Sabina Spielrein

russisch-jüdische Psychoanalytikerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Sabina Naftulowna Spielrein (russisch Сабина Нафтуловна Шпильрейн; * 26. Oktoberjul. / 7. November 1885greg. in Rostow am Don, Russisches Kaiserreich; † 12. August 1942 ebenda) war eine russische Ärztin und Psychoanalytikerin. Sie war eine Patientin und Schülerin von Carl Gustav Jung und die erste Frau, die mit einer psychoanalytischen Arbeit promoviert wurde.[1] Ihre Dissertation war auch die erste Dissertation, die im Jahrbuch für psychoanalytische und psychopathologische Forschungen (1911) veröffentlicht wurde.[2] In ihrer Dissertation benutzte sie als eine der ersten in der Fachwelt den Begriff „Schizophrenie“,[2] der drei Jahre zuvor von Eugen Bleuler, bei dem Spielrein in Zürich promovierte, eingeführt worden war.[3]

Sabina Spielrein, 1918

Leben

Sabina Spielrein war die Tochter des vermögenden russisch-jüdischen Kaufmanns Nikolai Arkadjewitsch Spielrein und seiner Frau Eva Markowna Ljublinskaja, einer Zahnärztin und Tochter eines chassidischen Rabbiners. Die Mutter hatte Zahnmedizin studiert, widmete sich aber vorwiegend ihren fünf Kindern, drei Söhnen und zwei Töchtern. Als ältestes von fünf Kindern wuchs Sabina Spielrein in einem wohlhabenden Elternhaus auf, in dem Mehrsprachigkeit und musikalische Bildung gezielt gefördert wurden.[4] 1901 starb die jüngste Tochter an Typhus. Sabina Spielreins Kindheit und Jugend müssen als extrem belastet bezeichnet werden: So sei sie als Kind körperlicher Züchtigung durch den Vater ausgeliefert gewesen und habe vermutlich auch sexuelle Gewalt durch Erwachsene erlebt. Bereits im Alter von drei Jahren habe sie an schweren körperlichen und seelischen Störungen gelitten; so sei sie beim Essen in Zwangsgelächter geraten, begleitet von Pfuirufen und dem Herausstrecken der Zunge.[5] Spielreins Zustand verschlimmerte sich, mit 18 Jahren verfiel sie in Lach- und Weinkrämpfe, mit Übergang in schwere Depressionen. Den schulischen Anforderungen konnte sie indes nachkommen. Sie besuchte das Mädchengymnasium in Rostow, vermochte sich spielend Sprachen anzueignen und schloss 1904 mit der Reifeprüfung (Abitur) ab.

Sabina Spielrein als Kind (links), mit ihrer Mutter Eva Markowna Ljublinskaja und Schwester Emilia Spielrein (1894–1901), Aufnahme 1895

Im Jahre 1904 wurde sie mit der Diagnose „Hysterie“ in die psychiatrische Universitätsklinik „Burghölzli“ in Zürich eingewiesen, welche damals weltweit als fortschrittliche Einrichtung bekannt war. Leiter der Klinik war Eugen Bleuler. Sie wurde unter anderem vom dortigen Oberarzt und stellvertretendem Klinikleiter Carl Gustav Jung behandelt.[4] Bei der Behandlung kamen Wortassoziationsexperimente zum Einsatz, die Spielreins Interesse an Medizin und an psychischen Prozessen zusätzlich förderten.[4] Von 1905 bis ca. 1907 war Spielrein Patientin von Jung, der sie psychoanalytisch behandelte und ihretwegen mit Sigmund Freud korrespondierte. Jung erwähnte die „20jährige russische Studentin“ erstmals in seinem dritten Schreiben an Freud aus Zürich im Oktober 1906 und bat ihn um seine Meinung. Erneut erwähnte er die „hysterische Patientin“, die nun ein Kind von ihm wolle, Mitte 1907, und dann wieder 1909, weil sie ihm „einen wüsten Skandal“ gemacht habe.[6] Kurz darauf wandte Spielrein sich in Briefen direkt an Freud, was dieser C. G. Jung mitteilte. Dieser Briefwechsel führte Freud möglicherweise zum Diktum der Lehranalyse, nach dem jeder Analytiker sich zunächst selbst einer Analyse unterziehen muss, bevor er selbst Patienten behandelt.

Im Frühling 1905 begann Sabina Spielrein ein Medizinstudium an der Universität Zürich. Sie hatte sich nach ihrer vergleichsweise raschen Besserung bereits wenige Monate nach der Einweisung um die Zulassung zum Studium beworben.[4] Ab 1908 entwickelten Spielrein und Jung neben dem durch ihr Studium bedingten Kontakt eine Freundschaft und, den Tagebuch-Aufzeichnungen und Briefen zufolge, eine intime Beziehung. Ob es sexuelle Kontakte gab, ist nicht sicher bekannt. In der neueren Forschung wird diese Beziehung verstärkt als problematisches Abhängigkeitsverhältnis zwischen Analytiker und Patientin diskutiert.[4]

In dem Briefwechsel zwischen Jung und Freud von 1907 bis 1909, in dem Jung ein sexuelles Begehren Spielreins andeutete, ohne seine Rolle dabei zuzugeben und zu erklären, erwähnt Freud erstmals die „Gegenübertragung“ und seine Erfahrung damit.[7][8] Die intensive Beziehung mit Jung hatte ihren Höhepunkt in dem Gedanken Spielreins, ein gemeinsames Kind „Siegfried“ zu nennen. Dies bezeichnete der Psychoanalytiker Peter Loewenberg als eine Verletzung der Berufsethik (jeopardized his position at the Burghölzli and led to his rupture with Bleuler and his departure from the University of Zurich).[9]

Im Jahre 1911 promovierte Spielrein als erste Frau mit einem dezidiert psychoanalytischen Thema in Zürich zum Dr. med. mit der Arbeit Über den psychologischen Inhalt eines Falles von Schizophrenie.[10] Ihre Dissertation wurde im Jahrbuch für psychoanalytische und psychopathologische Forschungen, das von Jung herausgegeben wurde, veröffentlicht. Spielrein hielt sich 1911 in München und neun Monate in Wien auf und lernte dort auch Sigmund Freud persönlich kennen. Sie nahm an den legendären „Mittwochsgesellschaften“ teil und wurde als zweite Frau in die Wiener Psychoanalytische Vereinigung aufgenommen.[11][12] Mit dem Wechsel nach Wien profilierte sie sich im Kreis um Freud zugleich deutlicher als eigenständige Theoretikerin jenseits von Jungs unmittelbarem Einflussbereich.[4]

Am 14. Juni 1912 heiratete sie den russisch-jüdischen Arzt Pawel Naumowitsch Scheftel in Rostow am Don. Am 17. Dezember 1913 kam die gemeinsame Tochter Irma Renata in Berlin zur Welt. 1913 veröffentlichte sie mehrere Arbeiten, darunter den grundlegenden Aufsatz Beiträge zur Kenntnis der kindlichen Seele.[4] Bei Beginn des Ersten Weltkriegs gelang Pawel Scheftel und Sabina Spielrein die Flucht aus Deutschland in die Schweiz. Pawel Scheftel verließ Frau und Kind, um in sein Kiewer Regiment einzutreten. Sabina Spielrein blieb mit ihrer kleinen Tochter im Westen. Sie lebte von 1915 bis 1921 in Lausanne und publizierte weiter in psychoanalytischen Zeitschriften. In der Schweiz arbeitete sie daneben in verschiedenen medizinischen Funktionen, unter anderem in der Augenheilkunde.[4] Im Jahre 1921 war sie acht Monate lang in Genf die Psychoanalytikerin von Jean Piaget.[13] Am Institut Jean-Jacques Rousseau in Genf beeinflusste sie Piagets spätere Arbeiten zur kindlichen Entwicklung.[4]

Im Jahre 1923 kehrte sie mit ihrer Tochter in das inzwischen sowjetisch gewordene Russland zurück. Sie wurde Mitglied der Russischen Psychoanalytischen Vereinigung und Mitarbeiterin am Staatlichen Psychoanalytischen Institut in Moskau. Daneben arbeitete sie in Moskau auch im Bereich der Pädologie an der Ersten Moskauer Staatlichen Medizinischen Universität.[4] Spielrein kehrte 1924 in ihre Geburtsstadt Rostow am Don zurück und lebte wieder mit ihrem Mann Pawel Scheftel zusammen. Am 18. Juni 1926 bekam das Paar eine zweite Tochter, Eva.

1929 wurde in der Sowjetunion die Psychoanalyse als „idealistisch“ und „subjektivistisch“ verboten. Daraufhin arbeitete Spielrein als Pädologin. Die Pädologie, die Kinderheilkunde und Kinderpsychologie umfasste, wurde damit zum Schwerpunkt ihrer weiteren Berufstätigkeit.[4] 1937 wurde auch die Pädologie, d. h. das Testen von Kindern zur Festlegung der Schullaufbahn, verboten. Um überhaupt noch arbeiten zu können, erhielt sie ein Teilzeitpensum als Ärztin. Sie schrieb jedoch weiterhin und veröffentlichte Aufsätze in westlichen psychoanalytischen Zeitschriften.

Nachdem am 24. Juli 1942 im Rahmen des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion die Stadt Rostow zum zweiten Mal eingenommen worden war, mussten sich die etwa 25.000 in Rostow lebenden Juden am 11. und 12. August 1942 in einem Schulgebäude versammeln und wurden dann zur Smijowskaja Balka (Schlangenschlucht) getrieben. Dort wurden sie – darunter auch die 56-jährige Sabina Spielrein und ihre 29- und 16-jährigen Töchter Irma Renata und Eva – von einem Teilkommando der Einsatzgruppe D erschossen.[14] Die näheren Umstände ihres Todes blieben lange ungeklärt und wurden erst 1983 durch Recherchen des schwedischen Journalisten und Professors für russische Literatur Magnus Ljunggren anhand von Zeugenaussagen rekonstruiert; der genaue Todestag ist in der Forschung nicht völlig gesichert.[4]

Sabina Spielreins Brüder Isaak, Jan und Emil Spielrein waren in den Jahren 1935 bis 1937 verschwunden und sind 1937/1938 vom NKWD erschossen worden. Sie wurden 1956 auf dem XX. Parteitag der KPdSU unter Nikita Chruschtschow rehabilitiert.

Werk

In ihren psychoanalytischen Veröffentlichungen beschäftigte sich Sabina Spielrein unter anderem mit schizophrenen Psychosen und Träumen und verfasste mehrere maßgebliche Aufsätze zur Kinderpsychologie. Insgesamt veröffentlichte sie mehr als 35 Fachaufsätze in drei Sprachen.[4] Sie gilt als Vorreiterin der Psychoanalyse des Kindes und der Analyse der kindlichen Entwicklung der Psyche. Sie trat durch Eigenständigkeit in ihrem Denken gegenüber Freud und Jung hervor.[4]

Spielrein vertrat früh die These, dass der Sexualtrieb aus zwei gegensätzlichen Komponenten bestehe.[15] Bereits 1911 stellte sie entsprechende Überlegungen in der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung zur Diskussion.[4] In ihrem Aufsatz „Die Destruktion als Ursache des Werdens“ von 1912 beschrieb sie den Todeswunsch als Teil der Libido.[16] Freud zitiert diese Überlegungen später anerkennend bei seiner Entwicklung des Todestriebs.[17]

Mit der 1922 erschienenen Studie Der Ursprung der Worte „Papa“ und „Mama“ legte Spielrein zudem einen frühen Beitrag zur Sprachentwicklung des Kindes vor.[4] In der neueren Forschung wird ihr Werk außerdem als Vorläufer späterer feministischer Theoriebildung, insbesondere der écriture féminine, gelesen, weil es Mutterschaft, Körperlichkeit und Sprache eng miteinander verknüpft.[4]

Spielrein hinterließ Tagebücher sowie Briefwechsel mit Sigmund Freud und Carl Gustav Jung, die inzwischen veröffentlicht sind und als wichtige Dokumente aus der Frühphase der Psychoanalyse gelten. Ihre Tagebücher und der Briefwechsel sowie verschiedene Manuskripte von Spielrein wurden zufällig 1977 in einem Koffer bei Renovierungsarbeiten im Genfer Palais Wilson, dem ehemaligen Psychologischen Institut Jean-Jacques Rousseau, gefunden. 1982 wurde ein weiterer Karton mit ihrem Nachlass in dem Institut entdeckt.[18] Die Veröffentlichung dieser Materialien in den 1980er-Jahren trug wesentlich zu einer Neubewertung der wissenschaftlichen Bedeutung und Eigenständigkeit Spielreins bei.[4]

Übersetzung der Tagebücher

Zwischen 2018 und 2023 übersetzte der US-amerikanische Psychoanalytiker Zvi Lothane (* 1934) mit Hilfe des Neffen Vladimir Shpilrain die russischen Tagebücher von Sabina Spielrein in die englische Sprache. Die zugehörige Publikation mit einem Vorwort von Zvi Lothane erschien im Jahr 2023.[19]

Gedenktafel am Haus, Thomasiusstraße 2, in Berlin-Moabit

Ehrungen

Am Berliner Wohnhaus von Sabina Spielrein in der Thomasiusstraße 2 in Berlin-Moabit wurde von der „Deutschen Gesellschaft für Analytische Psychologie“ eine Gedenktafel angebracht. Der Name der Tochter Sabina Spielreins ist auf dieser Gedenktafel falsch geschrieben. Sie hieß nicht "Renate", sondern "Renata".

Schriften (Auswahl)

  • Die Destruktion als Ursache des Werdens. In: Jahrbuch für psychoanalytische und psychopathologische Forschungen, IV. Bd., erste Hälfte. Leipzig/Wien 1912, S. 465–503. (Online-Archive)
  • Sämtliche Schriften. Psychosozial-Verlag, 2008, ISBN 978-3-89806-880-2.
  • Sämtliche Schriften. Mit einem Vorwort von Ludger Lütkehaus. Psychosozial-Verlag, Gießen 2002, ISBN 3-89806-146-9.[20]
  • Aldo Carotenuto (Hrsg.), Sabina Spielrein: Tagebuch einer heimlichen Symmetrie – Sabina Spielrein zwischen Jung und Freud. Mit einem Vorwort von Johannes Cremerius. Kore, Freiburg im Breisgau 1986, ISBN 3-926023-01-5. (Original Italienisch: Diario di una segreta simmetria — Sabina Spielrein tra Jung e Freud. Astrolabio – Ubaldini, Rom 1980.)
  • Sabina Spielrein: Tagebuch und Briefe. Die Frau zwischen Jung und Freud. Herausgegeben von Traute Hensch, Akt. und erw. Neuauflage. Psychosozial-Verlag, Gießen 2003, ISBN 3-89806-184-1.[21]
  • Jonathan House (edit.)(2023). The Untold Story of Sabina Spielrein. Healed & Haunted by Love. Translated by Henry Zvi Lothane with the collaboration of Vladimir Shpilrain. Unpublished Russian Diary and Letters. UITbooks, NYC. Foreword Henry Zvi Lothane: Digitalisat

Quellen

Literatur

  • Lisa Appignanesi, John Forrester: Die Frauen Sigmund Freuds. Übersetzung Brigitte Rapp, Uta Szyszkowitz. München : List, 1994, S. 278–307.
  • Alexander Etkind: Eros des Unmöglichen. Die Geschichte der Psychoanalyse in Russland. Übersetzung Andreas Tretner. Kiepenheuer, Leipzig 1996, ISBN 3-378-01006-1.
  • Renate Höfer: Die Psychoanalytikerin Sabina Spielrein. 1. Teil. Christel Göttert, Rüsselsheim 2000, ISBN 3-922499-41-4.[22]
  • John Kerr: Eine höchst gefährliche Methode. Freud, Jung und Sabina Spielrein. Aus dem Amerikanischen von Christa Broermann und Ursel Schäfer. Kindler, München 1994.
  • Zvi Lothane: In defense of Sabina Spielrein. In: International forum of psychoanalysis, 5 (1996), S. 203–217. In defense of Sabina Spielrein
  • Zvi Lothane: The Untold Story of Sabina Spielrein. Healed & Haunted by Love. Unpublished Russian Diary and Letters. Translated by Henry Zvi Lothane with the Collaboration of Vladimir Shpilrain. The Unconscious in Translation, New York 2023, ISBN 978-1-942254-20-1
  • Wolfgang Martynkewicz: Sabina Spielrein und Carl Gustav Jung. Eine Fallgeschichte. Rowohlt, Berlin 1999, ISBN 3-87134-287-4.[23]
  • Bernd Nitzschke: Die Frau als „Opfer“ - und wie man sie in dieser Rolle fixieren kann. Kritische Anmerkungen zur Behandlung des „Falles“ Sabina Spielrein durch Johannes Cremerius. Forum Psychoan. 4, 1988, 153–163.
  • Bernd Nitzschke: „...denn die Wilde Sehnsucht macht mich fiebernd“. Sabina Spielrein als leidenschaftlich liebende Frau zwischen zwei Männern: C. G. Jung und Sigmund Freud. In: Nitzschke, B.: Sexualität und Männlichkeit. Zwischen Symbiosewunsch und Gewalt. Reinbek (Rowohlt) 1988, 347–412.
  • Bernd Nitzschke: Das magische Dreieck – Otto Gross, C. G. Jung, Sabina Spielrein. Ein Bericht aus der Frühgeschichte der Psychoanalyse. In: Goetz von Olenhusen, A., Heuer, G. (Hrsg.): Die Gesetze des Vaters. 4. Internationaler Otto Groß Kongreß – Robert-Stolz-Museum – Karl-Franzens-Universität Graz, 24.–26. Oktober 2003. Marburg (LiteraturWissenschaft.de) 2005, S. 210–222.
  • Sabine Richebächer: Spielrein, Sabina Nikolajewna. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 24. Duncker & Humblot, Berlin 2010, ISBN 978-3-428-11205-0, S. 691–692 (deutsche-biographie.de).
  • Sabine Richebächer: Bist mit dem Teufel du und du und willst Dich vor der Flamme scheuen? Sabina Spielrein und C. G. Jung: ein verdrängtes Skandalon der frühen Psychoanalyse. In: Thomas Sprecher: Das Unbewusste in Zürich. Literatur und Tiefenpsychologie um 1900. NZZ Verlag, Zürich 2000, ISBN 3-85823-834-1, S. 147–187.
  • Sabine Richebächer: Sabina Spielrein – Eine fast grausame Liebe zur Wissenschaft. Biographie. Dörlemann Verlag, Zürich 2005, ISBN 3-908777-14-3.[24]
  • Sabine Richebächer: „Ich sehne mich danach, mit Ihnen allen zusammenzukommen....“ – Ein Brief von Sabina Spielrein-Scheftel (Rostow am Don) an Max Eitingon vom 24. August 1927. In: Luzifer-Amor – Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse. 21. Jg., Heft 42. edition discord, Tübingen 2008, ISSN 0933-3347.
  • Elisabeth Volkmann-Raue: Sabina Spielrein: Die Destruktion als Ursache des Werdens. In: Elisabeth Volkmann-Raue, Helmut E. Lück (Hrsg.): Bedeutende Psychologinnen. Biographien und Schriften. Weinheim / Basel 2002, S. 60–80.
  • Christoph Weismüller: „Siegfried lebt, lebt, lebt!“ Der „Siegfried“ bei Sabina Spielrein, Carl Gustav Jung und Richard Wagner. Der Frauen Held, oder: Sabina Spielreins Entwürfe für eine Wirklichkeit des weiblichen Geschlechts — von einem Mann notiert, Philosophie der Medien IV. Peras Verlag, Düsseldorf 2019, ISBN 978-3-935193-35-1.
  • Špilʹrejn, Sabina Nikolaevna, in: Ruth Kloocke: Mosche Wulff : zur Geschichte der Psychoanalyse in Rußland und Israel. Tübingen : Ed. diskord, 2002, S. 201f.

Belletristik

Filme

  • Ich hiess Sabina Spielrein. Dokumentarfilm, Deutschland 2002. Regie: Elisabeth Márton.[25][26] Die Welturaufführung des Films fand in Anwesenheit der Regisseurin am 27. April 2002 in der Black Box / Filmmuseum der Stadt Düsseldorf statt. Im Anschluss fand eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Sexuelle Übergriffe in der Psychoanalyse - Der Fall Sabina Spielrein“ statt.[27]
  • Prendimi l’anima. Spielfilm, Italien/Frankreich/Großbritannien 2003. Regie: Roberto Faenza. Film über das Verhältnis zwischen Sabina Spielrein und Carl Gustav Jung. Mit Emilia Fox als Sabina Spielrein und Iain Glen als C. G. Jung.[28]
  • Eine dunkle Begierde. Spielfilm, Kanada/Großbritannien/Deutschland 2011. Regie: David Cronenberg. Mit Keira Knightley als Sabina Spielrein, Michael Fassbender als Carl Gustav Jung und Viggo Mortensen als Sigmund Freud.

Theater

  • Doktor Spielrein Schauspielhaus Zürich 2024[29]
Commons: Sabina Spielrein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Sabina Spielrein – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

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