Sabrina Patsch
deutsche Physikerin und Wissenschaftsjournalistin
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Sabrina Patsch (* im 20. Jh. in Northeim) ist eine deutsche Physikerin, Science-Slammerin und Wissenschaftsjournalistin. 2025 erhielt sie die Medaille für naturwissenschaftliche Publizistik.
Biografie
Patsch wuchs in ihrer Geburtsstadt Northeim auf und studierte nach dem Abitur Physik an der Universität Kassel, wo sie mit Bachelor und Master abschloss.[1] 2017 begann sie in Kassel mit der Promotion in der Arbeitsgruppe „Quantendynamik und -kontrolle“ bei Christiane Koch, der sie 2020 an die Freie Universität Berlin folgte.[2][3] Dort schloss sie 2022 ihre Promotion zum Thema Control of Rydberg atoms for quantum technologies ab.
Bereits während der Promotion gründete sie 2020 ihren Blog „Physicus Minimus – über kleine Teilchen und kleine Physiker:innen“[4] und veröffentlichte erste Artikel im Bereich der Wissenschaftskommunikation, unter anderem in Physik Journal[5] und Spektrum der Wissenschaft.[6] Sie begann auch an Science Slams teilzunehmen. 2020 gewann sie den zweiten Platz beim Q-Science Slam (das Q steht für Quantenphysik) der Universität Stuttgart mit dem Beitrag „Waffen für Superhelden“.[7][8] Im November 2021 wurde sie Vizemeisterin der Deutschen Science Slam Meisterschaft in Dortmund.[9] Von 2022 bis 2024 war sie lokale Koordinatorin, Moderatorin und Vortragende des Kneipenfestivals „Pint of Science“ in Berlin.[10][11]
Ab 2022 absolvierte sie außerdem ein Volontariat beim Tagesspiegel.[12] Seit Juli 2024 ist sie Redakteurin für Wissenschaftsthemen bei der Computerzeitschrift c’t – magazin für computertechnik.[13]
Auszeichnungen und Ehrungen
- 2021: Vizemeisterin bei der Deutschen Meisterschaft im Science Slam mit dem Beitrag „Wie ich Atome nach meiner Pfeife tanzen lasse“[14]
- 2023: Carl-Ramsauer-Preis für ihre Dissertation[15]
- 2024: Axel Springer Preis für jungen Journalismus für ihren Essay „Ist KI die neue Atombombe? Der Oppenheimer-Moment des Informationszeitalters“, erschienen im August 2023 im Tagesspiegel[16]
- 2025: Journalismuspreis Informatik, in der Kategorie Sonderpreis, gestiftet vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), für den Artikel „Nobelpreis für KI? Wie viel Physik in neuronalen Netzen steckt“ von Sabrina Patsch, veröffentlicht am 5. November 2024 im Computermagazin c’t und bei heise online.[17]
- 2025: Medaille für naturwissenschaftliche Publizistik[4]
Publikationen (Auswahl)
- mit Sabrina Maniscalco und Christiane P. Koch: Simulation of open-quantum-system dynamics using the quantum Zeno effect. In: Physical Review Research. Band 2, Nr. 2, 6. Mai 2020, ISSN 2643-1564, doi:10.1103/PhysRevResearch.2.023133.
- Die Induktion von Rock ‘n‘ Roll. In: Physik Journal. Band 19, Nr. 9, September 2020, ISSN 1617-9439, S. 76–77 (pro-physik.de).
- Quantenphysik: Moderne Alchemie. In: Spektrum der Wissenschaft. Nr. 6, Juni 2021, ISSN 0170-2971, S. 12–19 (spektrum.de).
- Control of Rydberg atoms for quantum technologies. Freie Universität Berlin, 2022, doi:10.17169/refubium-34581 (Dissertation).
- mit Martin Zeppenfeld und Christiane P. Koch: Rydberg Atom-Enabled Spectroscopy of Polar Molecules via Förster Resonance Energy Transfer. In: The Journal of Physical Chemistry Letters. Band 13, Nr. 46, 24. November 2022, ISSN 1948-7185, S. 10728–10733, doi:10.1021/acs.jpclett.2c02521.
- Nobelpreis für KI? Wie viel Physik in neuronalen Netzen steckt. In: Heise Verlag (Hrsg.): c’t. Nr. 26, 5. November 2024, ISSN 0724-8679, S. 112–118 (heise.de).
Weblinks
- Profil bei ORCID
- Profil bei inspireHEP (High Energy Physics): Links und Liste verbundener Veröffentlichungen
- Blog Physicus Minimus: Über kleine Teilchen und kleine Physiker:innen
- Profil auf heise online