Sabbath Bloody Sabbath

Studioalbum von Black Sabbath From Wikipedia, the free encyclopedia

Sabbath Bloody Sabbath ist das fünfte Studioalbum der britischen Heavy-Metal-Band Black Sabbath und wurde 1973 veröffentlicht. Das Album wurde von der Band selbst produziert und im September 1973 in den Morgan Studios in London aufgenommen. Alle Titel wurden von Tony Iommi, Ozzy Osbourne, Geezer Butler und Bill Ward geschrieben. Der Schreibprozess, der in Los Angeles (Kalifornien) begann, wurde anfangs teilweise durch Drogenmissbrauch sowie die Erschöpfung der Bandmitglieder nach ihrer Welttournee 1972–1973 beeinträchtigt.

Veröffent-
lichung

1. Dezember 1973

Label(s)

Castle Records (UK)
Warner Bros. Records (US)

Format(e)

CD, LP

Schnelle Fakten Studioalbum von Black Sabbath, Veröffent-lichung ...
Sabbath Bloody Sabbath
Studioalbum von Black Sabbath

Veröffent-
lichung

1. Dezember 1973

Label(s)

Castle Records (UK)
Warner Bros. Records (US)

Format(e)

CD, LP

Genre(s)

Heavy Metal

Titel (Anzahl)

8

Länge

40:05

Besetzung

Produktion

Black Sabbath

Chronologie
Vol. 4
(1972)
Sabbath Bloody Sabbath Sabotage
(1975)
Schließen

Entstehungsgeschichte

Den Aufnahmen des Albums gingen erhebliche körperliche und psychische Belastungen der Bandmitglieder voraus. Diese standen im Zusammenhang mit der langen Tourneetätigkeit sowie übermäßigem Drogenkonsum, insbesondere Kokain. In diesem Zeitraum erlitt Tony Iommi während eines Konzerts in der Hollywood Bowl einen Nervenzusammenbruch. Nach den Touren zum Vorgängeralbum Vol. 4 begann das Jahr 1973 erstmal als Ruheperiode für die Band. Durch die ausgiebigen Tourneen und den Erfolg der vier Vorgängeralben wurden Black Sabbath zu Stars.[1]

Im Dezember 1973 erschien das Album. Es war das erste von der Band selbst produzierte Album. Der Titel stammt aus einer Schlagzeile des Melody Maker. Als Single wurde das Titelstück ausgekoppelt, diese konnte jedoch keinen nennenswerten Erfolg verzeichnen.

Musikstil und Rezeption

Auf dem Album setzte die Band erstmals Synthesizer ein, was eine deutliche Veränderung gegenüber dem Stil der ersten vier Alben bedeutete. Verantwortlich für das Keyboardspiel war Rick Wakeman von Yes. Dieser war ein Freund der Band und hatte bereits mit ihr getourt. Gleichzeitig weist das Album teilweise auch leichte Jazz- bzw. Fusioneinflüsse auf.

Das Album gilt als ein wichtiger Einfluss auf die Grunge-Bewegung sowie die Heavy-Metal-Szene.[1] Der Titeltrack „Sabbath Bloody Sabbath“ wurde von zahlreichen Hardrock- und Heavy-Metal-Gitarristen als besonders prägend hervorgehoben. Slash von Guns N’ Roses erklärte 2008 gegenüber Guitar World: „Das Outro von ‚Sabbath Bloody Sabbath‘ ist der härteste Scheiß, den ich je in meinem Leben gehört habe.[2]

Das Album erreichte Platz 11 in den US-Billboard-Charts[3] und Platz 4 in den britischen Charts.[4] Im Jahr 2014 belegte das Album Platz 94 auf der Liste Die 100 besten Metal- und Hardrock-Alben aller Zeiten des Rolling Stone.[5]

Plattencover

Das Cover wurde von Drew Struzan erstellt. Das Motiv ist ein Rückgriff auf das satanische Image früherer Veröffentlichungen. Kritik brachte der Band die Schrift des von Geoff Halpin erstellten Albumlogos ein. Die beiden S im Plattentitel wurden als Siegrune eingearbeitet, was eine Ähnlichkeit mit dem Zeichen der SS mit sich brachte.[1] Die Vorderseite des Covers ist überwiegend in Rottönen gehalten und zeigt einen nackten Mann auf einem aufwendig gestalteten Bett mit satanischer Symbolik. Am Kopfende befindet sich eine große „666“. Der Mann ist von nackten männlichen und weiblichen Dämonen sowie von Ratten umgeben. Die Rückseite ist überwiegend in Blautönen gehalten und zeigt einen sterbenden Mann, der von trauernden Angehörigen und schlafenden Löwen umgeben ist[6]. Das Cover stellt zwei mögliche Sterbezustände dar und deutet symbolisch auf die Alternative zwischen Himmel und Hölle hin.

Titelliste

Alle Songs wurden von Butler, Iommi, Osbourne und Ward geschrieben.

  1. Sabbath Bloody Sabbath – 5:45
  2. A National Acrobat – 6:15
  3. Fluff – 4:12
  4. Sabbra Cadabra – 5:59
  5. Killing Yourself to Live – 5:42
  6. Who Are You? – 4:10
  7. Looking for Today – 5:03
  8. Spiral Architect – 5:29

Songinfos

Der Instrumentaltrack Fluff wurde dem Radiomoderator Alan „Fluff“ Freeman gewidmet, der der Band viele Tore geöffnet hatte.[7]

Killing Yourself to Live wurde oft als Suizid-Hymne missverstanden, das Lied kritisiert lediglich den Arbeitsalltag. Der Rockkritiker Chuck Klosterman benannte eines seiner Bücher nach dem Songtitel.

Coverversionen

  • Die Thrash-Metal-Band Anthrax veröffentlichte eine Coverversion von Sabbath Bloody Sabbath auf ihrer EP I’m the Man.
  • Die Death-Metal-Band Amon Amarth coverte Sabbath Bloody Sabbath auf ihrer ersten Demo "Thor Arise".
  • Metallica coverten Sabbra Cadabra auf Garage Inc., ihre Fassung enthält zudem einen längeren Auszug aus A National Acrobat.
  • Die schwedische Band The Cardigans nahmen eine Version von Sabbath Bloody Sabbath für das Album Emmerdale auf.
  • Die Death-/Black-Metal-Band Belphegor coverte den Titelsong auf ihrem Album The Last Supper.
  • Die finnische Musikgruppe Apocalyptica veröffentlichte auf ihrem 2010 erschienenen Album 7th Symphony eine Coverversion von Spiral Architect.

Einzelnachweise

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