Sportfreunde Lotte

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Der VfL Sportfreunde Lotte ist ein Sportverein mit rund 1200 Mitgliedern[1] (Stand 2020) in sechs Abteilungen aus der Gemeinde Lotte in der westfälischen Region Tecklenburger Land (Kreis Steinfurt). Die erfolgreichste und bekannteste Abteilung des Vereins ist die Fußballmannschaft, die von 2016 bis 2019 in der 3. Liga spielte.

Schnelle Fakten Basisdaten, Erste Fußballmannschaft ...
Sportfreunde Lotte
Vereinswappen der Sportfreunde Lotte
Basisdaten
Name Verein für Laufspiele
Sportfreunde Lotte e. V. von 1929
Sitz Lotte, Nordrhein-Westfalen
Gründung 1929
Farben Blau und Weiß
Mitglieder 1200 (Stand 2020)
Vorstandsvorsitzender Tim Eichler
Website sf-lotte.de
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer Fabian Lübbers
Spielstätte Stadion am Lotter Kreuz
Plätze 10.059
Liga Regionalliga West
2025/26 11. Platz
Heim
Auswärts
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Geschichte

Der Verein wurde 1929 unter dem Namen Turnverein Lotte gegründet und beschränkte sich zunächst ausschließlich auf das Turnen. Nach der Neugründung des Vereins unter dem Namen VfL Sportfreunde Lotte am 9. Februar 1946 wurden neben dem Turnen auch Abteilungen für Fußball und Handball eingerichtet.

Die Fußballer schafften im Jahre 1965 erstmals den Sprung in die Bezirksklasse. Nach dem erneuten Abstieg auf Kreisebene im Jahre 1973 gelang im Jahre 1981 endgültig der Sprung in die Bezirksliga, dem im Jahre 1989 der erstmalige Aufstieg in die Landesliga Westfalen folgte.[2] Auch dort gehörten die Sportfreunde sofort zu den Spitzenteams und stiegen im Jahre 1996 in die Verbandsliga (5. Liga) auf. Nach vielen Jahren in der Spitzengruppe gelang mit der Verbandsliga-Meisterschaft in der Saison 2003/04 der Aufstieg in die Oberliga Westfalen. In der Saison 2007/08 erreichte man dort den vierten Platz und qualifizierte sich somit für die Regionalliga West der neuen dreigleisige Regionalliga. Die Saison 2008/09 beendeten die Sportfreunde unter Trainer Maik Walpurgis auf Platz 10 und qualifizierten sich durch die Finalteilnahme im Westfalenpokal für die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals 2009/10. Dort wurde den Sportfreunden der Bundesligist VfL Bochum zugelost, der sich knapp mit 1:0 durchsetzen konnte.[3]

Nachdem die Sportfreunde Lotte die Regionalligasaison 2011/12 in der Weststaffel als Tabellenzweiter mit einem Punkt Rückstand auf die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund beendet hatten, legten sie beim DFB Beschwerde ein und forderten eine Aufnahme als 21. Mitglied in die 3. Liga 2012/13, weil Spieler von Rot-Weiss Essen gestanden hatten, am 36. Spieltag vor einem Spiel gegen Borussia Dortmund II gegen die eigene Mannschaft gesetzt zu haben.[4] Dieser Einspruch wurde am 25. Mai 2012 abgewiesen, da keine Spielmanipulation nachgewiesen werden konnte und zudem die Einspruchsfrist abgelaufen war.

Blick auf einen Teil der Haupttribüne des Frimo Stadions

Am Ende der Saison 2012/13 wurden die Sportfreunde Meister der Regionalliga West und sicherten sich damit die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur 3. Fußball-Liga, in der sie in zwei Spielen gegen den Nordost-Meister RB Leipzig antraten. Das Auswärtsspiel ging 0:2 verloren, daheim führten die Sportfreunde nach 90 Minuten mit 2:0, scheiterten aber in der Verlängerung (2:2) und verfehlten damit den Aufstieg in die 3. Liga. In den folgenden Saisons spielten die Sportfreunde Lotte zwar vorne mit (2. Platz 2013/14, 6. Platz 2014/15), verpassten aber eine neuerliche Qualifikation für die Aufstiegsrunde. Diese wurde in der Saison 2015/16 erneut erreicht. Die Sportfreunde Lotte wurden mit 83 Punkten Meister der Regionalliga West. In der Aufstiegsrelegation zur 3. Liga setzen sie sich gegen den SV Waldhof Mannheim, den Meister der Regionalliga Südwest 2015/16, mit 2:0 nach Hin- und Rückspiel durch und stiegen zum ersten Mal in die 3. Liga auf.

In der Saison 2016/17 trafen die Sportfreunde in der 1. Runde des DFB-Pokals auf den Bundesligisten Werder Bremen, den sie am 21. August 2016 mit 2:1 besiegten. Mit 10.059 Zuschauern wurde in diesem Spiel ein neuer Vereinsrekord aufgestellt. In der 2. Runde konnten sich die Sportfreunde im heimischen Frimo Stadion vor 8.763 Zuschauern gegen einen weiteren Bundesligisten, Bayer 04 Leverkusen, mit 6:5 n. E. durchsetzen. Im Achtelfinale wurde der Zweitligist TSV 1860 München mit 2:0 bezwungen. Als Gegner im Viertelfinale wurde Borussia Dortmund ausgelost. Das Spiel konnte am 28. Februar 2017 jedoch wegen eines Unwetters nicht stattfinden[5] und wurde verschoben auf den 14. März 2017. Für die Austragung wich man an die Bremer Brücke im benachbarten Osnabrück aus. Hier schied Lotte im Viertelfinale gegen Borussia Dortmund mit 0:3 aus.[6] Die Klasse konnten die Sportfreunde in ihrer ersten Drittligaspielzeit halten, sie schlossen die Saison 2016/17 auf Platz zwölf ab.

Trainer Ismail Atalan wechselte daraufhin zum VfL Bochum und wurde durch Oscar Corrochano ersetzt. Dessen Vertrag wurde nach nur wenigen Wochen aufgelöst. Marc Fascher übernahm Ende Juli 2017 das Traineramt und wurde nach nur drei Monaten entlassen. Andreas Golombek wurde sein Nachfolger und schaffte mit den Sportfreunden noch den Klassenerhalt. Die Saison 2018/19 begann erneut mit einem Trainerkarussell. Matthias Maucksch wurde nach wenigen Spieltagen entlassen und auch sein Nachfolger Nils Drube hielt sich nur bis Anfang April 2019. Daraufhin kehrte Ismail Atalan nach Lotte zurück, konnte aber den Abstieg seiner Mannschaft nicht mehr verhindern.

Logo der SFL bis 2016

Ende Februar 2020 gab Atalan seine Trainer-Tätigkeit bei Lotte auf, weil er in gleicher Aufgabe zum Halleschen FC wechselte.[7] Am 17. April des Jahres wurde Imke Wübbenhorst als neue Trainerin des Clubs, ab dem 1. Juli 2020, vorgestellt.[8] Sie war, nach Inka Grings beim SV Straelen im April 2019, die zweite Trainerin, die einen deutschen Fußball-Viertligisten im Männerbereich trainierte. Sie erhielt einen Zweijahresvertrag.[9] Wübbenhorst wurde vom Verein aber bereits am 15. Dezember 2020 wieder freigestellt, ihr Nachfolger wurde Co-Trainer Andy Steinmann.[10] Ende März 2022 wurde Steinmann durch den ehemaligen Spieler Tim Wendel-Eichholz, der wenige Wochen zuvor als Co-Trainer angeheuert hatte, abgelöst. Nach einer 0:3-Heimniederlage am 22. April 2022 gegen Rot-Weiss Essen standen die Sportfreunde Lotte als dritter Absteiger aus der Regionalliga 2021/22 fest.[11] In der Saison 2023/24 gelang am vorletzten Spieltag der Oberliga Westfalen der Aufstieg in die Regionalliga West für die Saison 2024/25.[12] Mit der anschließenden Meisterschaft wurde die Qualifikation für den DFB-Pokal 2024/25 erreicht.[13] In der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals 2024/25 und 2025/26 konnten sich die höherklassigen Vereine Karlsruher SC und SC Freiburg durchsetzen. Wie auch 2025 wurde 2026 das Finale im Westfalenpokal erreicht.

Erfolge

Bilanz seit 1980

Die Tabelle zeigt das sportliche Abschneiden der Sportfreunde Lotte seit 1980.[2]

Weitere Informationen Saison, Liga (Ebene) ...
Saison Liga (Ebene) Pl. Sp. S U N Tore Diff. Pkt. Bemerkung
1980/81 Kreisliga A Tecklenburg (VII) 01. 30 20 07 03 83:35 +48 47:13 Letzte Saison in der Vereinsgeschichte auf Kreisebene
1981/82 Bezirksliga 10 (VI) 05. 30 13 08 09 67:49 +18 34:26
1982/83 Bezirksliga 10 (VI) 03. 30 16 06 08 68:55 +13 38:22
1983/84 Bezirksliga 10 (VI) 07. 30 11 09 10 48:52 0−4 31:29
1984/85 Bezirksliga 10 (VI) 04. 30 16 07 07 70:46 +24 39:21
1985/86 Bezirksliga 10 (VI) 11. 30 11 06 13 45:50 0−5 28:32
1986/87 Bezirksliga 10 (VI) 02. 30 19 05 06 74:40 +34 43:17
1987/88 Bezirksliga 10 (VI) 03. 30 16 06 09 61:39 +22 38:22
1988/89 Bezirksliga 10 (VI) 01. 30 20 09 01 55:20 +35 49:11 Aufstieg in die Landesliga Westfalen
1989/90 Landesliga Westfalen 4 (V) 10. 28 08 09 11 41:46 0−5 25:31
1990/91 Landesliga Westfalen 4 (V) 04. 30 20 04 06 58:21 +37 44:16
1991/92 Landesliga Westfalen 4 (V) 02. 32 20 09 03 55:21 +34 49:15
1992/93 Landesliga Westfalen 4 (V) 02. 30 19 06 05 62:31 +31 44:16
1993/94 Landesliga Westfalen 4 (V) 04. 30 13 11 06 50:33 +17 37:23
1994/95 Landesliga Westfalen 4 (VI) 02. 30 19 07 04 58:19 +39 45:15
1995/96 Landesliga Westfalen 4 (VI) 01. 26 19 03 04 48:14 +34 60 Aufstieg in die Verbandsliga Westfalen
1996/97 Verbandsliga Westfalen 1 (V) 06. 28 11 11 06 35:32 0+3 44
1997/98 Verbandsliga Westfalen 1 (V) 03. 28 15 05 08 46:33 +13 50
1998/99 Verbandsliga Westfalen 1 (V) 05. 30 16 05 09 46:29 +17 53
1999/2000 Verbandsliga Westfalen 1 (V) 04. 30 16 08 06 50:28 +22 56
2000/01 Verbandsliga Westfalen 1 (V) 08. 28 11 07 10 46:46 0±0 40
2001/02 Verbandsliga Westfalen 1 (V) 05. 28 13 06 09 40:37 0+3 45
2002/03 Verbandsliga Westfalen 1 (V) 05. 28 14 04 10 63:32 +31 46
2003/04 Verbandsliga Westfalen 1 (V) 01. 30 21 06 03 81:18 +63 69 Aufstieg in die Oberliga Westfalen
2004/05 Oberliga Westfalen (IV) 08. 34 14 08 12 54:55 0−1 50
2005/06 Oberliga Westfalen (IV) 05. 34 15 11 08 49:43 0+6 56
2006/07 Oberliga Westfalen (IV) 08. 34 13 10 11 59:54 0+5 49
2007/08 Oberliga Westfalen (IV) 04. 34 16 12 06 62:35 +27 60 Qualifikation für die Regionalliga West
2008/09 Regionalliga West (IV) 10. 34 14 07 13 53:57 0−4 49
2009/10 Regionalliga West (IV) 02. 34 17 10 07 48:31 +17 61
2010/11 Regionalliga West (IV) 03. 34 17 11 06 43:29 +14 62
2011/12 Regionalliga West (IV) 02. 36 22 10 04 64:31 +33 76
2012/13 Regionalliga West (IV) 01. 38 26 08 04 70:27 +43 86 Relegation zur 3. Liga: RB Leipzig – SF Lotte 2:0, 2:2 n. V.
2013/14 Regionalliga West (IV) 02. 36 18 15 03 57:26 +31 69
2014/15 Regionalliga West (IV) 06. 34 13 15 06 55:34 +21 54
2015/16 Regionalliga West (IV) 01. 36 25 08 03 67:23 +44 83 Relegation zur 3. Liga: SF Lotte – SV Waldhof Mannheim 0:0, 2:0
2016/17 3. Liga 12. 38 13 09 16 46:47 0−1 48
2017/18 3. Liga 16. 38 11 07 20 43:60 −17 40
2018/19 3. Liga 18. 38 09 13 16 31:46 −15 40 Abstieg in die Regionalliga West
2019/20 Regionalliga West (IV) 07. 22 09 04 09 35:33 0+2 31 Abbruch der Saison infolge der COVID-19-Pandemie
2020/21 Regionalliga West (IV) 15. 40 10 14 16 47:72 −25 44
2021/22 Regionalliga West (IV) 18. 38 09 03 26 36:63 −27 30 Abstieg in die Oberliga Westfalen
2022/23 Oberliga Westfalen (V) 04. 34 18 06 10 64:43 +21 60
2023/24 Oberliga Westfalen (V) 01. 34 24 04 06 93:32 +61 76 Aufstieg in die Regionalliga West
2024/25 Regionalliga West (IV) 03. 30 15 07 08 60:45 +15 52
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Persönlichkeiten

Kader Saison 2025/26

Weitere Informationen Tor, Abwehr ...
Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
01Luca BöggemannDeutschlandDeutschland
12Laurenz BeckemeyerDeutschlandDeutschland
44Luis HillemeierDeutschlandDeutschland
02Jonas KehlDeutschlandDeutschland
03Louis HiepenDeutschlandDeutschland
04Fabian RüthDeutschlandDeutschland
05Anes DzihoDeutschlandDeutschland
07Andreas WiegelDeutschlandDeutschland
19Leonel BrodersenDeutschlandDeutschland
22Denis MilicDeutschlandDeutschland Serbien
24Luca KerkemeyerDeutschlandDeutschland
39Jonathan RiemerDeutschlandDeutschland
06Ben KlefischDeutschlandDeutschland
08Max RitterDeutschlandDeutschland
10Kamer KrasniqiKosovo DeutschlandDeutschland
21Marius ZentlerDeutschlandDeutschland
31Kaan KurtDeutschlandDeutschland Turkei
33Luca HornDeutschlandDeutschland
11Diamant BerishaKosovo Norwegen
17Samuel Owusu AddaiDeutschlandDeutschland Ghana
18Isaak NwachukwuDeutschlandDeutschland Nigeria
23Shkrep StubllaDeutschlandDeutschland Kosovo
28Leon DemajDeutschlandDeutschland Kosovo
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Trainer und Funktionäre Saison 2024/25

Weitere Informationen Funktion, Name ...
Funktion Name
CheftrainerDeutschlandDeutschland Fabian Lübbers
Co-TrainerDeutschlandDeutschland Tobias Tschernik
Co-TrainerDeutschlandDeutschland Max Kremer
TorwarttrainerItalienItalien Michele Capizzi
AthletiktrainerDeutschlandDeutschland Gianluca Marzullo
TeammanagerDeutschlandDeutschland Luca Pflugradt
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Ehemalige Spieler

Einzelnachweise

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