt U-förmig eine nur kleine Fläche der Hochebene auf dem Berg in der Elsterschleife und ragt bis an den Steilhang des Berges heran. Insofern ähneln sich die Befestigungsanlagen von Staitz und „Rüßburg“ etwas.[4]

Das sich im Ort entwickelnde Gut gehörte meist zum Rittergut in Waltersdorf. Die Besitzer wechselten, darunter befand sich die Familie Wunderlich, die besonders durch Ehrhardt Friedrich Wunderlich für die Verbreitung der Methodisten in der Gegend sorgte. Die letzten Besitzer (bis zur Enteignung 1945) war die Familie Poser.

Literatur

  • Burg Rüßdorf. In: A. Auerbach: Die vor- u. frühgeschichtlichen Altertümer Ostthüringens. Jena 1930, S. 194 (mit Angabe weiterführender Literatur).
Commons: Rüßdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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