Søren Espersen
dänischer Politiker
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Søren Espersen (* 20. Juli 1953 in Svenstrup) ist ein dänischer Journalist und Politiker (Danmarksdemokraterne, zuvor Dansk Folkeparti und Fremskridtspartiet). Er war stellvertretender Vorsitzender der rechtspopulistischen Dansk Folkeparti, aus der er im Juni 2022 austrat.[1] Von 2005 bis 2026 war er Mitglied des Folketings.

Leben
Søren Espersen, Sohn von Peder Christian Espersen, wuchs in Svenstrup auf. Nach seinem Abitur im Jahr 1973 absolvierte er bei der dänischen Marine seinen Wehrdienst. Danach studierte er Theologie an der Universität Kopenhagen. Nachdem er eine Journalistenschule besuchte, war er Angestellter von Berlingske Tidende sowie von Billed-Bladet. Die Dansk Folkeparti ernannte ihn im Jahr 1997 zum parteieigenen Pressereferenten. Auch gehörte Espersen dem Verwaltungsrat von Danmarks Radio an.
Mit seiner in England geborenen Frau[2] hat er fünf Kinder.[3]
Politik
Espersen kandidierte bei der Folketingswahl 1994 für die Fremskridtspartiet, blieb jedoch erfolglos. Auch bei den folgenden Wahlen, bei denen er für die Dansk Folkeparti kandidierte, blieb er zunächst ohne Erfolg. Erst bei der Folketingswahl 2005 erhielt er im Københavns Amtskreds ein Mandat. Auch 2007 zog er über den Københavns Omegns Storkreds erneut in das Folketing ein und gehörte bis 2012 dem Präsidium des Parlaments an. Ab 2015 vertrat er den Sjællands Storkreds und führte bis 2019 den Vorsitz des Auswärtigen Ausschusses (Det Udenrigspolitiske Nævn). Von 2012 bis 2020 war er zudem stellvertretender Vorsitzender der Dansk Folkeparti. Am 24. Juni 2022 trennte er sich jedoch von der Partei und gehörte dem Folketing kurzzeitig parteilos an, ehe er am 18. August 2022 von den Danmarksdemokraterne aufgenommen wurde. Für die Danmarksdemokraterne kandidierte er auch 2022, nun im Sydjyllands Storkreds. Von 2023 bis 2026 leitete er den Kirchenausschuss im Folketing. Bei der Folketingswahl 2026 kandidierte er nicht erneut.
Politische Positionen
Deutsch-dänische Grenze
In einem Interview mit einem dänischen Fernsehsender brachte er zum Ausdruck, dass er einen Anschluss Südschleswigs an Dänemark für wünschenswert halten würde, wobei die dänisch-deutsche Grenze an die Eider verlegt werden würde.[4]
Islam
Laut Aussage von Søren Espersen ist der Islam sowohl als Religion „und nicht nur der politische Islamismus“ nicht mit der Demokratie vereinbar.[5][6]
Weblinks
- Lebenslauf bei Folketinget.dk